Private Krankenversicherung: Viele Leistungen können sich sehen lassen

Die private Krankenversicherung will ihre Kunden durch konstant gute Leistungen überzeugen

Nicht jedem öffnet die private Krankenversicherung ihre Türen. Wer aber eintreten darf, sollte eine Mitgliedschaft in Erwägung ziehen. Die Leistungen sind in vielen Bereichen deutlich besser als bei den gesetzlichen Kassen. Der Umfang der gebotenen Leistungen hängt naturgemäß sehr stark vom gewählten Tarif ab.

Beamten und Selbstständigen steht die Tür zur privaten Krankenversicherung in der Regel weit offen. Bei Angestellten sieht das schon anders aus: Nur bei einem Jahresbruttoeinkommen von über 50.850 Euro jährlich öffnen sich die Pforten zur Privatversicherung. Wer weniger verdient, muss draußen bleiben. Um im Einzelfall abzuwägen, ob die private oder gesetzliche Krankenversicherung günstiger ist, muss man zunächst einmal das Leistungsspektrum der PKV kennen.

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Privatpatienten genießen besondere Freiheiten

Die Vorteile eines privat versicherten Kunden beginnen bereits, wenn er eine passende medizinische Behandlung sucht. Eine private Krankenversicherung gewährt im Allgemeinen freie Auswahl unter allen Ärzten, Zahnärzten und Krankenhäusern. Bei einer Schnupfenbehandlung spielt das keine große Rolle; bei seltenen Krankheiten kann das aber zu einem wichtigen Faktor werden. Schwierige Behandlungen und Eingriffe sollten besser von Spezialisten gemacht werden, die über genügend Erfahrung verfügen. So können Privatpatienten nicht nur eine Spezialklinik ihrer Wahl aufsuchen; in vielen Tarifen ist darüber hinaus auch die Behandlung durch den Chefarzt vereinbar. Für angenehmen Komfort beim Gesundwerden ist meistens auch gesorgt: Typische Leistungen von privaten Krankenversicherern sind Ein- oder Zweibettzimmer bei einer stationären Behandlung.

Private Krankenversicherung erstattet höhere Arzthonorare

Besonders qualifizierte Ärzte nehmen gerne ein etwas höheres Honorar. Für Privatpatienten ist das weniger problematisch als für Kassenpatienten – letztere müssten nämlich notfalls selbst für die Mehrkosten aufkommen. Eine private Krankenversicherung übernimmt dagegen meist die Kosten bis zum 2,3-fachen Satz der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte). Zahnärzte verlangen häufig noch höhere Sätze; Privatpatienten bekommen deshalb oft den 3,5-fachen Satz der GOZ (Gebührenordnung für Zahnärzte) erstattet. Noch höhere Gebühren dürfen Ärzte nur aufgrund einer besonderen Honorarvereinbarung berechnen; Leistungen für solche Fälle werden lediglich in wenigen Privat-Tarifen zugesagt.

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Bessere Leistungen in vielen Bereichen

Generell ist die Kostenübernahme der privaten Versicherung auch bei Medikamenten, Untersuchungen und Behandlungen umfangreicher als bei gesetzlich Versicherten. Oft sind auch Rechnungen von Heilpraktikern erstattungsfähig – zumindest innerhalb bestimmter Grenzen. Zahnbehandlungen werden meist zu 100 Prozent übernommen; bei Zahnersatz liegen die Leistungen etwa bei 50 bis 80 Prozent der Rechnungssumme.

Auch bei Heilmitteln zeigen sich private Krankenversicherungen durchweg generöser als die gesetzlichen Kassen. Ob Massagen, Krankengymnastik oder Ergotherapie: Erstattungen von 80 bis 100 Prozent sind durchaus üblich! Außerdem entfallen für Privatpatienten eventuelle Zuzahlungen, wie sie Kassenpatienten oft leisten müssen.

Ein besonderes Kapitel sind die so genannten Hilfsmittel. Darunter versteht man alle Gegenstände, die eine Behinderung möglichst ausgleichen oder generell einen Heilungsprozess beschleunigen. Zu den Hilfsmitteln zählen beispielweise:

  • Gehstützen,
  • Gummistrümpfe und Einlagen,
  • Krankenfahrstühle,
  • Sehhilfen wie Brillen oder Kontaktlinsen,
  • orthopädische Schuhe,
  • Herzschrittmacher oder auch
  • Blutzucker- und Blutdruckmessgeräte.
Generell beteiligen sich Privatversicherer an Hilfsmitteln stärker als die gesetzlichen Kassen. Dabei heißt es aber dennoch aufgepasst: Viele PKV-Unternehmen zählen bei ihren Leistungen genau die erstattungsfähigen Hilfsmittel auf. Dabei handelt es sich dann um so genannte „geschlossene Kataloge“.

Günstiger für den Kunden sind im Allgemeinen aber „offene Kataloge“, bei denen also keine einzelnen Hilfsmittel aufgezählt werden. Patienten können dann am medizinischen Fortschritt teilnehmen und neu entwickelte Hilfsmittel nutzen.

Private vs. gesetzliche Krankenversicherung: Experten beraten

Auch wenn die private Krankenversicherung generell bessere Leistungen als die gesetzliche Krankenkasse bietet, sollten Kunden auch einige Vorteile der gesetzlichen Krankenversicherung kennen:

  • Oft werden häusliche Krankenpflege und Haushaltshilfen übernommen;
  • Kinder und nicht arbeitende Ehepartner müssen keinen eigenen Beitrag zahlen;
  • die Übernahme psychotherapeutischer Behandlungen ist oft unproblematischer als in PKV.
In einigen Fällen kann eine gesetzliche Krankenversicherung sogar die bessere Wahl sein. In der Regel aber punkten die privaten Versicherer durch ihre besseren Leistungen. Kunden sollten allerdings darauf achten, nicht auf billige Lockangebote hereinzufallen, deren Leistungen drastisch abgespeckt sind. Am besten zieht man einen fachkundigen Experten zu Rate, der mit der Materie gut vertraut ist.

 
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