PKV / Krankenversicherung: Heftige Diskussion entbrannt

PKV – Hat diese Form der Krankenversicherung eine Zukunft?

Wie eine Bombe hat im Juni 2008 ein Vorstoß der Allianz und der Axa eingeschlagen. Die Krankenversicherung solle künftig eine Einheitsversicherung sein – egal ob privat oder gesetzlich. Das Geschäftsmodell der privaten Krankenversicherung (PKV) wurde damit grundlegend in Frage gestellt.

Im Gesundheitswesen kommt selten Einigkeit auf. Zu viele verschiedene Interessen sind zu berücksichtigen. Auf der einen Seite das System der Krankenversicherung mit seiner weltweit einmaligen Aufteilung in PKV und GKV (private und gesetzliche Krankenversicherung). Auf der anderen Seite die Ärzte und die Patienten sowie die Politik, welche Notkompromisse schließt, anstatt das System grundsätzlich zu überarbeiten. So unterschiedliche Meinungen wie im Juni 2008 kamen aber dennoch bislang selten zu Tage. Was war passiert? Nun, einige große Krankenversicherungen wie die Allianz und die Axa haben einen eigenen Vorschlag erarbeitet, wie es weiter gehen soll mit dem Gesundheitswesen.

Tarif-Check: Die besten PKV-Tarife
Meine Vorgaben für den Anbieter-Tarif-Vergleich
Bitte Versicherung wählen …
Ich interessiere mich für …
Stationäre Behandlung
Ambulante Behandlung
Zahnbehandlung
Selbstbeteiligung
Stempel Info Service

Krankenversicherung: Dualität von PKV und GKV überwinden?

Sie haben eine Art Grundversicherung vorgeschlagen, welche von PKV und GKV angeboten werden soll. Darüber hinaus könnte man dann noch Sonderleistungen kaufen, welche die private Krankenversicherung zur Verfügung stellt. Dieser eigentlich recht vernünftige Vorschlag, der langfristig die Dualität von GKV und PKV auflösen soll, hat aber jede Menge Gegner: Die kleinen, privaten Krankenversicherungen beispielsweise, die von der Vollversicherung leben, können sich dafür überhaupt nicht begeistern. Sie haben halt andere Interessen. Die gesetzlichen Krankenkassen, für die eine Überwindung der Zwei-Klassen-Medizin ja eigentlich nicht das schlechteste wäre, sind ebenfalls dagegen. Sie vermuten Geschäftemachereien mit Zusatzpolicen durch die private Krankenversicherung.

Patienten als Gewinner einer Reform der Krankenversicherung

Gewinner eines solchen Systems wären allerdings die gesetzlich versicherten Patienten – und das sind immerhin 90 Prozent der Versicherten in Deutschland. Sie würden davon profitieren, dass auch gut Verdienende und Beamte, die im Moment vor allem in der PKV versichert sind, ins Solidarsystem einzahlen. Und wenn es um die Zukunft der Krankenversicherung geht, dann sollten in erster Linie die Interessen der Patienten im Vordergrund stehen.

Vorsorge-News jetzt auch bei
Facebook, Twitter & Google+
+++ Berufsunfähigkeit & Dienstunfähigkeit: Übersicht aller Beiträge – Seit +++ Altersvorsorge: Indexfonds schlagen Rentenversicherung & Co. +++ Berufsunfähigkeitsversicherung: sinnvolle Kriterien für die Auswahl +++