Private Krankenversicherung: Sparen per Selbstbehalt

Wer eine private Krankenversicherung mit einem Selbstbehalt vereinbart, sollte genau nachrechnen

Wer eine private Krankenversicherung besitzt, kann den leider immer wieder auftretenden Beitragserhöhungen mit verschiedenen Mitteln begegnen. Eines der Mittel heißt Selbstbehalt. Dabei verpflichtet sich der Kunde vertraglich, einen bestimmten Teil der Behandlungskosten aus der eigenen Tasche zu zahlen. Das kann sich lohnen.

Ein Selbstbehalt wird meistens für ambulante Behandlungen gewählt. Auch die Einbeziehung von Arzneimitteln ist möglich. In anderen Leistungsbereichen sind Selbstbehalte eher selten. In jedem Fall sollten sich Privatpatienten zunächst einmal genau überlegen, ob sich eine Eigenbeteiligung an den anfallenden Kosten überhaupt rechnet. Dabei kann die Höhe der Beteiligung eine wichtige Rolle spielen.

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Angestellte sollten keinen hohen Selbstbehalt wählen

Liegt der Selbstbehalt nicht zu hoch, kann er eine attraktive Option zum Beitrags-Sparen sein. Beträge bis etwa 400 Euro pro Jahr reißen kein allzu tiefes Loch ins Portemonnaie; andererseits ist die monatliche Einsparung beim Versicherungsbeitrag spürbar. Wer eine private Krankenversicherung mit deutlich höheren Eigenbeteiligungen vereinbart, kann jedoch rasch ins Minus geraten. Vor allem Angestellte müssen genau rechnen: Der Arbeitgeber beteiligt sich zwar zur Hälfte am PKV-Beitrag, aber nicht am Selbstbehalt. Eine einfache Rechnung zeigt Festangestellten, ob sich ein Selbstbehalt lohnt:

½ Monatsbeitrag ohne Selbstbeteiligung
minus ½ Monatsbeitrag mit Selbstbeteiligung
minus monatliche Selbstbeteiligung
= monatliche Nettoersparnis

Selbstständige profitieren mehr

Selbstständige haben es „besser“, da sie sowohl den Arbeitnehmer- als auch den Arbeitgeberanteil selbst aufbringen. Folgerichtig profitieren sie von einem Selbstbehalt stärker: Er kommt ihnen zu hundert Prozent zugute. Bei ihnen sieht die Rechnung also so aus:

Zwölf Monatsbeiträge ohne Selbstbeteiligung
minus zwölf Monatsbeiträge mit Selbstbeteiligung
minus Selbstbeteiligung
= jährliche Nettoersparnis.

Allerdings sollten Selbstständige es nicht übertreiben: Wer einen zu hohen Selbstbehalt vereinbart, könnte bei längeren Krankheiten kräftig daran zu knabbern haben. Experten empfehlen, den Eigenanteil bei der privaten Krankenversicherung auf maximal 800 Euro pro Jahr zu begrenzen.

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Private Krankenversicherungen mögen keine Reduzierungen beim Selbstbehalt

Ein guter Tipp zuletzt: Die Steigerung des Eigenanteils ist im Allgemeinen problemlos möglich; umgekehrt entstehen aber oft Probleme. Viele Gesellschaften zeigen sich bei Änderungswünschen nach unten sehr störrisch. Dem Kunden kann sogar eine erneute Gesundheitsprüfung ins Haus stehen. Der wirksamste Schutz vor solchen Unliebsamkeiten besteht darin, zunächst nur einen niedrigen Selbstbehalt zu vereinbaren; erhöhen kann man dann später immer noch.

Fragen rund um die private Krankenversicherung und ihre Detailprobleme beantworten jederzeit auch Fachleute, die mit der Materie gut vertraut sind. Sie kennen alle Tücken und wissen genau, wie ein Kunde die beste private Krankenversicherung für sich und seine speziellen Bedürfnisse findet.

 
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