Ohne private Berufsunfähigkeitsrente lebt man riskant

Nur die private Berufsunfähigkeitsrente schützt vor starken Einbußen

Jeder, der privat eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, versichert das Wichtigste, was er zur Sicherung des Lebensunterhalts besitzt: seine Arbeitskraft. Wer beispielsweise aufgrund von Krankheit, Unfall oder Kräfteschwund nicht mehr wie bisher arbeiten kann, muss mit dem Wegfall seiner Einkünfte rechnen. Nur eine private Berufsunfähigkeitsrente kann ihn dann schützen.

Vom Staat ist im Ernstfall wenig zu erwarten: Berufsunfähigkeitsrente bzw. Erwerbsminderungsrente fallen in der Regel niedrig aus und reichen nicht zur Sicherung des Lebensstandards. Die gesetzliche Rentenversicherung besteht außerdem auf der Möglichkeit, Versicherte auf andere Tätigkeiten zu verweisen. Dann spielt der erlernte Beruf plötzlich keine Rolle mehr. Hinzu kommen die Einkommenseinbußen. Eine private Berufsunfähigkeitsrente kann ein Rettungsanker in der Not sein. Aber nicht jede ist gut.

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Die Tücken von Berufsunfähigkeitsversicherungen

Die Versicherungsbedingungen sollten sehr genau gelesen werden. Oft steckt der Teufel im Detail. Schon ein kleiner Absatz kann verhindern, dass der Kunde im Ernstfall die private Berufsunfähigkeitsrente wirklich erhält. Einige wichtige Punkte, auf die jeder vor Vertragsabschluss achten sollte:

  • Beansprucht der Versicherer das Recht auf abstrakte Verweisung? Kann er also den Kunden auf andere Tätigkeiten verweisen (wie bei der gesetzlichen Rentenversicherung vorgesehen)?
  • Bietet der Versicherer die Möglichkeit, die Beiträge der privaten BU-Versicherung im Laufe des Lebens an neue Gegebenheiten anzupassen? (Stichwort: Nachversicherungen)
  • Besteht auch ohne neue Gesundheitsprüfung ein Recht auf Dynamik der Versicherungsbeiträge?
  • Werden Selbständige darauf hingewiesen, dass im Versicherungsfall eine mögliche „Umorganisation“ beim Betriebsablauf geprüft wird? Damit wollen Versicherungen erreichen, dass Kunden doch noch weiter erwerbstätig bleiben können.

Eine private Berufsunfähigkeitsrente ist fast zwingend nötig

Das Risiko einer Berufsunfähigkeit wird oft unterschätzt. Wer jung und gesund ist, denkt nicht daran, dass sich alles ändern kann – mit einem Schlag. Dabei wird statistisch gesehen jeder Vierte bis Fünfte von Berufsunfähigkeit betroffen.

Bei einem Kraftfahrer kann schon ein Bandscheibenvorfall genügen, dass er seinen Beruf aufgeben muss. Ein Soldat, der ein Fingergelenk verliert, kann dadurch bereits untauglich werden. Selbständige sind besonders gefährdet, da sie nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung sind und deshalb im Ernstfall häufig mit leeren Händen dastehen. Aber auch Studenten sind gut beraten, sich über die Absicherung ihrer Arbeitskraft frühzeitig Gedanken zu machen.

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Reichen denn die staatlichen Leistungen nicht aus?

Die Rentenreform 2001 brachte für die meisten gesetzlich Rentenversicherten einschneidende Änderungen. Nur für die vor dem 1. 1. 1961 Geborenen gibt es noch eine staatliche Berufsunfähigkeitsrente. Später Geborene müssen den Gürtel enger schnallen: Im Leistungsfall erhalten sie nur noch eine Erwerbsminderungsrente. In voller Höhe wird die auch nur dann ausgezahlt, wenn jemand nur noch weniger als drei Stunden arbeiten kann. Bei einer Arbeitsfähigkeit von drei bis sechs Stunden gibt es lediglich die halbe Erwerbsminderungsrente.

Hinzu kommt noch, dass diese „neue“ Rente gegenüber der „alten“ staatlichen BU-Rente um rund 30 Prozent gekürzt wurde.

Diese Fakten erklären, dass eine private Berufsunfähigkeitsrente ein dringend notwendiger Bestandteil der persönlichen Vorsorge sein sollte. Eine Beratung hierzu kann von unabhängigen Fachleuten erfolgen, die auch über die angesprochenen Tücken von BU-Versicherungen genau Bescheid wissen.