Notwendige und unnötige Versicherungen für Familien

Welche Versicherungen Familien brauchen – und welche überflüssig sind

Familien müssen ganz besonders aufs Geld achten. Sorglosigkeit bei den Ausgaben führt schnell zu finanziellen Engpässen. Gerade beim Thema Versicherung lohnt sich der scharfe Blick auf die Verträge. Die Maxime lautet: Den besten Schutz zum günstigsten Preis. Und jedes Jahr einmal checken, ob noch alles passt.

Welche Versicherungen Familien brauchen – und welche überflüssig sind

Die Zeitschrift Finanztest hat einmal zusammengestellt, welche Versicherungen für Familien wichtig sind und welche nicht. Und vor allem, wo auch bei guter Qualität Geld gespart werden kann: Die Beispielfamilien geben pro Jahr zwischen 5.000 und 10.000 Euro für Vorsorgemaßnahmen aus. Ergebnis: Das Sparpotential beträgt jeweils bis zu zehn Prozent. Junge Familien sollten also erst einmal prüfen, welche Versicherungspolicen überhaupt notwendig sind. Und dann den Rechenstift zücken, um die besten Angebote zu finden.

Die wirklich wichtigen Versicherungen für Familien

Klarer Fall: Ohne die Privathaftpflicht geht gar nichts. Sie tritt für Schäden ein, die anderen zugefügt werden. Die Deckungssumme sollte mindestens drei Millionen Euro betragen. Eine Police reicht für die ganze Familie, einschließlich der unverheirateten Kinder bis zum Ende der Ausbildung. Günstige und preiswerte Anbieter laut Finanztest: Grundeigentümer, Gegenseitigkeit, VHV und HanseMerkur.

Klar auch, dass jede Familie eine gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung hat. Die KFZ-Haftpflicht für Autobesitzer ist ebenso selbstverständlich. Für Arbeitnehmer ist die Riester-Rente eine gute Wahl zur Altersvorsorge. Familien sind auch gut beraten, bezüglich einer eventuellen Berufsunfähigkeit und Invalidität vorzusorgen. Für die Kinder ist eine Kinderinvaliditätsversicherung sinnvoll. Wer für andere sorgt, fährt gut mit einer Risikolebensversicherung. Cosmos Direkt, ERGO Direkt und Neckermann (M6) haben gute und preiswerte Angebote.

Solides Mittelfeld: Kein Muss, aber oft empfehlenswert

Alter oder Krankheit treffen jeden einmal. Für eine garantierte lebenslange Rente schlägt Finanztest eine (auch steuerlich interessante) private Rentenversicherung vor. Wer gut verdient und in der gesetzlichen Krankenkasse ist, schließt gerne Zusatzversicherungen ab. Grundsätzlich zu empfehlen: Krankentagegeld, Chefarztbehandlung, Pflegezusatz und Zahnzusatz. So können die Grundleistungen der „Gesetzlichen“ aufgestockt werden.

Je nach den Vorlieben und Aktivitäten einer Familie ist der Abschluss verschiedener weiterer Policen angeraten. Tierhalter sollten sich um eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung kümmern. Bauherren haben tunlichst eine Bauherren-Haftpflicht, Vermieter eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht. Wer selbst eine Immobilie bewohnt, ist mit einer Wohngebäudeversicherung gut bedient. Weist der Hausrat einiges an Wert auf, sollte er versichert werden. Gute Angebote kommen von Ammerländer, LBN, Docura und Huk24.

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Welche Versicherungen keiner braucht

Hier kommen die Versicherungen, auf die Sie pfeifen können, Sparpotenzial: Glatte 100 Prozent! Kapitallebens- und fondsgebundene Lebensversicherungen zum Beispiel (wenig Rendite, unklare Verteilung). Außerdem Policen für Ausbildung, Krankenhaustagegeld oder Sterbegeld. Lohnt sich alles nicht, so die Stiftung Warentest. Auch von Autoschutzbrief, Insassenunfall- oder Reisegepäckversicherungen raten die Experten ab: Meist überflüssig, weil bereits in anderen Verträgen enthalten.

Und wo können Verbraucher Geld sparen? Sorgfältige Angebotsvergleich lohnen sich vor allem bei der Rürup-Rente, KFZ-Vollkasko-, Hausrat- sowie Unfallversicherungen. Das kann insgesamt einige hundert Euro im Jahr ausmachen. Trennen Sie sich auch von Überflüssigem: Wer einen Schutz gegen Berufsunfähigkeit hat, braucht oft keinen Unfallschutz mehr.

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