Private Krankenversicherung: Reform erleichtert den Wechsel

Beim Wechsel zur privaten Krankenversicherung Kosten und Leistungen vergleichen

Jüngste Reformbeschlüsse der Regierung könnten den Wechsel zur privaten Krankenversicherung (PKV) attraktiver machen. Nach der Einführung von Arzneimittelrabatten rechnet die Branche zukünftig mit stabileren Beiträgen. Schon jetzt profitieren wechselbereite Kassenpatienten: Für sie verkürzt sich die Wartezeit von drei Jahren auf ein Jahr.

Beim Wechsel zur privaten Krankenversicherung Kosten und Leistungen vergleichenPrivate Krankenversicherung: Reform erleichtert den Wechsel

Reduzierte Leistungen und Zusatzbeiträge der Krankenkassen sorgen laut Umfragen für Unzufriedenheit und Unsicherheit bei gesetzlich Versicherten. Gut die Hälfte der Kassenmitglieder gibt an, sich bei drohenden Zusatzbeiträgen lieber privat versichern zu wollen. Die PKV lockt mit bevorzugter Behandlung und einem insgesamt höheren Leistungsniveau. Und selbst in punkto Kosten sind die Privaten in vielen Fällen besser als die Gesetzlichen.

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Wechsel lohnt oft für Doppelverdiener, Singles und Beamte

Der Wechsel in eine private Krankenversicherung kann nicht pauschal bestimmten Berufs- oder Einkommensgruppen empfohlen werden. Wichtiger sind die individuellen Lebensumstände: Familien sind oft in der Gesetzlichen gut aufgehoben, weil Kinder und Ehepartner dort kostenfrei mitversichert sind. Hingegen haben Doppelverdiener ohne Kinder gute Chancen, mit einer privaten Krankenversicherung Geld zu sparen. Ähnliches gilt für Singles mit gutem Einkommen. Auch Beamte oder Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes zahlen bei den privaten Krankenversicherern oft weniger.

Wer in die PKV wechseln will, kann dies jetzt bereits nach einem Jahr Wartezeit tun. Voraussetzung ist, dass das Monatseinkommen während dieser Zeit oberhalb der gesetzlichen Versicherungspflichtgrenze von 4.162,50 Euro (Stand: Oktober 2010) liegt. Zuvor hatten Kassenmitglieder eine dreijährige Wartezeit in Kauf nehmen müssen.

Chancen für Beitragsstabilität bei privaten Krankenversicherungen

Die Kosten für eine private Krankenversicherung werden von mehreren Faktoren bestimmt. Eine wichtige Rolle spielen das Alter des Versicherungsnehmers bei Vertragsabschluss, Vorerkrankungen und die individuelle Risikoeinschätzung des Versicherers. Da Privatversicherte je nach gewünschtem Versicherungsumfang verschiedene Leistungsbausteine kombinieren können, hängt die Prämienhöhe zusätzlich vom gewählten Tarif ab.

Daneben werden die Prämien von der allgemeinen Kostenentwicklung im Gesundheitswesen beeinflusst. Hier profitiert die PKV von der jüngsten Arzneimittelpreisreform: Danach erhalten die Privaten künftig dieselben Medikamentenrabatte wie die Krankenkassen. Die Versicherer erhoffen sich davon spürbare finanzielle Entlastungen. Bisher waren die Arzneimittelausgaben für die Krankenversicherungen einer der größten Kostentreiber. Nun sieht die PKV-Branche gute Chancen, die Beiträge stabil halten zu können.

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