Private Krankenversicherung: Ärzte sparen bei Vorauszahlung Steuern

Ärzte können Vorauszahlungen für private Krankenversicherung als Sonderausgaben steuerlich absetzen

Privat versicherte Ärzte können bei der Steuer kräftig einsparen: Wenn sie Beiträge für die private Krankenversicherung vorauszahlen, können sie relativ hohe Summen als Sonderausgaben absetzen. Das lohnt sich vor allem für Ärzte, die unerwartet hohe Praxiseinnahmen haben.

Normalerweise folgt dem lachenden Gesicht über hohe Praxiseinnahmen ein weinendes Gesicht, wenn die drohende Steuerlast klar wird. Ärzte können aber auf legale Weise die Klippen einer hohen Belastung umsegeln. Der Trick: Sie können Vorschüsse auf ihre Basiskranken- und Pflegeversicherung leisten – und zwar bis zum Zweieinhalbfachen eines normalen Jahresbeitrags. Dieses Vorgehen ist völlig legal, aber bislang in Medizinerkreisen wenig bekannt.

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Ärzte können in einem Jahr 3,5 Jahresbeiträge für ihre private Krankenversicherung absetzen

Konkret bedeutet das für jeden Arzt, der eine private Krankenversicherung abgeschlossen hat: In einem einzigen Jahr kann er insgesamt 3,5 Jahresbeiträge als Sonderausgaben steuerlich absetzen. Zum normalen jährlichen Beitrag sind dabei die maximal möglichen zweieinhalbfachen Vorauszahlungen dazugerechnet. Logisch, dass ein solcher Betrag die Steuerlast erheblich mindert.

Ein weiterer Effekt tritt hinzu: In den beiden Folgejahren können Ärzte verstärkt andere Versicherungsprämien geltend machen. Bis zu 2.800 Euro pro Jahr können abgesetzt werden. Normalerweise wird diese Summe bereits durch Beiträge für die private Krankenversicherung beansprucht. Fallen diese aufgrund einer Vorauszahlung weg, so steht der Maximalbetrag für andere Prämien zur Verfügung: zum Beispiel für die Privathaftpflicht, BU-Versicherung oder auch eine Risikolebensversicherung.

5.900 Euro Steuerersparnis sind möglich

Eine Rechnung zeigt, dass die Steuersparnis beachtlich sein kann. Bei einem angenommenen Beitrag von 5.000 Euro jährlich für die private Krankenversicherung können Ärzte auf einen Streich 17.500 Euro steuerlich geltend machen.

Im Zeitraum von vier Jahren kommen 25.900 Euro an Sonderausgaben zusammen. Zu den 17.500 Euro für die private Krankenversicherung treten jährlich 2.800 Euro für andere Prämien hinzu. Zahlen Ärzte stattdessen ihre PKV-Beiträge jährlich, so kämen in vier Jahren nur 20.000 Euro Sonderausgaben zusammen.

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Kontakt mit Versicherung und Steuerberater ist empfehlenswert

Ärzte sollten allerdings nicht vorschnell zu diesem Steuersparmodell greifen. Wer innerhalb der vier Jahre seine private Krankenversicherung kündigen oder wechseln möchte, könnte über die erfolgte Vorauszahlung stolpern. In jedem Fall sollten Ärzte vor der Nutzung des Vorauszahlung-Modells mit ihrer Versicherung reden. Dabei können die genauen Modalitäten geklärt werden. Außerdem lässt sich manchmal ein Skonto auf die Vorauszahlungsbeiträge heraushandeln.

Auch ein Besuch beim Steuerberater kann nützlich sein. Er kann am besten abschätzen, ob sich das Steuerspar-Modell im Einzelfall wirklich lohnt. Denn nur bei deutlich erhöhten Einnahmen kann der hohe Spareffekt wirklich greifen.

 
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