Riester-Banksparplan: Die Frage der richtigen Auszahlung

Besitzer von Riester-Banksparplänen sollten sich frühzeitig Gedanken über die Auszahlung machen

Wer einen Riester-Banksparplan besitzt, sollte sich einige Jahre vor Beginn der Rente schon einmal den Kopf zerbrechen – über die Auszahlung. Dabei gibt es nämlich Alternativen. Und nicht immer ist der vom Anbieter ausgewählte Weg der beste.

Riester-Banksparpläne gelten als sichere und flexible Vorsorge fürs Alter. Sie verzichten auf versteckte Kosten; dafür bieten sie definierte Zinssätze, die sich an überprüfbaren, nachvollziehbaren Kriterien orientieren. Häufig dient beispielsweise die Umlaufrendite als Bezugspunkt. Ein totaler Reinfall ist damit so gut wie ausgeschlossen – ein wichtiges Qualitätsmerkmal bei der privaten Altersvorsorge. Dank der riestertypischen Förderung kann sich auch die Rendite sehen lassen – selbst wenn die Anfangszinsen bei einem Riester-Banksparplan unter einem Prozent liegen können.

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Bankauszahlplan: Mit 85 Jahren kommt die Rente

Wer seinen Riester-Banksparplan bei Banken oder Sparkassen abgeschlossen hat, kann bei der Auszahlung zwischen zwei Varianten wählen. Die erste Möglichkeit besteht in einem Bankauszahlplan. Die Zinsen sind dabei in der Regel an einen variablen Referenzzins gebunden – das schließt willkürliche Änderungen aus. Meistens werden sie jeweils am Jahresende in einer Summe ausgezahlt – zusätzlich zu der fälligen Monatsrate.

Die Bankauszahlpläne gelten maximal bis zum 85. Lebensjahr – dann schließt sich in jedem Fall eine lebenslange Rentenversicherung an. Das Geld dafür wird von der Bank oder der Sparkasse bereits frühzeitig beiseite gelegt.

Sofortrente: Mit oder ohne Garantiezeit

Die zweite Auszahlungsmöglichkeit besteht in einer sofort beginnenden Rentenversicherung (Sofortrente). Beim überwiegenden Teil der Sparkassenangebote ist die Sofortrente mit einer Rentengarantiezeit von meist zehn Jahren versehen. Die Rente wird also in jedem Fall für die gesamte Zeit bezahlt; stirbt der Kunde vorzeitig, erhalten die Erben die Zahlungen. Das hört sich gut an, allerdings: Für Singles ist dieser Schutz eher sinnlos.

Manchen kommen da die Angebote der Volksbanken gerade recht: Sie erlauben meistens die Wahl, ob eine Rentengarantiezeit gewünscht wird oder nicht. Ein Verzicht auf diese Garantie erhöht die Sofortrente.

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Riester-Banksparpläne mit Sofortrenten liegen leicht im Vorteil

Die Entscheidung zwischen beiden Varianten ist nicht einfach. Die prognostizierten Überschussbeteiligungen der Sofortrenten sind zwar naturgemäß mit Vorsicht zu genießen – dennoch bieten Sofortrenten oft höhere Auszahlungen als die Bankauszahlpläne. Außerdem kann die ausgezahlte Rente in den Folgejahren eher ansteigen, während Bankauszahlpläne in ihren Zinsausschüttungen tendenziell sinken, da das Kapital abnimmt.

Wer bereit ist, Zeit und Mühe zu investieren, muss nicht bei seinem Anbieter bleiben. Er kann sein Erspartes auch zu einer anderen Bank tragen, wenn die Auszahlungsmöglichkeiten ihm dort günstiger erscheinen. Er kann aber auch direkt zu einem Versicherer wechseln – oder sogar zu einer Fondsgesellschaft. Die Suche ist allerdings langwierig und schwierig, da es bislang nur wenige übernahmewillige Anbieter gibt. Kunden können sich in allen Fragen rund um Riester-Banksparpläne auch an unabhängige Experten wenden, die mit dem Fachgebiet gut vertraut sind.

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