Sicherheit auf Reisen: die Auslandsreisekrankenversicherung

Mit einer Auslandsreisekrankenversicherung genießt man einen Rundumschutz – oft sogar weltweit

Für gesetzlich Versicherte ist sie häufig ein Muss, für privat Versicherte empfehlenswert: die Auslandsreisekrankenversicherung. Im Krankheitsfall springt sie unterwegs auf Reisen im Ausland ein. Notfalls übernimmt sie – je nach Tarif – auch die Kosten für einen Ambulanzflug in die Heimat.

Die Auslandsreisekrankenversicherung hat einen großen Vorteil: Sie ist eine Zusatzversicherung, die für jedermann erschwinglich ist. Eine Police ist oft schon für acht bis zwölf Euro pro Jahr erhältlich. Familienversicherungen sind bei günstigen Anbietern schon für 15 bis 22 Euro zu bekommen. Bei so geringen Beiträgen kann man auch auf Sonderkonditionen verzichten, etwa auf die Vereinbarung eines Selbstbehalts. Im Allgemeinen lohnt sich der Abschluss eines Jahresvertrags gegenüber einer Einzelreise-Police, da kaum Preisdifferenzen bestehen.

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Für gesetzlich Versicherte besteht ein Grundschutz

Gesetzlich Krankenversicherte genießen in den meisten europäischen Ländern Versicherungsschutz. Auch mit einigen angrenzenden Ländern besteht ein entsprechendes Sozialversicherungsabkommen, zum Beispiel Tunesien, Türkei oder Israel. Als Nachweis für die bestehende Krankenversicherung dient die European Health Insurance Card (EHIC), die jeder Versicherte bei seiner Krankenkasse erhält.

Mit dieser Karte in der Tasche sind allerdings nicht alle Probleme auf einen Schlag gelöst. Eventuelle Behandlungen werden nach den landesüblichen Maßstäben vorgenommen, also nicht nach deutschem Standard. Vereinzelt können höhere Zuzahlungen als in Deutschland notwendig werden. Manchmal müssen Patienten die Behandlungskosten erst einmal vorstrecken und erhalten sie dann später von der Kasse zurück. Schließlich kann es auch Probleme mit der Auslandskrankenkarte geben: Nicht immer wird sie anstandslos akzeptiert.

Auslandsreisekrankenversicherung hat viele Vorteile

Eine Auslandsreisekrankenversicherung vereinfacht alle notwendig werdenden Behandlungen im Ausland. Die Frage der Akzeptanz der Auslandskrankenkarte entfällt komplett. Außerdem gelten – je nach Tarif – viele Auslandsreisekrankenversicherungen nicht nur innerhalb von Europa, sondern weltweit. Für außereuropäische Länder beschränkt sich der Schutz allerdings oft auf einen Monat Reisedauer.

Ein besonderer Vorteil ist die freie Arzt- und Krankenhauswahl. Wer im Ausland krank wird – egal ob im Urlaub oder auf Dienstreise –, kann sich also optimal behandeln lassen. Für viele Reisende ist es ein beruhigendes Gefühl, in unbekannten Gefilden jederzeit gut abgesichert zu sein.

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Unterschiedliche Regelungen für Rücktransport

Bei schwerwiegenden Erkrankungen kann auch einmal ein Rücktransport nach Deutschland in Frage kommen. Die Kosten dafür liegen im vier- bis fünfstelligen Bereich. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht, Auslandsreisekrankenversicherungen beinhalten hingegen fast immer diese Leistung. Die Tarifbedingungen sehen dabei unterschiedliche Modelle vor. Am besten (weil am weitreichendsten) ist es, wenn die Rückholmöglichkeit bereits dann besteht, wenn sie „medizinisch sinnvoll“ ist. Ungünstiger ist die Klausel „medizinisch notwendig“: In diesem Fall werden wesentlich strengere Maßstäbe angelegt.

Privatpatienten genießen zwar im Allgemeinen einen weltweiten Versicherungsschutz. Trotzdem sollten privat Krankenversicherte ihren Vertrag einmal genau prüfen. Manchmal sind Rücktransporte gar nicht oder nur in besonderen Fällen eingeschlossen. Dann kann sich auch für Privatpatienten eine zusätzliche Auslandsreisekrankenversicherung lohnen.

„Behandlungsreisen“ ins Ausland werden nicht übernommen

Nicht jeder Interessierte erhält die gewünschte Auslandsreisekrankenversicherung. So kann eine Vorerkrankung bereits zu einem Hemmschuh werden. Auch Senioren können nicht immer die von ihnen gewünschte Police abschließen; in fast allen Fällen müssen sie zumindest mit höheren Beiträgen rechnen. Eine Klausel ist Standard für alle Verträge: Wer extra ins Ausland fährt, um sich für eine bestimmte Krankheit behandeln zu lassen, geht leer aus. Für solche Fälle ist eine Auslandsreisekrankenversicherung nicht vorgesehen.

Unterm Strich ist eine Auslandsreisekrankenversicherung insbesondere für gesetzlich Krankenversicherte dann empfehlenswert, wenn sie häufiger ins Ausland reisen. Für einen relativ geringen Beitrag ist man – auf Wunsch sogar weltweit – für den Krankheitsfall abgesichert. Vergleiche im Internet geben Auskunft über die günstigsten Tarife; Experten für allgemeinen Krankenschutz beraten gerne über die günstigsten Versicherungen für In- und Ausland.