Rente wegen Berufsunfähigkeit: Nur bei korrekten Gesundheitsangaben

"Rente wegen Berufsunfähigkeit: ‘Tatbestand‘ Rückenbeschwerden"

Wer eine Versicherung gegen die Folgen von Berufsunfähigkeit abschließt, der sollte Rückenbeschwerden nicht verschweigen. Ansonsten setzt er seine Rente aufs Spiel. Das zeigen zwei aktuelle Gerichtsurteile.

Mit Rückenbeschwerden ist nicht zu spaßen. Diese Weisheit ist nicht nur aus medizinischer Sicht wichtig und betrifft zudem nicht nur die Gegenwart. Denn wer in den letzten Jahren mit Beschwerden am Rücken zu kämpfen hatte, kann auch Probleme mit seiner Berufsunfähigkeitsversicherung bekommen. Das gilt zumindest für den Fall, dass die Versicherung nach dem Rückenleiden abschlossen wurde. Wer diese nämlich versehentlich oder absichtlich verschwiegen hat, muss damit rechnen, dass der Anspruch auf Rente verloren geht.

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Rente gestrichen – Rückenbeschwerden waren gar nicht ausgeheilt

Das Landgericht Köln hat nämlich konkret am 30.4.2008 einer Versicherung Recht gegeben. Hier wurden Rückenbeschwerden zwar angegeben. Allerdings mit dem Hinweis, dass diese folgenlos ausgeheilt seien. Als den Versicherten das Schicksal der Berufsunfähigkeit ereilte – und das ausgerecht wegen Rückenbeschwerden – lehnte die Versicherung die Zahlung einer Rente ab. Zu Recht, meinten die Richter des Landgerichts Köln: Hier läge eine arglistige Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflichten vor.

Berufsunfähigkeit: Auch alte Beschwerden müssen mitgeteilt werden

Ein ähnlicher, aktueller Fall wurde ebenfalls zugunsten der Versicherung entschieden – am 23.04.2008 durch das Landgericht Verden. Der Versicherte hatte Rückenbeschwerden erst gar nicht erwähnt, als er die Versicherung gegen Berufsunfähigkeit abschloss. Das kostete ihn letztlich auch seine Rente. Denn die Richter beurteilten die Rückenbeschwerden als gravierende Vorerkrankung. Diese waren zwei Jahre vor der Antragstellung aufgetreten und hätten unbedingt angegeben werden müssen.

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