Rürup-Rente: Steuern sparen bei Einzahlung

Nicht nur Selbständige profitieren von Steuerersparnis mit Rürup-Rente

Im Schatten der berühmten Riester-Rente steht die etwas weniger bekannte Rürup-Rente. Vor allem für gutverdienende Menschen kann sie durchaus interessant sein. Die Beiträge zu dieser Altersvorsorge können in bestimmter Höhe von der Steuer abgesetzt werden. Der Vorteil der Rürup-Rente ist also in erster Linie ein Steuer-Vorteil.

Nicht nur Selbständige profitieren von Steuerersparnis mit Rürup-RenteRürup-Rente: Steuern sparen bei Einzahlung

Die Rürup-Rente wurde 2005 eingeführt und ist benannt nach dem Wirtschaftsfachmann Bert Rürup. Mit ihr sollen vor allem Selbständige und Freiberufler angesprochen werden, die beim Aufbau einer staatlich geförderten Altersvorsorge oft abseits stehen: Riester-Verträge und betriebliche Versorgung scheiden in den meisten Fällen bei ihnen aus. Inzwischen haben auch gutverdienende Arbeitnehmer und Beamte die so genannte „Basis-Rente“ für sich entdeckt. Sie nutzen sie häufig, wenn sie mehr sparen möchten als die geförderten Höchstbeiträge bei der Riester-Rente oder bei der betrieblichen Vorsorge.

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Wie funktioniert das mit dem Steuersparen bei der Rürup-Rente?

Alle einkommenssteuerpflichtigen Personen können von der Rürup-Rente profitieren. Maximal können 20.000 Euro Sparbeiträge jährlich als Sonderausgaben abgesetzt werden. Kleiner Wermutstropfen: Die vollen 20.000 Euro werden erst im Jahr 2025 erreicht. Bis dahin gilt eine Staffelung: Im Jahr 2005 waren 12.000 Euro von der Steuer absetzbar, das entspricht 60 Prozent des insgesamt möglichen Betrages. Pro Jahr kommen zwei Prozent (= 400 Euro) hinzu. 2011 sind also schon 14.400 Euro steuerlich begünstigt. Bei Ehepartnern gelten für die Beträge jeweils die doppelten Sätze. Ein Ehepaar kann also 2011 schon 28.800 Euro absetzen.

Zu beachten ist allerdings: Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, zur Landwirtschafts-Alterskasse oder zu berufsständischen Versorgungseinrichtungen werden mit aufaddiert; alle gezahlten Beiträge sind dann insgesamt bis zum Höchstbeitrag abzugsfähig.

Auszahlungen werden zunehmend besteuert

Frühestens ab dem 60. Lebensjahr beginnt die ersehnte Auszahlungs-Phase. Die Auszahlung findet in Form monatlicher Rentenbeträge statt – auf Lebenszeit. Damit einher geht die Besteuerung der Auszahlungen. 2005 mussten nur 50 Prozent der Auszahlungen versteuert werden. Pro Jahr kommen zwei Prozent hinzu. Ab 2020 (erreichter Prozentsatz: 80 Prozent) beträgt die Steigerung jährlich nur ein Prozent. Im Jahr 2040 werden dann die vollen hundert Prozent erreicht. Wer bereits nah an der Rente ist (ab 60 Jahre), kann sich auch eine Sofortrente nach Einmalzahlung sichern und kommt damit beim Finanzamt extra gut weg. Wird der Vertrag beispielsweise im Jahr 2011 geschlossen, so beträgt der Auszahlungs-Steuersatz dauerhaft nur 62 Prozent.

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Was man zur Rürup-Rente noch wissen sollte

Wer sich für den Abschluss einer Rürup-Rente interessiert, sollte einige wichtige Hinweise beachten.

  • Die Verträge sind nicht kündbar. Eine eventuelle Beitragsfreistellung ist erst möglich, wenn die vereinbarte Mindestrente erreicht ist – was durchaus etliche Jahre dauern kann.
  • Das eingezahlte Kapital ist nicht vererbbar und nicht verkaufbar.
  • Unisex-Tarife sind nicht gesetzlich vorgeschrieben. Frauen zahlen deshalb oft einen höheren Beitrag als Männer – für die gleiche Auszahlung im Alter.
  • Angebote gibt es entweder in Form der klassischen Rentenversicherung mit garantierter Verzinsung oder als fondsgebundene Variante, wobei oft unterschiedliche Garantiemodelle zu finden sind.

Fazit: Für Selbständige mit hohem Einkommen oder für ältere Gutverdiener ist Rürup eine interessante Option. Für alle anderen kann sich ein Abschluss in Einzelfällen ebenfalls lohnen, zum Beispiel um Steuern zu sparen und eine umfassendere Altersvorsorge zu haben. Am besten lässt sich das im Rahmen einer unverbindlichen Beratung über das Internet klären.

 
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