Lohnenswerte Riester-Rente

Riester-Rente lohnt sich nach wie vor

Die Riester-Rente wird viel beworben. Auch wenn mancher skeptisch ist: Für viele Sparer ist das Produkt empfehlenswert. Und das nicht nur aus Mangel an Alternativen. Dank der staatlichen Förderung lohnt sich ein guter Vertrag fast immer. Leicht wird es dem Sparer aber nicht gemacht.

Kritiker werfen dem Staat vor, die Zulagen verbraucherfeindlich zu verwalten. Die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) gehört zur Deutschen Rentenversicherung Bund. Sie ist für die Überweisung der Zulagen verantwortlich. Das Problem: Die Förderungen werden erst einmal gezahlt, ohne dass die genauen Ansprüche abgeklopft werden. Erst nachträglich wird kontrolliert.

Waren die Zulagen zu hoch, wird zurückgebucht. Das ist innerhalb von vier Jahren erlaubt, passiert aber häufig auch noch später. Der Ärger der Sparer ist dementsprechend groß. Immerhin: Das Bundesfinanzministerium hat nun der ZfA automatische Rückbuchungen verboten, wenn die Beitragszeit mehr als vier Jahre zurückliegt.

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Chaotisch und unrentabel?

Die Riester-Rente als staatlich gefördertes Altersvorsorgeprodukt hat mit vielen hausgemachten Problemen zu kämpfen. Der unsensible, teilweise chaotische Umgang mit den Sparern seitens der Zulagenstelle ist nur eines davon. Kritiker bemängeln auch immer wieder eine magere Rentabilität. Lohnt sich die Mühe mit Riester überhaupt?

Wer die Riester-Rente auf ihre Alterstauglichkeit hin abklopft, sollte zunächst überlegen, welche Alternativen es überhaupt gibt. Eines steht fest: Private Altersvorsorge ist in den meisten Fällen unumgänglich. Altersrentner sind oft darauf angewiesen, ein Zusatzeinkommen zu haben. Nur so können sie bei niedrigen Rentenzahlungen ihren Lebensstandard erhalten.

Alternativen überzeugen selten

Gibt es überhaupt – alternativ zur viel gescholtenen Riester-Rente – eine verlässliche Grundvorsorge für das Alter? Eine kurze Übersicht:

  • Betriebliche Altersversorgung: Sie lohnt sich am ehesten, wenn der Arbeitgeber bei den Einzahlungen mitmacht.
  • Fonds- und Banksparpläne: Sie sichern in ihrer konventionellen Form keine lebenslange Rente. Fondssparpläne bergen überdies ein Verlustrisiko.
  • Rentenversicherung: Sie ist insofern mit der Riester-Rente vergleichbar, als laufende Zahlungen bis zum Tod garantiert sind. Es fehlen allerdings die staatlichen Förderungen.
  • Immobilien: Häuser sind eine gute Vorsorge fürs Alter, aber oft schwierig zu finanzieren. Bei staatlicher Riester-Förderung lohnt sich das Häuslebaue am ehesten. Entsprechende Bausparverträge (für den späteren Kauf oder Bau eines Hauses) oder Baudarlehen (für Sofortaktivitäten) liegen derzeit stark im Trend.

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Viele Familien kassieren jährlich mehr als 1.000 Euro Fördergeld

Riestern ist also nicht nur konkurrenzfähig, sondern lohnt sich oft mehr als andere Vorsorgeformen. Das können vor allem Familien bestätigen: Ein Ehepaar mit drei kleinen Kindern streicht pro Jahr 1.208 Euro an Zulagen ein. Denn für jeden Erwachsenen gibt es 154 Euro Grundzulage und für jedes ab 2008 geborene Kind 300 Euro. Für ältere Kinder zahlt Väterchen Staat immerhin noch 185 Euro jährlich.

In vielen Fällen profitieren Riester-Sparer von Steuervorteilen. Vor allem Gutverdiener ohne Kinder kommen auf einige Hundert Euro jährlich, die das Finanzamt zurückerstattet. Da lohnt sich das Riestern sogar für Singles oder kinderlose Paare.

So lohnt sich die Riester-Rente

Wie können Riester-Sparer das Beste herausholen? Eine kleine Checkliste:

  • Passenden Produkttyp wählen: Wer variabel bleiben will und nicht ans Bauen denkt, ist beispielsweise mit einem Riester-Banksparplan gut beraten.
  • Guten Vertrag aussuchen: Die Zeitschrift Finanztest veröffentlicht regelmäßig Testergebnisse mit besonders leistungsstarken Produkten.
  • Vertrag durchhalten: Frühzeitige Kündigungen lohnen sich selten. Wer einen schlechten Vertrag erwischt hat, sollte ihn eher beitragsfrei stellen.
  • Förderung beachten: Sparer sollten die Aktivitäten der ZfA genau im Auge behalten. Manchmal werden berechtigte Fördersummen nicht überwiesen. Bei Rückbuchungen von Fördergeldern nach mehr als vier Jahren sollten Sie Protest einlegen.