Riester-Rente: Viele Zulagenberechtigte haben niedriges Einkommen
Grundzulagen und Kinderzulagen machen die Riester-Rente vor allem für Geringverdiener attraktiv
Die Riester-Rente ist mittlerweile eine feste Größe in der privaten Altersvorsorge. Über 15 Millionen Verträge werden inzwischen gezählt. Die Riester-Rente ist zwar keineswegs nur für arme Leute gedacht, dennoch ist sie eine Domäne der Niedrig- und Mittelverdiener. Bemerkenswert: Die möglichen Zulagen werden derzeit nur teilweise ausgeschöpft.
154 Euro Grundzulage sind pro Sparer möglich, wenn er in einen Riester-Vertrag vier Prozent des Bruttoeinkommens einzahlt. Laut einer Statistik, die Mitte 2012 von der Deutsche Rentenversicherung Bund veröffentlicht wurde, kommen Männer auf durchschnittliche Grundzulagen in Höhe von etwa 121 Euro, Frauen auf immerhin etwa 130 Euro. Damit haben alle noch Luft nach oben. Hinzu treten oft noch Kinderzulagen: Sie betragen 300 Euro pro Kind ab Jahrgang 2008 beziehungsweise 185 Euro für früher geborene Kinder. Interessantes Detail: Rund 40 Prozent aller Zulagenempfänger bekommen auch Kinderzulage. Sie macht (pro geförderte Person) im Durchschnitt etwas über 300 Euro aus.
Fast jeder dritte Riester-Sparer verdient unter 10.000 Euro
Die Deutsche Rentenversicherung Bund veröffentlichte interessante Zahlen zu den Einkommensverhältnissen von zulagenberechtigten Sparern. Danach verfügt rund die Hälfte über ein Jahreseinkommen von bis zu 20.000 Euro – also in einem eher niedrigen Bereich. Es zeigt sich damit, dass die Riester-Rente besonders bei weniger vermögenden Menschen angekommen ist. Der Anteil echter Niedrigverdiener (bis 10.000 Euro Jahreseinkommen) beträgt immerhin rund 30 Prozent. Auf Personen mit einem Jahreseinkommen von über 50.000 Euro entfallen weniger als zehn Prozent der Riester-Sparer.
Riester sorgt für sichere Zusatzrente
Etwas unerfreulich ist der Blick auf die Renditen. Die anhaltende Niedrigzinsphase macht den Unternehmen schwer zu schaffen. Immerhin sind sie gesetzlich zu größtmöglicher Sicherheit und Liquidität bei den Anlagen verpflichtet. Das engt den Handlungsspielraum ein: Das meiste Geld fließt derzeit in Termingelder und Tagesgelder. Die beteiligten Kreditinstitute müssen alle über eine Einlagensicherung verfügen. Die einschränkenden Faktoren führen dazu, dass die Rendite aktuell nur bei mageren 0,5 Prozent liegt. Wenige Jahre zuvor tummelte sich die Rendite noch im Bereich der Vier-Prozent-Marke.
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Experten können Zulagenberechtigten gute Tipps geben
Nach wie vor dominieren Riester-Rentenversicherungen den Markt: Sie machen rund zwei Drittel aller Verträge aus – bei leicht abnehmender Tendenz. Investments mit rund 28 Prozent und Banken mit rund sieben Prozent zeigen stabile Anteile. Wohn-Riester wird dagegen immer beliebter: Gingen 2009 noch magere 2,5 Prozent aller Zulagen an Bausparverträge, waren es 2010 bereits 4,6 Prozent.
Über die richtigen Anlagestrategien rund um die Riester-Rente geben fachkundige Experten wichtige Tipps. Nach wie vor sind die Riester-Regularien aufgrund vieler Details stellenweise sehr undurchsichtig; Berater führen den interessierten Kunden sicher durch den Riester-Dschungel und empfehlen passende Verträge.
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