Manche Krankheiten erschweren Abschluss einer BU-Police

Menschen mit Vorerkrankungen müssen bei BU-Policen oft mit schlechteren Bedingungen rechnen

Der Weg zu einer BU-Police führt über einen Gesundheitsfragebogen. Alle Fragen darin müssen unbedingt wahrheitsgemäß beantwortet werden. Wer bei seinen Angaben schummelt und beispielsweise eine Vorerkrankung verschweigt, riskiert genau dann eine Leistungsversagung, wenn’s drauf ankommt: im Falle einer Berufsunfähigkeit; die Beiträge sind dann umsonst bezahlt und man steht ohne Schutz da.

Die Kehrseite der Medaille: Die Auflistung von Vorerkrankungen kann zu Einschränkungen beim Abschluss des Versicherungsvertrages führen. Das muss man allerdings bei der Antragstellung in Kauf nehmen. Nach Untersuchungen der Stiftung Warentest erhielt nur jeder sechste Antragsteller die Bedingungen, die er sich wünschte. Verkürzte Versicherungszeiten, Ausschlüsse oder reduzierte Rentenhöhen waren typische Einschränkungen, die von den Kunden akzeptiert werden mussten.

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Ein Trick kann vor Ablehnung schützen

Die gravierendste Maßnahme von BU-Versicherern ist eine glatte Ablehnung des Antragstellers. Kunden mit bestimmten Vorerkrankungen sollten möglichst bei mehreren Versicherern gleichzeitig Aufnahmeanträge stellen. Ablehnungen seitens einer Versicherung sprechen sich nämlich in Windeseile bei den anderen Anbietern herum; die Unternehmen verfügen in dieser Hinsicht über ein gut funktionierendes Netzwerk. Wer einmal wegen Vorerkrankungen abgelehnt wurde, erhält deshalb auch bei anderen Anbietern nur selten eine Police.

Vor allem bei folgenden Erkrankungen muss jeder Versicherungswillige mit einer Ablehnung rechnen:

  • Depressive Erkrankungen
  • Diabetes mellitus,
  • Epilepsie,
  • Angststörungen,
  • Angina Pectoris,
  • rheumatische Arthritis,
  • Bulimie,
  • phobische Störungen und
  • Schilddrüsenüberfunktion.
Erhält ein Kunde mit einer oder mehrerer dieser Vorerkrankung eine BU-Police, darf er nicht allzu wählerisch sein: Sind die Beiträge bezahlbar, sollte er schnell zugreifen.

Risikozuschläge für Risikopatienten

Hohe Beiträge durch besondere Zuschläge sind ein weiteres Mittel vieler Anbieter, Risikopatienten entweder fernzuhalten oder ihnen eine Mitgliedschaft nur zu erschwerten Bedingungen zu ermöglichen. So werden bei Patienten mit chronischer Blasenentzündung oder chronischer Gastritis oft Risikozuschläge fällig. Auch Schilddrüsenunterfunktion sowie mittelgradige Krampfadern können einen erhöhten Beitrag bedeuten. Sogar Hämorrhoiden geben vielen Versicherern Anlass zu einem Zuschlag.

Kunden müssen bei solchen Beschwerden häufig lange suchen, um Anbieter mit einem zuschlagfreien Beitrag zu finden. Allerdings kann sich die Suche durchaus lohnen, da die Risikozuschläge in ihrer Höhe unterschiedlich ausfallen können: Üblicherweise schwanken sie je nach Art und Schwere der Erkrankung zwischen 30 und 100 Prozent des Normalbeitrags.

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Versicherer schließen bestimmte Erkrankungen in der BU-Police aus

Schließlich haben sich BU-Versicherer noch eine andere Möglichkeit ausgedacht, um ihr eigenes Risiko möglichst gering zu halten: Sie schließen einfach gewisse Erkrankungen vom Versicherungsschutz aus. Patienten mit Bluthochdruck, Bandscheibenvorfall oder chronischer Bronchitis müssen mit einem solchen „Njet“ rechnen. Auch bestimmte Hauterkrankungen können zu einem Teil-Ausschluss führen: Chronische Dermatitis, Neurodermatitis sowie Schuppenflechte gehören dazu. Sogar Heuschnupfen wird von Versicherern gar nicht gern gesehen und oft kurzerhand ausgeklammert.

Quintessenz des Ganzen: Wer eine BU-Police sucht, hat insbesondere bei vorhandenen Vorerkrankungen einen langen und steinigen Weg vor sich. Viele Sorgen kann er sich dadurch ersparen, dass er eine Berufsunfähigkeitsversicherung bereits in jungem Alter abschließt: Meistens ist die Gesundheit dann noch in Ordnung und die Tarife sind dementsprechend günstig. Professionelle Berater geben gerne weitere Tipps beim Abschluss einer BU-Police.

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