Altersvorsorge: Auf die gesetzliche Rente ist nur bedingt Verlass

Warum die gesetzliche Rente nicht reicht

Die Lebenserwartung steigt, die Geburtenzahlen gehen zurück. Die Folge: Immer weniger Arbeitnehmer müssen für immer mehr Rentner aufkommen, die staatliche Rentenversicherung läuft aus dem Ruder. Dass private Altersvorsorge heutzutage unverzichtbar ist, weiß mittlerweile jeder. Doch welche Altersvorsorge ist empfehlenswert und wie lassen sich günstige Anbieter identifizieren? Und schließlich: Wie funktionieren Altersvorsorge-Fonds, Riester- oder Rürup-Rente?

In der Rente angekommen, will man all das genießen, wofür während des Arbeitslebens keine Zeit war. Doch reichen dafür die finanziellen Mittel? Nur, wenn man sich bereits in jungen Jahren mit dem Thema Altersvorsorge auseinandergesetzt hat.

Tarif-Check Altersvorsorge

Die besten Produkte von mehr als 40 Anbietern im Vergleich!

Kostenloser Infoservice:
Tarif-Vergleich Altersvorsorge anfordern …

Wer zahlt im Alter eigentlich meine Rente?

Schon heute stehen die sozialen Sicherungssysteme, allen voran die gesetzliche Rentenversicherung, vor erheblichen Problemen. Kein Wunder, werden die Zahlungen an die Rentner doch von immer weniger Beitragszahlern erbracht. Dabei stehen einem Rentner heute noch vier Erwerbsfähige gegenüber. Schon 2035 werden einem Rentenbezieher jedoch nur noch zwei Erwerbsfähige gegenüberstehen.

Niedrige Geburtenrate, höhere Lebenserwartung, niedriges Renteneintrittsalter – die Gründe für diese Entwicklung sind vielschichtig. Indes überschätzen viele die Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung zumeist deutlich: Zwei Drittel der Bundesbürger überschätzen ihre staatlichen Rentenansprüche, jeder Vierte sogar um über 50 Prozent.

Drohen weitere Rentenkürzungen und ein (noch) höheres Renteneintrittsalter?

Dass private Maßnahmen zur Altersvorsorge unverzichtbar sind, haben mittlerweile auch die Politiker verstanden. Das beitragsfinanzierte Umlageverfahren ist ja keine Altersvorsorge im eigentlichen Sinne: In die Staatskassen eingezahlte Beiträge werden postwendend an die aktuellen Rentenempfänger ausgezahlt. Vom Ansparen für die eigene Rente kann somit keine Rede sein. Außer Frage steht, dass ein Rentner nicht von zwei Arbeitnehmern finanziert werden kann. Das schon heute ächzende System des Umlageverfahrens wird ohne gravierende Einschnitte oder Anpassungen (Rentenkürzungen, weitere Anhebung des Rentenalters) auf Dauer nicht fortbestehen können. Der notwendige Umbau des staatlichen Altersvorsorge-Systems lässt jedoch weiter auf sich warten. Die schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre ist da allenfalls der viel zitierte Tropfen auf den heißen Stein.

Vorsorge-News jetzt auch bei
Facebook, Twitter & Google+
+++ Altersvorsorge: Indexfonds schlagen Rentenversicherung & Co. +++ Berufsunfähigkeitsversicherung: sinnvolle Kriterien für die Auswahl +++ Krankenversicherung: Gesetzlich oder privat ist keine Glaubenssache +++

Politik reagiert mit Förderungen von privater und betrieblicher Altersvorsorge

Auch wenn der Umbau der gesetzlichen Rentenversicherung weiter auf sich warten lässt. Mittlerweile existieren zahlreiche Maßnahmen zur Förderung der betrieblichen und privaten Altersvorsorge: Die Riester-Rente ist vor allem wegen ihrer hohen Zulagen attraktiv. Darauf sollte keiner verzichten. Familien profitieren gleich mehrfach, da sie neben der Grundzulage auch attraktive Kinderzulagen erhalten. Hingegen ist die Rürup-Rente aufgrund ihrer Steuerförderung eher für Freiberufler, Selbstständige oder Personen mit hohem Einkommen interessant. Last not least sind auch betriebliche Altersvorsorge-Modelle einen Blick wert, zumal Arbeitnehmer seit 2002 einen Rechtsanspruch auf eine betriebliche Altersversorgung haben.

— Mit Freunden teilen oder kommentieren