Morgen & Morgen: Beitragsstabilität der PKV im Test

Private Krankenversicherung: Testsieger ist die HanseMerkur

Viele privat Versicherte haben es dieses Jahr und auch schon im letzten Jahr gespürt: Die Beiträge der privaten Krankenversicherung sind teilweise drastisch gestiegen. Aber es gibt sie dennoch: günstige Versicherer, die mit geringen Beitragsanpassungen und hochwertigen Leistungen punkten.

Mal mehr, mal weniger rasant: Beiträge der Privaten Krankenversicherung ziehen 2010 kräftig anPrivate Krankenversicherung: Beitragssprünge und Tarif-Schnäppchen

Das Analysehaus Morgen & Morgen hat die diesjährigen Beitragsstabilitäts-Ratings vorgelegt. Die beiden wichtigsten Erkenntnisse: 2010 haben die privaten Krankenversicherungen ihre Beiträge überproportional angehoben. Und: Der Umfang der Erhöhungen schwankt zwischen den Versicherungen (und oft auch intern bei den verschiedenen Tarifen) ganz erheblich. Die Gründe dürften unter anderem darin liegen, dass angesparte Altersrückstellungen bei einem Versicherungswechsel mittlerweile mitgenommen werden dürfen. Diese so genannte Portabilität gilt für alle ab 1.1. 2009 abgeschlossenen Verträge in der PKV, unter bestimmten Bedingungen auch für Altverträge.

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Private Krankenversicherung erhöht Beiträge um 0,7 Prozent – oder um 11,6 Prozent

Die privaten Anbieter sehen sich also gezwungen, eventuelle Portabilitätsverluste gleich in den Tarif einzurechnen. Die Ergebnisse der Rechenbemühungen sehen überraschend vielschichtig aus: In den letzten 10 Jahren hat die günstigste private Krankenversicherung ihre Tarife bei den Frauen durchschnittlich pro Jahr um 0,7 Prozent erhöht. Der ungünstigste Versicherer schlug im Schnitt jährlich satte 7,35 Prozent auf. Bei den Männern ist die Spannbreite bei den Tarifanpassungen noch höher: von 1,3 bis 11,6 Prozent stiegen je nach Anbieter die Beiträge zwischen 2000 und 2010 – pro Jahr, wohlgemerkt.

HanseMerkur: Testsieger bei den Männern und ...

Mit einem umfangreichen Ratingverfahren berechnete Morgen & Morgen die privaten Krankenversicherungen, die mit hoher Konstanz der Beiträge punkten. Bei den Männern schnitt die HanseMerkur Krankenversicherung AG am besten ab. Dahinter platzierten sich die DEVK Krankenversicherungs-AG und die DKV. Auf Rang vier und fünf folgten AXA und HUK Coburg. Die geringsten absoluten Zahlbeträge hatten dabei übrigens die DKV und die AXA. Die Gesamtbeiträge lagen hier zwischen 330 und 360 Euro inklusive Pflegeversicherung. Die Angaben beziehen sich auf einen Mann mit durchschnittlichen Versicherungsleistungen, der mit 35 Jahren in die Versicherung eintritt.

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... Testsieger bei den Frauen

Welche private Krankenversicherung erwies sich nun bei den Frauen als besonders beitragsstabil? Wieder lag die HanseMerkur Krankenversicherung AG vorn. Dahinter platzierten sich DKV, HUK Coburg, DEVK und die UKV-Union Krankenversicherung AG. Die günstigsten Beiträge hatten DKV und HUK-Coburg mit 450 bis 470 Euro. Bei den Frauen lagen die durchschnittlichen Tariferhöhungen in den letzten zehn Jahren bei 4,2 Prozent jährlich. Die Männer hingegen mussten jedes Jahr im Schnitt 5,6 Prozent zulegen. Nach Ansicht der Analysten spielt dabei die gesündere Lebensweise vieler Frauen eine Rolle. Zum anderen aber wurden vom Gesetzgeber Kosten für Schwangerschaft und Geburt auch auf die männlichen Versicherten umgelegt. Der Protest der Männer gegen das ungewollte „Kinderkriegen“ verhallte bislang ungehört.