Lebensversicherung: Große Unterschiede bei sofort beginnender Rente

Rente: Die Lebensversicherung mit sofort beginnender Rentenversicherung boomt auch bei Finanzkrise

Lebensversicherungen mit sofort beginnender Rentenversicherung können sich gerade in Finanzkrisenzeiten lohnen. Zu diesem Fazit kommt der aktuelle Map-Report 741-742. Meist stecken in einer solchen Lebensversicherung weniger Aktien, dafür aber mehr festverzinsliche Wertpapiere. Das bringt Sicherheit für die auszuzahlende Rente.

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Nach den Erkenntnissen der Map-Analysten kann sich die Rendite meist sehen lassen: Eine Rentenversicherung mit sofortigem Beginn, abgeschlossen in 1990 mit 50.000 Euro Einmalbetrag, zeigt 2010 eine erbrachte Leistung von durchschnittlich etwas über 100.000 Euro. Das ist beachtlich, zumal die Zinserträge an den Anlagemärkten oft relativ gering waren. Bei der besten Lebensversicherung (R+V) betrug der Gesamtwert der Rente 107.468 Euro, bei der schlechtesten 93.124 Euro (Neue Leben).

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In 20 Jahren gab es bei der einen Lebensversicherung 107.000 Euro, bei der anderen 93.000 Euro Rente

Musterkunde war ein 63-jähriger Freiberufler. Angenommen wurde eine 50.000-Euro-Einmalzahlung mit direkt beginnender Leibrente. Als Abschlussdatum und Beginn der Rente wurden die Jahre 1990, 1995 und 2000 gewählt. Die Berechnungen der Ergebnisse wurden dann jeweils auf das Jahr 2010 bezogen.

Ergebnis für die abgeschlossenen Lebensversicherungen aus dem Jahre 1990: R+V, Iduna, Öffentliche Braunschweig, Familienfürsorge, Gothaer und Allianz liegen vorn. Bei diesen Versicherern hat sich die Einzahlung binnen 20 Jahren mehr als verdoppelt, mit Renten-Auszahlungen von 103.621 bis 107.468 Euro. Am anderen Ende der Skala finden sich Neue Leben, Alte Leipziger und Swiss Life: Ihre Rentenzahlungen summierten sich lediglich auf jeweils 93.000 bis 94.000 Euro.

Hohe Anfangsrente mit fallender Tendenz – oder doch eher dynamische Rente mit wachsenden Leistungen?

Je nach Gestaltung der jeweiligen Lebensversicherung stiegen die monatlichen Rentenzahlungen entweder deutlich an oder fielen im Laufe der Jahre. Bei der R+V betrug die monatliche Rente im Januar 1990 knapp 300 Euro; im Januar 2010 waren es dann immerhin rund 490 Euro. Bei der Allianz hingegen nahmen die (hohen) Anfangszahlungen von ca. 430 Euro auf etwa 370 Euro monatlich ab. Beim Abschluss der Versicherung muss der Kunde also ein bisschen in die Zukunft schauen: Erwartet er ein langes Leben, stellt er sich natürlich mit steigenden Rentenzahlungen besser; anderenfalls kalkuliert er lieber mit hohen Anfangszahlungen. Keine leichte Entscheidung ...

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Debeka mit bester Lebensversicherung bei kürzeren Laufzeiten

Interessant ist auch der Blick auf Lebensversicherungen mit kürzeren Laufzeiten. Bei einem angenommenen Rentenbeginn 1995 führt die Debeka das Rennen an mit rund 75.000 Euro Rente, die sich bis 2010 angesammelt haben. Generali, Cosmos, Allianz und Württembergische folgen auf den Plätzen. Begann der Vertrag im Jahr 2000, so gab es maximal 44.743 Euro Auszahlung bis 2010 – übrigens führt auch hier die Debeka. Binnen 10 Jahren wurde der eingezahlte Betrag von 50.000 Euro also bei keiner Lebensversicherung wieder ausgeschüttet. Die Folgeplätze belegen Neue Leben, Allianz, Europa, Ideal, Württembergische, HUK-Coburg und Hamburg-Mannheimer.

Für die Details: Der Map-Report 741-742 kann beim Verlag Manfred Poweleit für 75 Euro bezogen werden.