Private Krankenversicherung: Vorsicht bei Kündigung

Private Krankenversicherung: Vorsicht bei Kündigung

Wer seine private Krankenversicherung kündigt, steht im schlechtesten Fall später ohne Versicherungsschutz da. Denn zur Wiederaufnahme ist der private Versicherer nur innerhalb von drei Monaten nach Kündigung verpflichtet.

Gerade Kleinunternehmer und Selbstständige sind häufig privat, und nicht gesetzlich versichert. Sie genießen dadurch nicht nur ein verbessertes Leistungsangebot, sondern profitieren in der Regel auch von günstigeren Beiträgen. Wenn es aber beruflich Probleme gibt, wird die Versicherung dann unter Umständen gekündigt. Mit teils verheerenden Konsequenzen: Die gesetzliche Versicherung ist zur Aufnahme nicht bereit und der Privatanbieter kann nach Ablauf einer bestimmten Frist ebenfalls die Aufnahme verweigern.

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Weder privat noch gesetzlich: Mehr Menschen ohne Krankenversicherung

In einem aktuellen Urteil hat das Landgericht München entschieden, dass ein privater Krankenversicherer die Wiederaufnahme eines ehemals Versicherten ablehnen kann, wenn bereits mehr als drei Monate seit der Kündigung vergangenen sind. Darauf weist der Verlag für die deutsche Wirtschaft hin. Das sei einer der Gründe dafür, dass es in Deutschland mittlerweile schätzungsweise 300.000 Menschen ohne Krankenversicherung gäbe.

Die Verdienstgrenze für Familienversicherte nicht beachtet

Im vorliegenden Fall wollte ein ursprünglich privat Versicherter in der (gesetzlichen) Familienversicherung seiner Ehefrau unterkommen. Die Krankenkasse lehnte ein solches Begehren allerdings mit der Begründung ab, dass er die Einkommensgrenze für mitversicherte Familienangehörige überschreite. Da er gegen diese Entscheidung klagte und den Prozess abwartete, ging allerdings so viel Zeit ins Land, dass die Frist zur Wiedereingliederung in die private Krankenversicherung verstrich.

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