Nur die private BU-Police schützt wirksam

Private BU-Police sollte Standard für jeden Berufstätigen sein

Wer aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls nicht mehr seinen Job ausüben kann, gerät häufig in finanzielle Nöte. Berufsunfähigkeit (BU) betrifft heute bereits jeden vierten Arbeitnehmer. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung ist der einzig wirksame Schutz.

Der Staat unterstützt Betroffene kaum: Nach 1961 geborene Berufstätige erhalten maximal 32 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Und das auch nur, wenn sie weniger als drei Stunden täglich in einem (beliebigen) Job arbeiten können. Der halbe Satz gilt für alle, die drei bis sechs Stunden arbeiten können – irgendwo, wohlgemerkt. Dabei gilt zusätzlich noch die Voraussetzung, dass mindestens fünf Jahre lang Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt wurden.

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Welche Features sollte eine private BU-Police haben?

Nur eine private BU-Police hilft Betroffenen, ihren Lebensstandard einigermaßen aufrechtzuerhalten. Wer wenigstens mit 75 Prozent des letzten Bruttoeinkommens rechnen kann, ist aus dem Gröbsten heraus. Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung sollte das bieten.

Im günstigen Fall kann der Kunde die Leistungen anpassen lassen. Je nach familiärer oder wirtschaftlicher Situation können sich die Anforderungen an eine private BU-Police verändern. Eine gute Versicherung sollte deshalb flexibel sein.

Ein früher Abschluss lohnt sich: Die Tarife sind dann günstiger und das gesamte Procedere einfacher als in späteren Jahren. Je länger die persönliche Krankengeschichte ist, desto schwieriger gestaltet sich der Vertragsabschluss.

Wichtig: Hände weg von Verträgen mit einer Klausel namens „abstrakte Verweisung“! Mit dieser Klausel können Versicherer den Kunden nämlich im BU-Falle auf eine völlig andere Tätigkeit „verweisen“ und müssen nicht zahlen.

Die Versicherung sollte laut Vertrag zahlen, wenn der Arzt mindestens sechs Monate Berufsunfähigkeit prognostiziert. Außerdem sollte eine rückwirkende BU-Zahlung möglich sein.

Worauf Kunden bei Antragstellung und im Leistungsfall achten müssen

Die Entscheidung für eine private BU-Police ist grundsätzlich eine gute Entscheidung. Sie hilft, den Lebensstandard im BU-Falle zu sichern. Davon profitieren der Arbeitnehmer selbst genauso wie Familienangehörige.

Damit die Versicherung im Ernstfall auch tatsächlich zahlt, müssen schon bei der Antragstellung die Weichen richtig gestellt werden. Dazu gehört vor allem die korrekte Beantwortung aller Gesundheitsfragen. Hier sollte der Kunde nichts verschweigen mit der Absicht, vielleicht einen günstigeren Tarif zu erhalten: Im Ernstfall kann es ihm passieren, dass die Versicherungen ihm überhaupt keine Leistungen zahlt. Begründung: Falsche Angaben im Gesundheitsfragebogen. Unzählige Fälle dieser Art sind bereits vor Gericht gelandet und wurden häufig zugunsten des BU-Anbieters entschieden.

Im Leistungsfall muss der Versicherte möglichst rasch Nachweise liefern. Dazu gehören ausführliche Berichte seiner Ärzte. In der Regel müssen die behandelnden Ärzte auch von der Schweigepflicht entbunden werden. Oft schalten die Versicherer ihrerseits Gutachter ein, um sich Klarheit zu verschaffen – immerhin geht es bei den fälligen Rentenzahlungen um viel Geld.

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Wer keine gute BU-Police hat, kann wechseln

Wer in seinem Vertrag die Klausel zur abstrakten Verweisung findet oder sehr hohe Beiträge zahlt, spielt vielleicht mit Wechselgedanken. Tatsächlich wird er bei einem Vergleich oft günstigere Angebote finden; allerdings muss er dann eine erneute Gesundheitsprüfung in Kauf nehmen. Ein Wechsel will also gut überlegt sein. Höheres Alter und zwischenzeitliche Erkrankungen machen eine neue private BU-Police oft zu keinem guten Geschäft.

Zumindest sollte die alte Versicherung erst dann gekündigt werden, wenn eine neue bereits abgeschlossen wurde. So besteht immer die Sicherheit, eine gültige private BU-Police zu besitzen.

Wer eine private Berufsunfähigkeitsversicherung neu abschließen oder wechseln möchte, bekommt Hilfe von unabhängigen Experten. Sie geben Tipps und Empfehlungen für einen optimalen BU-Schutz. Das lohnt sich, da es im Falle einer Berufsunfähigkeit meist um viel Geld geht.