Private Krankenversicherung / Focus: Leistung wird öfter verweigert

Private Krankenversicherung: Wenn Leistung verweigert wird

Wer in der privaten Krankenversicherung (PKV) Mitglied ist, hat eine bessere Versorgung zu erwarten als Kassenpatienten. Das ist ein offenes Geheimnis. Allerdings gibt es auch Grenzen. Immer häufiger sagen die privaten Versicherungen „nein“ zu den Rechnungen, die die Patienten einreichen.

Unter der Überschrift „Knauseriger als manche Kasse“ hat das Magazin Focus einen Beitrag veröffentlicht, der die „Zahlungsmoral“ der privaten Krankenversicherungen beleuchtet. Ergebnis: Immer häufiger verweigern die Versicherungen die vollständige Übernahme von Arztkosten. Jede Menge Mitarbeiter in den privaten Krankenversicherungen sind damit beschäftigt, eingehende, auffällige Rechnungen zu prüfen. Nach Focus-Angaben prüft die Allianz Private Krankenversicherung beispielsweise jede elfte Rechnung.

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Private Krankenversicherungen sparen Geld durch Rechnungsprüfung

Für die Versicherungen lohnt sich das allemal. So hat die DKV Versicherung allein im Jahr 2006 100 Millionen Euro dadurch gespart, dass sie nicht jede Rechnung unbesehen bezahlt hat. Das sei im Sinne aller Versicherten, so die private Krankenversicherung. Grundsätzlich gibt es Fälle, in denen der Versicherte wohl bewusst versucht, mehr abzurechnen. Aber sicher sind auch Grenzfälle dabei, in denen es der Versicherte nicht auf eine Gerichtsverhandlung ankommen lässt.

Wenn die Rechnungsprüfung der PKV über das Ziel hinaus schießt

Der Focus berichtet aber auch von einem Fall, in dem eine nicht konkret genannte private Krankenversicherung die Kosten für Operationen an den vier Nebenschilddrüsen nicht tragen wollte. Statt 1.795 Euro wurden nur 449 Euro beglichen. Argument: Man habe vier Mal das gleiche berechnet. Dass das wegen der Anzahl der beschädigten Nebenschilddrüsen absolut notwendig war, wollte man nicht einsehen. Es gab ein Jahr lang Papierkrieg. Erst dann war man zur Zahlung des Gesamtbetrags bereit. Hier war die für die Rechnungsprüfung zuständige Abteilung offenbar über das Ziel hinaus geschossen.

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