Riester-Rente: Auch attraktiv für Selbständige

Selbständige können direkt oder indirekt an den Vorteilen der Riester-Rente teilhaben

Die staatlich geförderte Riester-Rente besticht durch ihre Förderkombination aus Zulagen und Steuervorteilen. Auch Selbständige können von der Riester-Förderung profitieren. Die unterschiedlichen Zugangswege zu den Fördertöpfen führen dabei – direkt oder indirekt – stets über die gesetzliche Rentenversicherung.

Über 14 Millionen Verträge verdeutlichen den zunehmenden Stellenwert der Riester-Rente. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten wird diese Form der staatlich geförderten Altersvorsorge immer beliebter. Mehr und mehr Menschen setzen auf das Altersvorsorgeinstrument, das mehrere Förderbausteine in sich vereint. Bei der Aufzählung der förderfähigen Personengruppen bleiben Selbständige oftmals außen vor. Doch einige Gruppen von Selbständigen können durchaus in den Genuss der Riester-Förderung kommen.

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Selbständige Handwerksmeister können riestern

Eine große Gruppe von förderfähigen Selbständigen bilden all jene, die gesetzlich verpflichtet sind, in die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) einzuzahlen. Dazu zählen beispielsweise freiberufliche Erzieher und Lehrer sowie Pflegepersonen und Hebammen. Förderberechtigt sind auch selbständige Handwerksmeister. Sie sind 18 Jahre in der GRV pflichtversichert und können somit in dieser Zeit „riestern“. Wenn sie sich nach Ablauf der 18 Jahre von der Pflichtversicherung befreien lassen, können sie den Riester-Vertrag ohne Förderung weiterführen oder bis zum Rentenbeginn ruhen lassen. Bereits verbuchte Förderbeiträge bleiben natürlich erhalten.

Über die indirekte Förderberechtigung zur Riester-Rente

Selbständige können aber auch dann eine Riester-Rente erhalten, wenn sie nicht selbst in der GRV pflichtversichert sind. Hierbei ist Voraussetzung, dass der Ehegatte pflichtversichert ist und riestert. Diese indirekte Förderberechtigung ermöglicht gar die beitragsfreie Einrichtung und Fortführung eines Riester-Vertrags. Die „Anhängselverträge“ können damit ohne eigene Sparleistung voll aus der staatlichen Förderung gespeist werden.

Um die volle Förderung zu erhalten, muss der direkt förderberechtigte Ehegatte mindestens 4 Prozent seines Bruttovorjahreseinkommens in den eigenen Vertrag einzahlen. Wenn der Ehegatte unter diesem Mindesteigenbeitrag bleibt, dann wird die Zulage anteilig gekürzt.

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Versicherte der Künstlersozialkasse zählen zum förderfähigen Personenkreis

Selbständige Künstler und Publizisten, die in der Künstlersozialkasse (KSK) versichert sind, haben auch einen Anspruch auf die geförderte Rente. Als Versicherungsmitglied der KSK zahlen sie Pflichtbeiträge in die Rentenkasse und zählen damit – wie rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer – zum direkt förderfähigen Personenkreis.

Selbständige, die zusätzlich einen Minijob ausüben, können unter bestimmten Voraussetzungen in den förderberechtigten Personenkreis gelangen. Dazu müssen sie mit dem Arbeitgeber vereinbaren, dass sie auf die Versicherungsfreiheit in der GRV verzichten. Neben dem Zugang zur Förderung erwerben sie sich so auch Rentenanwartschaften in der GRV.

Tipp: Um die volle Förderung abzuschöpfen, sollten Selbständige einmal im Jahr ihren Vertrag unter die Lupe nehmen und prüfen, ob der Mindesteigenbeitrag angepasst werden muss. Bei der Auswahl des passenden Riester-Vertrages sollte man sich von einem professionellen Altersvorsorge-Berater unterstützen lassen.

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