Private Krankenversicherung: Wechseln – oder was geht noch?

Hürdenlauf mit Tücken: Wird die private Krankenversicherung zu teuer, möchten viele wechseln

Nicht nur die „Gesetzliche“ stöhnt über explodierende Kosten. Auch die privaten Krankenversicherungen bekommen die Kostensteigerungen im Gesundheitswesen zu spüren – und reagieren mit teilweise kräftigen Tariferhöhungen. Für manchen Versicherungsnehmer kommt’s knüppeldick: Beitragserhöhungen im zweistelligen Bereich sind keine Seltenheit. Wer aber deshalb seine private Krankenversicherung wechseln möchte, hat einige Hürden zu überwinden.

Die privaten Krankenversicherungen haben nämlich zahlreiche Barrieren errichtet, um es Wechselwilligen möglichst schwer zu machen. In der Regel profitieren sie von älteren Verträgen mit umfangreichem Leistungsangebot und entsprechend hohem Tarif. Wird dem Kunden das alles zu teuer, muss er sich im Wirrwarr der Versicherungsbestimmungen mühsam zu einem neuen – und günstigeren – Tarifangebot durchhangeln. Der Wechsel in eine günstige private Krankenversicherung ist beileibe kein Zuckerschlecken, denn die Hürden der Versicherer sind hoch: Verlust sämtlicher Kapitalrückstellungen (bei Verträgen mit Abschluss vor 2009), teurere Tarife aufgrund des jetzigen Alters, neuer Gesundheitsfragebogen. Dennoch: Es gibt Alternativen.

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Was tun, wenn die private Krankenversicherung immer teurer wird?

Ein recht simples Vorgehen ist der Verzicht auf zu viele Extras. Nicht immer muss es das Einbettzimmer sein. So kann einiges gespart werden. Wenn das nicht ausreicht, kommt ein Tarifwechsel in Betracht. Dabei ist es nicht notwendig, den Anbieter der privaten Krankenversicherung zu wechseln. Es genügt eine so genannte „Umtarifierung“. Nach Paragraf 204 des Versicherungsvertragsgesetzes sind Privatversicherer grundsätzlich gezwungen, Tarifwechsel zu ermöglichen – ohne Reduzierung der Altersrückstellungen. Manchmal verlangen die Versicherer aber Risikozuschläge oder Wartezeiten. Zur Not bleibt auch noch der Wechsel in den Basistarif. Kosten und Leistungen orientieren sich in diesem Fall an der GKV. Mehr als den Höchstbeitrag zur GKV darf dann auch die Private nicht verlangen. Zurzeit sind das unter 600 Euro – für manchen eine günstige Variante.

Beim Wechseln der privaten Krankenversicherung kann ein Versicherungsberater hilfreich sein

Wenn das alles zu kompliziert klingt, wendet man sich am besten an einen zugelassenen Versicherungsberater. Der hat kraft Amtes die Aufgabe, seinen Auftraggeber – den Privatkunden – umfassend und objektiv zu beraten. Dazu gehört zum Beispiel auch die Information, dass ein privat Versicherter – allerdings nur unter ganz bestimmten Bedingungen – bis zu seinem 55. Lebensjahr in die GKV zurückwechseln kann. Ein Versicherungsberater darf auch keine Provisionen kassieren. Und er kann bei mangelhafter Beratungsleistung sogar schadenersatzpflichtig werden.

Wer sich also mit dem Gedanken trägt, seine Privatversicherung zu wechseln, sollte im Zweifelsfall die Kosten für einen Versicherungsberater auf sich nehmen. Das vereinbarte Honorar wird durch günstigere Versicherungsbeiträge oft schnell wieder ausgeglichen.

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