Krankenversicherung: Abrechnungen bei Privatpatienten selten korrekt

Krankenversicherung: Wird bei Privatpatienten zu viel abgerechnet?

Die private Krankenversicherung schlägt Alarm. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, sind zahlreiche Abrechnungen über die Behandlung von Privatpatienten zu hoch. Leidtragende sind die Krankenversicherung sowie deren Versicherte.

Es ist eigentlich nicht zu fassen. Ausgerechnet im Bereich der privaten Krankenversicherung gibt es offenbar einen Milliardenbetrug. Gerade hier verdienen die Ärzte ohnehin schon sehr üppig. Nach einem Bericht des „Spiegel“ halten viele Ärzte bei den Privatpatienten die Hand aber noch weiter auf, als sie es eigentlich dürften. Bis zu zehn Prozent der Abrechnungen seien zu hoch, beklagen die Krankenversicherungen. Das kostet Geld und geht auf die Beiträge.

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Unerklärlicher Anstieg von „erschwerten Behandlungen“ bei Privatpatienten

Bei jeder Krankheit möglichst viel abrechnen: das scheint die Devise mancher „Halbgötter in weiß“ zu sein. Angeblich gäbe es dafür sogar spezielle Computerprogramme. Der Verbandsgeschäftsführer der privaten Krankenversicherung (PKV) sagt dem "Spiegel": „Ich habe schon lange keine Rechnung mehr gesehen, die komplett in Ordnung war.“ Wenn das nicht eine bemerkenswerte Aussage ist. Auch die Statistik gibt Anhaltspunkte für zunehmenden Abrechnungsbetrug: So wird in jüngerer Vergangenheit ein kaum nachvollziehbarer Anstieg von angeblich erschwerten Behandlungen festgestellt. Hintergrund: Wer diese bei Privatpatienten durchführt, erhält einen Honorarzuschlag.

Krankenversicherung: Pseudo-Privatkliniken kosten Millionen

Verdächtige Bewegungen gibt es aber nicht nur bei der Behandlung von Privatpatienten, sondern auch bei den Kliniken. So nehmen die Ausgründungen von Pseudo-Privatkliniken zu. Das passt der privaten Krankenversicherung ganz und gar nicht. Denn wer für einen Patienten in einer Privatklinik eine Rechnung schreibt, der kann mal eben gut 50 Prozent mehr abkassieren. Der PKV-Verband betrachtet diese Entwicklung mit Sorge: Nach seinen Angaben entsteht hier den privaten Krankenversicherungen ein jährlicher Schaden von 100 Mrd. Euro.

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