Private Krankenversicherung: Analysten vergleichen Top-Tarife

Top-Tarife für private Krankenversicherung: Erst vergleichen, dann wählen

Wenn schon, denn schon, sagt sich mancher Verbraucher. Und greift für die eigene Gesundheit tief in die Tasche. Gerade die Top-Tarife der PKV nagen merklich am Portemonnaie. Dafür bieten sie Premium Qualität. Niemand sollte aber darauf verzichten, Angebote genau zu vergleichen. Analysten haben geprüft, welche private Krankenversicherung die besten Tarife bereithält.

Über 90 Prozent der Leistungen gesetzlicher Krankenkassen sind gesetzlich festgelegt. Der Handlungsspielraum der Kassen ist dementsprechend gering. Bei der PKV ist das anders: Sie bietet ein sehr umfangreiches Leistungsspektrum an. Es reicht vom einfachen Basistarif (Leistungen etwa wie bei den Kassen) bis hin zum Spitzentarif mit Einschluss vieler Errungenschaften, die das moderne Gesundheitswesen prägen. Solche Top-Tarife ermöglichen beispielsweise die Behandlung bei einem ausgewiesenen Spezialisten, der die neuesten medizinischen Methoden beherrscht.

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Gesucht: private Krankenversicherung mit bestem Top-Tarif

Welche private Krankenversicherung ist empfehlenswert? Auf der Pirsch nach den besten Angeboten untersuchten Focus-Money und das Analysehaus Franke und Bornberg aktuelle Top-Tarife in der PKV. Um diese optimal vergleichen zu können, definierten die Analysten drei Bewertungskriterien: Leistungsqualität, Höhe der Beiträge und Finanzstärke des Anbieters.

Die Leistungsqualität ging mit 40 Prozent in das Gesamtergebnis ein. Jeder Top-Tarif musste bestimmte Mindestanforderungen erfüllen:

  • Kostenerstattung für Heilpraktiker und Implantate,
  • stationäre Unterbringung im 1-Bett-Zimmer und
  • mindestens 80-prozentige Kostenübernahme von Zahnersatz.
Für die Bestnote reichte das aber längst nicht: Nur private Krankenversicherungen, die deutlich mehr Leistungen boten als der Durchschnitt, hatten Chancen auf den Sieg. Beim Vergleichen der Angebote bemühten sich die Analysten zudem um besondere Realitätsnähe: Sie gewichteten häufig benötigte Leistungen stärker als seltener genutzte.

Beim Vergleichen der Beiträge heißt es aufgepasst

Ebenfalls mit 40 Prozent schlug sich die Höhe der Beiträge im Gesamtergebnis nieder. Zum genauen Vergleichen der Angebote errechneten die Tester den Arbeitnehmeranteil für einen 35-jährigen Interessenten. Dabei berücksichtigten sie, dass sich Arbeitgeber nur bis zu einer bestimmten Grenze an den Beiträgen für die private Krankenversicherung beteiligen müssen. 2013 beträgt diese Höchstgrenze 287,44 Euro. Was im Ergebnis zählte, war die tatsächliche Endbelastung für den Arbeitnehmer.

Bleibt schließlich noch die Finanzstärke des Anbieters. Auch sie sollte man genau vergleichen: Besitzt eine private Krankenversicherung gute Bonität, lässt das auf längerfristige Beitragsstabilität hoffen. Angesichts explodierender Kosten im Gesundheitswesen und niedriger Zinsen auf den Kapitalmärkten ist es schon eine außergewöhnliche Leistung, das PKV-Schiff auf Kurs zu halten. 20 Prozent der Gesamtnote flossen in dieses Kriterium ein.

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Ganz vorne: Hallesche und Debeka

Zwei private Krankenversicherungen erreichten mit ihren Top-Tarifen die Note 1,6 und damit das beste Ergebnis im Test: Debeka (Tarif N, NC) und Hallesche (Tarif NK Bonus). Die Debeka punktete vor allem mit ihrer Finanzstärke und günstigen Beiträgen. Die Hallesche überzeugte in den Vergleichen mit hervorragenden Leistungen.

Beide Gesellschaften bieten in ihren Top-Tarifen

  • unbefristeten weltweiten Versicherungsschutz bei Auslandsaufenthalten,
  • komplette Übernahme stationärer Psychotherapie-Kosten,
  • Chefarztbehandlung und 1-Bett-Zimmer im Krankenhaus und
  • Leistungszusage für Implantate.
Die Hallesche erstattet außerdem
  • 100 Prozent der Kosten für Arzneimittel, Schutzimpfungen und Vorsorgeuntersuchungen,
  • 100 Prozent für Zahnersatz bis zu einem Rechnungsbetrag von 550 Euro (darüber: 75 Prozent),
  • 80 Prozent der Kosten für Heilmittel und
  • 100 Prozent der Kosten für Hilfsmittel.
Die Debeka übernimmt
  • über 80 Prozent der Kosten für Zahnersatz sowie
  • 90 Prozent bei Heil- und Hilfsmitteln bis zu einer maximalen Selbstbeteiligung von 400 Euro (darüber hinaus: 100 Prozent).
Fazit: Wem seine Gesundheit lieb und teuer ist, kann eine private Krankenversicherung mit einem Top-Tarif wählen. Beim Vergleichen und Entscheiden helfen Testergebnisse sowie Gespräche mit unabhängigen Beratern.