Private Krankenversicherung - Allianz mit mehr Abschlüssen

Private Krankenversicherung mit Potenzial?

Schadet die Diskussion um die Gesundheitsreform eigentlich der privaten Krankenversicherung? Insgesamt kamen weniger Abschlüsse in 2005 zustande. Bei der Allianz war das allerdings ganz anders.

Die anhaltende Diskussion um die Gesundheitsreform und die damit verbundene Verunsicherung der Bürger hat das Geschäftsjahr 2005 vieler Anbieter für private Krankenversicherungen geprägt. Trotzdem konnte beispielsweise die Allianz Private Krankenversicherungs-AG (APKV) das Neugeschäft insgesamt um 0,8 Prozent steigern, insbesondere das Neugeschäft in der Vollversicherung legte erstmals seit 2003 wieder zu. "Wir sind von der kapitalgedeckten Vollversicherung überzeugt", sagte der Vorstandsvorsitzende Ulrich Rumm auf der Jahrespressekonferenz in München.

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Mehr Beiträge durch Neugeschäft, aber weniger Versicherte

Die Beitragseinnahmen sind nach Angaben der Allianz um 0,7 Prozent auf drei Milliarden Euro gestiegen. Der Großteil der Zunahme geht dabei auf das Neugeschäft zurück. Hinzu kommen in kleinerem Umfang Beitragsanpassungen sowie der gesetzliche Beitragszuschlag. Der Bestand in der Vollversicherung ist bis zum Jahresende 2005 allerdings um 1,2 Prozent gesunken. In der Zusatzversicherung blieb der Bestand mit plus 0,3 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau. Die Zahl der versicherten Personen ging insgesamt geringfügig um 0,2 Prozent zurück und lag Ende 2005 bei knapp 2,4 Millionen Kunden.

Blockiert die Gesundheitsreform die private Krankenversicherung

Die Zahlen der Allianz zeigen das Potenzial der privaten Krankenversicherung. Ohne die Diskussion um die Gesundheitsreform, bei der die „Privaten“ von Ausbau bis Abschaffung eine gewichtige Rolle spielen, wären deutlich höhere Zuwachsraten möglich gewesen. In der gesamten Versicherungswirtschaft sind nämlich weniger Menschen der privaten Krankenversicherung beigetreten als in den Vorjahren. Das Potenzial, das sich aufgrund der Unzufriedenheit gesetzlich Versicherter theoretisch ergibt, konnte offenbar aufgrund der politischen Diskussion nicht genutzt werden.

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