Die private Krankenversicherung bietet Tarife für jeden Geldbeutel

Teure Tarife müssen nicht sein: Private Krankenversicherung lässt sich an die Ansprüche anpassen

Jeder möchte nach neuesten medizinischen Standards versorgt werden. Wer dafür auch mehr ausgeben möchte, wählt eine private Krankenversicherung. Die Tarife hängen nicht vom Einkommen ab, sondern werden aufgrund mehrerer Faktoren individuell berechnet. Darüber hinaus unterscheidet sich eine private Krankenversicherung auch bei den Leistungen deutlich von der gesetzlichen.

Teure Tarife müssen nicht sein: Private Krankenversicherung lässt sich an die Ansprüche anpassenCheckliste: Tarifwahl in der privaten Krankenversicherung

Wer im Jahr mehr als 49.900 Euro (Stand: 2011) verdient, darf in die private Krankenversicherung wechseln. Beamten und Selbständigen steht sie immer offen – einkommensunabhängig. Die individuellen PKV-Tarife berechnen sich aus dem Alter und dem Gesundheitszustand. Bis 2013 spielt auch das Geschlecht noch eine Rolle. Für Familienangehörige müssen eigene Beiträge bezahlt werden. Wer Vorerkrankungen hat, muss mit einem Risikozuschlag rechnen. Im Extremfall wird der Antrag sogar abgelehnt; aber auch der Ausschluss bestimmter Krankheiten ist möglich.

Tarif-Check: Die besten PKV-Tarife
Meine Vorgaben für den Anbieter-Tarif-Vergleich
Bitte Versicherung wählen …
Ich interessiere mich für …
Stationäre Behandlung
Ambulante Behandlung
Zahnbehandlung
Selbstbeteiligung
Stempel Info Service

Worauf Kunden beim Vertragsabschluss achten sollten

Eine private Krankenversicherung lohnt sich vor allem dann, wenn ihre Vorteile voll ausgeschöpft werden. Der Kunde sollte sich vor Vertragsabschluss genau überlegen, was ihm besonders wichtig ist. Dabei sollten nicht nur die Tarife, sondern auch die Leistungen eine Rolle spielen. Einige Anregungen:

  • Chefarztbehandlung (ist meist Standard in der PKV)
  • Ein- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus (ebenfalls meist Standard)
  • Erstattung von Arztrechnungen mit mindestens dem 3,5-fachen der Gebührenordnung
  • Umfangreicher, möglichst offener Hilfsmittelkatalog (damit Patienten auch zukünftig vom medizinischen Fortschritt profitieren)
  • Möglichst unbegrenzte Erstattung psychotherapeutischer Behandlungen (mindestens 50 Sitzungen pro Jahr sollten es sein)
  • Option auf Höherversicherung während der Vertragslaufzeit (ohne erneute Gesundheitsprüfung)
  • Möglichst kein Ausschluss von Vorerkrankungen (anderenfalls können unkalkulierbare Kosten entstehen)
  • Ausreichender Schutz bei Zahnbehandlungen
  • Gute Absicherung bei Auslandsreisen (Rücktransport, wenn „medizinisch sinnvoll“ – und nicht nur wenn „medizinisch notwendig“)

Was tun, wenn Tarife zu teuer werden?

Sehr gute Leistungen haben ihren Preis. Wer das Spektrum einer privaten Krankenversicherung voll ausschöpfen möchte, muss entsprechend tief in die Tasche greifen. Manchmal ändern sich aber die Lebensumstände; dann kann es schwierig werden, teure Tarife zu bezahlen. Hinzu kommen die ohnehin steigenden Kosten des Gesundheitswesens, von denen auch gesetzlich Versicherte nicht verschont werden. Bei ihnen kann der Staat jederzeit Leistungen einschränken, um die Kosten zu begrenzen; in der PKV können Kunden freiwillig entsprechende Vereinbarungen mit ihrem Versicherer treffen. So ist jederzeit ein Wechsel in günstigere Tarife möglich. Um eine erneute Gesundheitsprüfung zu vermeiden, sollte man beim gleichen Anbieter bleiben.

Sinkt das Bruttoeinkommen unter 49.900 Euro jährlich, können Arbeitnehmer auch in die gesetzliche Krankenkasse zurückkehren. Arbeitslose kommen automatisch zurück, können aber eine Anwartschaft auf die private Krankenversicherung behalten. Ab dem 55. Lebensjahr besteht allerdings grundsätzlich für keinen mehr die Möglichkeit, in die gesetzliche Kasse zurückzukehren.

Vorsorge-News jetzt auch bei
Facebook, Twitter & Google+
+++ Berufsunfähigkeit & Dienstunfähigkeit: Übersicht aller Beiträge – Seit +++ Altersvorsorge: Indexfonds schlagen Rentenversicherung & Co. +++ Berufsunfähigkeitsversicherung: sinnvolle Kriterien für die Auswahl +++

Der Basistarif: private Krankenversicherung auf Sparflamme

Seit 2009 gibt es ein weiteres Hintertürchen für alle, denen die private Krankenversicherung zu teuer wird: der so genannte Basistarif. Er ist vor allem eine Option für Kunden, die hohe Risikozuschläge bezahlen oder die keinen Ausschluss von Vorerkrankungen möchten. Der Beitrag entspricht meist dem Höchstsatz der gesetzlichen Kassen: 2011 sind das 574,44 Euro. Auch die Leistungen des Basistarifs orientieren sich an der gesetzlichen Versicherung. So dürfen Privatversicherte sich nicht wundern, wenn Zuzahlungen und Praxisgebühren anfallen.

Die Entscheidung für oder gegen eine private Krankenversicherung fällt vielen schwer. Unabhängige Fachleute helfen gern bei dem Entscheidungsprozess. Sie wägen Tarife und Leistungen genau gegeneinander ab. Auf ihren Rat sollte keiner verzichten, dem die Erhaltung seiner Gesundheit am Herzen (und am Geldbeutel) liegt.