Private Krankenversicherung: Im Alter wird’s oft teuer

Rasant steigende Beiträge zur privaten Krankenversicherung überfordern viele Versicherte im Alter

Kürzlich veröffentlichten wir Analyseergebnisse von Morgen & Morgen. Es ging um die Stabilität der PKV-Beiträge. Ergebnis: Die Unterschiede bei den Anbietern privater Krankenversicherungen sind enorm. Wie bedeutsam das Thema vor allem im Alter ist, zeigt jetzt ein Interview des „Handelsblatt“ mit dem Präsidenten des Verbandes der Versicherungsberater, Stefan Albers.

„Aus meiner Sicht sind steigende Beiträge im Alter das Hauptproblem der PKV. Explodierende Beiträge können im Alter existenzbedrohend sein.“ Lapidar und besorgniserregend zugleich: Mit zwei Sätzen bringt es Versicherungsberater-Chef Stefan Albers auf den Punkt. Er sieht Senioren den Versicherern oft hilflos ausgeliefert. Gerade deshalb seien frühzeitige Reaktionen wichtig. Albers gibt einige wichtige Tipps, wie die private Krankenversicherung im Alter gestaltet werden sollte.

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Tipps für Jüngere, damit sie im Alter Freude an der privaten Krankenversicherung haben

Jüngere Versicherte und insbesondere Neukunden haben verschiedene Möglichkeiten, für eine günstige private Krankenversorgung im Alter vorzusorgen. Nach den Erfahrungen des Verbandspräsidenten ist es wichtig, auf die Stabilität der Tarifbeiträge in der Vergangenheit zu achten. Tendenziell erweisen sich solche Tarife auch in der Zukunft als stabil. Dabei sollten singuläre Tarifwerke bevorzugt werden. Bei Versicherern mit vielen gegliederten Tarifen kann es schnell zu Verschiebungen innerhalb der Tarife kommen; unerwartet starke Beitragserhöhungen sind manchmal die Folge. Bis zum Alter von etwa 40 Jahren kann sich auch der Wechsel in einen stabilen Tarif eines anderen Versicherers lohnen.

Beiträge der privaten Krankenversicherung steigen zwei- bis dreimal schneller als in der GKV

Schwieriger erscheint dem Verbandspräsidenten die Situation für Mitglieder, die schon sehr lange dabei sind: Ihre private Krankenversicherung erweist sich im Alter oft als Klotz am Bein. Gründe für drastische Beitragserhöhungen gibt es genug. Die PKV kann nicht einfach Leistungen reduzieren. Steigende Kosten können auch nicht durch staatliche Unterstützung aufgefangen werden wie in der GKV. Folge: Die Beiträge von privat Versicherten steigen zwei- bis dreimal so stark an wie in der GKV. Manchem Privatpatienten bleibt da nur noch der Wechsel in die GKV. Das geht aber nur bis zum Alter von 55 Jahren und unter ganz bestimmten Voraussetzungen, zum Beispiel bei Arbeitslosigkeit oder deutlichem Minderverdienst im Job.

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Auch ältere Versicherte müssen nicht verzweifeln

Oft bleibt nur noch die Möglichkeit des Tarifwechsels, um im Alter eine günstige private Krankenversicherung zu haben. Das will aber wohlbedacht sein. Albers empfiehlt den Wechselwilligen eine sorgfältige Prüfung zentraler Fragen im Vorfeld: Drohen bei einem günstigeren Tarif Deckungslücken? Und könnten dort die Beiträge in naher Zukunft ebenfalls angehoben werden? Dann ergäbe sich nämlich schlimmstenfalls ein „Tarifhopping“ zu immer billigeren Varianten mit Leistungseinbußen.

Tipp für alle Wechselinteressenten: Prüfen Sie auch einmal die Variante „Basistarif“! Die Leistungen, aber auch die Beiträge orientieren sich dann an der gesetzlichen Versicherung – für manchen ein Rettungsanker in der Not.

 
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