Private Krankenversicherung: Gleichbehandlungsgesetz hat Folgen

Private Krankenversicherung und das Gleichbehandlungsgesetz

Das neue Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz hinterlässt seine Spuren in vielen Bereichen des Lebens. Auch wer in einer privaten Krankenversicherung Mitglied ist, muss sich auf Änderungen einstellen.

Aufgrund des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes dürfen Frauen nicht mit höheren Beiträgen in der privaten Krankenversicherung belastet werden, weil sie in Zusammenhang mit Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit höhere Gesundheitskosten verursachen. Im Moment ist das jedoch noch der Fall: Die Beiträge für Frauen liegen um rund 30% höher als bei den Männern. Damit soll ab dem 1. Januar 2008 Schluss sein.

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Beiträge zur privaten Krankenversicherung werden angeglichen

Konkret werden Männer ab Beginn des nächsten Jahres höhere und Frauen niedrigere Beiträge zu zahlen haben. Inwieweit Frauen dann exakt genau so viel wie Männer zahlen werden, ist noch nicht geklärt. Das Problem: Auch andere Faktoren, die nichts mit der Geburt von Kindern zu tun haben, könnten höhere Gesundheitskosten bei Frauen bewirken. In erster Linie gilt das für die höhere Lebenserwartung. Sollte sich dieser Faktor tatsächlich Kosten treibend auswirken - wovon auszugehen ist - wären höhere Beiträge - wenn auch in Maßen - weiter gerechtfertigt.

Für Ehepaare werden die Auswirkungen wohl kostenneutral sein

Hauptleidtragende der Tarifänderungen sind somit Haushalte, in denen ausschließlich Männer wohnen wie beispielsweise auch Single-Haushalte. Das gilt insbesondere für 20-40-jährige verbeamtete Männer, denn dieser Gruppe stehen besonders viele Frauen gegenüber. Alleinstehende Frauen profitieren dagegen von der Regelung, während die Auswirkung bei Ehepaaren (verschiedenen Geschlechts) kostenneutral sein dürfte. Bislang haben sich die zum Teil massiven Änderungen kaum herumgesprochen. Spätestens Ende des Jahres dürften die privaten Krankenversicherungen jedoch Informationsschreiben an ihre Versicherten senden.

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