Policen für Krankentagegeld und Berufsunfähigkeit mit Deckungslücken

Doppelpack von Krankentagegeld- und Berufsunfähigkeitsschutz garantiert nicht 100 % Sicherheit

Auch bei einem scheinbar kompletten Versicherungsschutz kann sich kein Versicherter in völliger Sicherheit wiegen. So reichen eine Krankentagegeld- und eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht immer aus, um bei einer längeren Krankheit finanziell gut über die Runden zu kommen. Zwischen beiden Versicherungen können ungeahnte Lücken entstehen.

Grundsätzlich sollte eine BU-Versicherung für jeden Berufstätigen Pflicht sein. Sie zahlt dann, wenn jemand aufgrund einer ärztlichen Diagnose nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf auszuüben. Eine Krankentagegeldversicherung zahlt (ebenfalls im Krankheitsfall) meistens ab der 6. Woche, also nach Wegfall der sechswöchigen Lohnfortzahlung des Arbeitgebers. Selbständige können sie auch schon für einen früheren Zahlungsbeginn abschließen – bei ihnen gibt es ja keinen Arbeitgeber, der den Lohn weiterzahlt.

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Berufsunfähigkeitsversicherung lässt sich oft Zeit

Wer krank wird und eine Krankentagegeldversicherung abgeschlossen hat, erhält ab dem vereinbarten Zeitpunkt Geld. Entpuppt sich die Krankheit aber als Auslöser für eine Berufsunfähigkeit, kann es eng werden. Sobald die Berufsunfähigkeit festgestellt wurde, stellt die Krankentagegeldversicherung normalerweise ihre Zahlungen ein. In der Regel sollte nun die BU-Versicherung zum Zuge kommen. Die aber lässt sich häufig Zeit: Manchmal sind Wartezeiten vereinbart, manchmal schaltet sie erst einmal einen Gutachter zur Überprüfung der Berufsunfähigkeit ein. So kann ein Vakuum von mehreren Tagen, Wochen oder sogar Monaten entstehen, in denen kein Geld fließt. Für viele Versicherte bedeutet das eine finanzielle Katastrophe – zumal sie sich durch ihre Doppelversicherung gerade vor einem solchen Szenario schützen wollten.

Kein Krankentagegeld bei Berufsunfähigkeit

Manchmal tritt noch ein weiteres Problem hinzu: Berufsunfähigkeitsversicherung und Krankentagegeldversicherung definieren „Berufsunfähigkeit“ zuweilen unterschiedlich. In alten BU-Policen finden sich immer wieder Klauseln zur abstrakten Verweisung. In diesem Fall kann der BU-Anbieter einen Kunden zunächst auf andere Tätigkeiten verweisen, bevor er Leistungen auszahlt – unabhängig davon, ob der Kunde tatsächlich einen Job findet. Die Krankentagegeldversicherung leistet dann allerdings keine Zahlungen mehr, da sie sich auf vorübergehende Berufshindernisse beschränkt. Auch in diesem Fall kann sich eine dauerhafte Lücke auftun.

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Was tun?

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte einige Tipps beherzigen. So minimiert er das Risiko einer unliebsamen Überraschung. Kunden sollten Folgendes beachten:

  • Wer für längere Zeit krank wird und mit einer Berufsunfähigkeit rechnen muss, sollte vorbeugend bereits Leistungen aus seiner Berufsunfähigkeitsversicherung beantragen. Ein solcher Antrag kann später problemlos zurückgezogen werden, falls sich die gesundheitliche Situation bessert.
  • Keinesfalls sollte man den Übergang zwischen Krankentagegeldversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung künstlich herauszögern – etwa weil man so lange wie möglich von den meist höheren Leistungen der Krankentagegeldversicherung profitieren möchte. Manchmal müssen Kunden sogar das Krankentagegeld für den Zeitraum zurückzahlen, für den sie (rückwirkend) BU-Leistungen erhalten haben.
  • Die BU-Police sollte eine Nachversicherungsgarantie enthalten – so ist man auch bei persönlichen Veränderungen immer ausreichend abgesichert.
Experten geben gerne weitere Tipps und helfen beim Abschluss der richtigen Policen.