Rürup-Versicherungen: Gut für Selbstständige und Besserverdiener

Rürup: Die Altersvorsorge mit Steuerspar-Effekt für Selbstständige und Besserverdiener

Mit der Rürup-Rente können Freiberufler und Selbstständige ein Schnäppchen machen. Sie ist für diese Berufsgruppen häufig die einzige Chance, mithilfe staatlicher Förderungen für das Alter vorzusorgen. Die Steuersparmöglichkeiten sind beträchtlich. Genau das macht eine Rürup-Versicherung so attraktiv – auch für gut verdienende Angestellte.

Wer einen Rürup-Vertrag sein Eigen nennt, kann seine Einzahlungen in der Steuererklärung 2012 mit bis zu 14.800 Euro absetzen. Bei einem Steuersatz von 42 Prozent sind das satte 6.216 Euro; Ehepaare erhalten das Doppelte. Eine feine Sache, zumal das vom Staat „geschenkte Geld“ postwendend in persönliches Vorsorgevermögen umgewandelt wird.

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Die Steuervorteile machen die Rürup-Rente attraktiv

Vor dem Abschluss eines Rürup-Versicherungsvertrages sollte man sich genau mit den Steuersparmöglichkeiten vertraut machen – sind sie doch das Sahnehäubchen auf solchen Verträgen. Maximal sind 20.000 Euro steuerlich absetzbar; im Jahr 2012 werden 74 Prozent davon realisiert, das bedeutet einen absetzbaren Höchstbetrag von 14.800 Euro. Der Prozentwert steigt jährlich um zwei Punkte an: 2015 werden schon 80 Prozent erreicht, 2020 sind es 90 Prozent und im Jahr 2025 können 100 Prozent (also 20.000 Euro) abgesetzt werden.

Aber aufgepasst: Die Auszahlungen der Rürup-Rente unterliegen der Steuerpflicht – allerdings zunächst in geringerem Maß. Der Besteuerungsanteil steigt von 2012 bis 2015 von 64 auf dann 70 Prozent. Bis 2020 gehts pro Jahr weitere zwei Prozentpunkte nach oben, danach jährlich um einen. Somit ist erst 2040 der volle Steuersatz auf die Rente fällig. Der liegt im Rentenalter jedoch regelmäßig deutlich niedriger auf als während der Einzahlphase. Die meisten Rüurp-Sparer profitieren somit von den steuerlichen Regelungen – ein Steuervorteil.

Rürup ist starr und flexibel zugleich

Gut zu wissen: Rürup-Renten weisen einige starre Komponenten auf, an die sich alle Anbieter halten müssen.

  • Das im Vertrag angesparte Vermögen muss in jedem Fall als lebenslange Rente ausgezahlt; eine Kapitalauszahlung oder ein vorzeitiger Abschlag (wie in der Riester-Rente) ist nicht möglich.
  • Verträge, die 2013 oder später abgeschlossen wurden, können frühestens vom 62. Lebensjahr in die Auszahlungsphase übergehen; bei vor 2013 abgeschlossenen Versicherungen kann die Auszahlphase hingegen schon mit dem 60. Lebensjahr beginnen.
Demgegenüber profitieren aber auch viele Sparer von den flexiblen Komponenten:
  • Der Einzahlmodus ist frei wählbar; alternativ zu regelmäßigen Monatszahlungen kann auch ein jährlicher Einmalbetrag eingezahlt werden. Das kommt Selbstständigen mit häufig wechselnden Monatseinkünften entgegen: Sie können eine größere Summe aus dem Jahresgewinn in ihre Altersvorsorge investieren, ohne dass sie sich in mageren Monaten die Beiträge mühsam abknapsen müssen.
  • Bei vielen Versicherungen besteht die Möglichkeit, Monatsbeiträge in wechselnder Höhe einzuzahlen oder in schlechten Zeiten sogar ganz auszusetzen. Vorab sollte man sich aber genau über die Kosten informieren, die dadurch entstehen können.

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Versicherungsformen je nach Risikobereitschaft

Wer sich für Rürup entscheidet, kann unter verschiedenen Versicherungs-Varianten auswählen – je nach persönlicher Anlagementalität:

  • Sicherheitsbewusst: Die klassische Rürup-Versicherung ist erste Wahl für jeden, der Wert auf einen festen Garantiezins legt. Der Kunde weiß bei Abschluss des Vertrages, welche Mindestrente er später garantiert erhält. Der Garantiezins beträgt seit 2012 allerdings nur noch 1,75 Prozent (davor: 2,25 Prozent).
  • Renditeorientiert: Höheres Risiko, dafür höhere Renditeerwartungen – das kennzeichnet Fonds-Versicherungen. Die Beiträge fließen in unterschiedliche, meist frei wählbare Investmentfonds – mit allen Chancen und Risiken. Auszahlungen in einer garantierten Höhe gibt es bei diesem Modell allerdings nicht.
  • Halbe-halbe: Hybrid-Versicherungen wollen die bestmögliche Kombination aus Sicherheit und Ertrag erzielen. Ein Teil der Beiträge fließt in sichere Anlagen, der andere Teil in riskantere Investmentfonds.
Fazit: Für jeden Geschmack gibt es eine passende Rürup-Versicherung. Angesichts der Vielzahl der Varianten – der Markt hält noch einige Spezialmodelle bereit – sollte man sich von einem unabhängigen Fachmann beraten lassen.