Private Krankenversicherung: Verbraucherzentrale übt Kritik

Private Krankenversicherung im Visier der Verbraucherzentrale

Nichtversicherte haben ein Rückkehrrecht in die private Krankenversicherung. Das schreibt die Gesetzgebung nach der Gesundheitsreform vor. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg bezweifelt allerdings, dass die privaten Krankenversicherungen ihr Verhalten dem anpassen.

Es ist der so genannte Standardtarif, in den die privaten Krankenversicherungen Rückkehrwillige aufnehmen müssen. Er entspricht in Sachen Leistung und Beitrag weitgehend den Bedingungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Ab 2009 - mit Einführung des Gesundheitsfonds - werden die so privat Versicherten dann in einen vergleichbaren Tarif übernommen - in den so genannten Basistarif. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg arbeiten einige Privatversicherer hier allerdings bewusst mit falschen Aussagen.

Tarif-Check: Die besten PKV-Tarife
Meine Vorgaben für den Anbieter-Tarif-Vergleich
Bitte Versicherung wählen …
Ich interessiere mich für …
Stationäre Behandlung
Ambulante Behandlung
Zahnbehandlung
Selbstbeteiligung
Stempel Info Service

Verbraucherzentrale: Private Krankenversicherung informiert nicht richtig

So wird von der Verbraucherzentrale über Fälle berichtet, in denen die Anträge auf eine private Krankenversicherung zwar angenommen wurden - allerdings wurden gleichzeitig hohe Zuschläge in Aussicht gestellt. Das widerspricht dem Sinn des Gesetzes, welches Zuschläge und auch eine Gesundheitsprüfung ausdrücklich ausschließt. In anderen Fällen wurde die Erbringung von Leistungen erst nach Ablauf von drei Monaten in Aussicht gestellt. Oder es wurde behauptet, dass die Pflicht zur Annahme von Anträgen der Nichtversicherten erst in 2009 bestünde. Letztlich hat die Patientenberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg auch beobachtet, dass die Bearbeitung der Anträge unverhältnismäßig lange braucht.

Hartnäckigkeit zahlt sich nach Ansicht der Verbraucherzentrale aus

„Private Krankenversicherungen scheinen zu versuchen, den Anteil von Kunden, die wie vom Gesetzgeber vorgeschrieben ohne Gesundheitsprüfung und Risikozuschläge zum Standardtarif versichert werden, so gering wie möglich zu halten“, vermutet Julia Nill von der unabhängigen Patientenberatung der Verbraucherzentrale. Ihre Empfehlung: Sich nicht abschrecken lassen und hartnäckig bleiben. Es ist letztlich die Verpflichtung der privaten Krankenversicherung, den Patienten zu gesetzlich vorgeschriebenen Bedingungen aufzunehmen. Schließlich ist es auch das Ziel der Gesundheitsreform gewesen, die Hunderttausende von Nichtversicherten auf eine Anzahl von nahezu null zu reduzieren.

Vorsorge-News jetzt auch bei
Facebook, Twitter & Google+
+++ Berufsunfähigkeit & Dienstunfähigkeit: Übersicht aller Beiträge – Seit +++ Altersvorsorge: Indexfonds schlagen Rentenversicherung & Co. +++ Berufsunfähigkeitsversicherung: sinnvolle Kriterien für die Auswahl +++