Private Krankenversicherung für Kinder: Das sollten Eltern wissen

Was Eltern zum Thema Private Krankenversicherung für Kinder wissen sollten

Eine private Krankenversicherung ist für Kinder Pflicht, wenn beide Elternteile bereits in der PKV sind. Die Eltern können allerdings frei entscheiden, ob die Versicherung über den Vater oder die Mutter läuft. Ist ein Elternteil privat und der andere gesetzlich versichert, gelten hingegen andere Regeln.

Wenn ein Kind nicht beitragsfrei in der gesetzlichen Krankenkasse mitversichert werden kann (Familienversicherung), dann müssen die Eltern für das Kind eine eigenständige Krankenversicherung abschließen. Ein Kind ist nicht familienversichert, wenn der mit dem Kind verwandte Ehegatte oder Lebenspartner des Mitglieds

  1. nicht Mitglied einer Krankenkasse ist und
  2. sein Gesamteinkommen regelmäßig im Monat ein Zwölftel der Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt und
  3. sein Gesamteinkommen regelmäßig höher als das Gesamteinkommen des Mitglieds ist.
Bei Renten wird der Zahlbetrag berücksichtigt.

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Was ist bei der Antragstellung zu beachten?

  • Neugeborene werden problemlos in die private Krankenversicherung Kind aufgenommen: Die Eltern müssen das Baby lediglich bei ihrem Versicherer anmelden. Es gibt keine Wartezeiten oder Risikozuschläge. Die Anmeldung muss aber innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt erfolgen.
  • Nach Ablauf der 2-Monatsfrist erfolgt eine Aufnahme in die private Krankenversicherung erst nach Risikoprüfung. Der Versicherer kann den Vertrag dann also auch ablehnen.
  • Kinder, die von der PKV nicht aufgenommen werden, müssen in der gesetzlichen Krankenversicherung als eigenständige Mitglieder versichert werden. Für sie müssen die Eltern also auch eigene Beiträge leisten. Dieser Beitrag beträgt pro Kind etwa 120 Euro monatlich (Stand: 2013).

Welche Tarife gibt es für Kinder?

Generell gilt für die private Krankenversicherung: Die Leistungen für Kinder orientieren sich am elterlichen Tarif. Manchmal sind Eltern mit dem Angebot ihres Versicherers für ihren Nachwuchs allerdings unzufrieden. Eine Lösung: Etliche PKV-Unternehmen bieten eine Alleinversicherung für Kinder an. Auch private Zusatzversicherungen sind eine Alternative.

Viele Versicherer haben ihre Tarife in den letzten Jahren kinderfreundlicher gestaltet. So gibt es zum Beispiel spezielle Kinder-Pakete. Diese enthalten beispielsweise höhere Leistungen für Kieferorthopädie. Auch für Hilfsmittel sehen die Policen mehr Geld vor. Das ist wichtig, da sich bei Kindern vieles schnell wandelt: Sie brauchen immer wieder größere Prothesen oder häufiger eine neue Brille, weil sich die Sehschärfe verändert.

Einige Tarife sehen besondere Optionen für einen Selbstbehalt vor. Häufig erhalten Eltern einen Rabatt auf die Beiträge für ihre Sprösslinge. Manche private Krankenversicherung übernimmt auch die Kosten für Rooming In. Damit kann bei einem Krankenhaus-Aufenthalt ein Elternteil im Zimmer des Kindes mit übernachten.

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Wie hoch sind die Versicherungsbeiträge für Kinder?

Die Monatsbeiträge hängen vom gewählten Versicherungstarif ab sowie vom Alter und Gesundheitszustand des Kindes. Generell fallen die Versicherungsbeiträge für Kinder deutlich günstiger aus als für Erwachsene. Melden Eltern ein Baby innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt an, entfallen sogar jegliche Risikozuschläge.

Welche Vor- und Nachteile hat eine private Krankenversicherung für Kinder?

Wichtigste Vorteile der privaten Krankenversicherung:

  • Die Leistungen sind individuell wählbar.
  • Einmal vereinbarte Leistungen sind dauerhaft garantiert.
  • Die Leistungen sind in der Regel höher als bei den gesetzlichen Krankenkassen. Sie umfassen zum Beispiel freie Arzt- und Krankenhauswahl (einschließlich Spezialkliniken) oder Zweibettzimmer im Krankenhaus.
Nachteile gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse:
  • Eltern müssen für jedes Kind einen eigenen Beitrag zahlen – unabhängig von ihrem Einkommen.
  • Wenn das Kind älter als zwei Monate ist, verlangen Privatversicherer einen Gesundheits-Check.
  • Bezieher von Kranken- oder Erziehungsgeld müssen die Beiträge in voller Höhe weiterzahlen.
  • Häusliche Krankenpflege und Haushaltshilfe gehören nicht immer zum Leistungsspektrum. Beides kann aber gerade für Familien mit Kindern wichtig sein.

 
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