Berufsunfähigkeitsversicherung

  • Wer in der Ausbildung steckt oder studiert, ist in der Regel kein Krösus. Die meisten jungen Leute sparen, wo sie nur eben können. Anbieter von BU-Policen haben sich darauf eingestellt und bieten Berufseinsteigern besonders günstige Tarife an. Solche „Einsteigertarife“ können eine akzeptable Alternative sein – gegenüber gar keiner Versicherung.

  • Psychische Krankheiten boomen: In rund jedem dritten Fall liegt einer diagnostizierten Berufsunfähigkeit eine psychische Erkrankung zugrunde. Dabei spielt der Begriff „Burn out“ zunehmend eine wichtige Rolle. Obwohl das „Ausgebranntsein“ bei Fachleuten als möglicher Vorbote einer Depression gilt, erkennen private BU-Versicherungen nur eine ausgewiesene Depression, nicht aber das Burn-out-Syndrom als Grund für Berufsunfähigkeit an.

  • Im Falle von Invalidität haben es Studenten und Azubis besonders schwer: Sie haben keinen Anspruch auf eine staatliche Erwerbsminderungsrente. Umso wichtiger ist ein privater Berufsunfähigkeitsschutz. Die Zeitschrift Finanztest nahm 25 Tarife unter die Lupe, die bestimmte Mindestanforderungen erfüllen. Glücklicherweise fanden sich darunter etliche gute Policen.

  • Viele Streitfälle bei Berufsunfähigkeitsversicherungen landen vor Gericht. Oft geht es dabei um die Beantwortung der Gesundheitsfragen. Das Landgericht Heidelberg stellte in einem Urteil klar, dass die Anforderungen des Versicherers an die korrekte Ausfüllung der Formulare nicht zu hoch gegriffen sein dürfen (Landgericht Heidelberg, Az.: 2 O 201/09).

  • Ärzte können jetzt eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, ohne lästige Gesundheitsfragen beantworten zu müssen. Der Finanzvertrieb MLP und der Versicherer Standard Life haben ein Konzept entworfen, das auch den Abschluss einer Rürup-Rente oder einer privaten Rentenversicherung beinhaltet.

  • Wer eine BU-Police abschließt, kann oft eine Dynamik-Option nutzen. Damit lassen sich später die BU-Rentenzusagen anpassen. Diese im Grunde gute Einrichtung führt in der Praxis aber dennoch häufig zu Unmut unter den Versicherten. Oft bauen die Anbieter nämlich Bremsen in das System ein.

  • Wer aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls nicht mehr seinen Job ausüben kann, gerät häufig in finanzielle Nöte. Berufsunfähigkeit (BU) betrifft heute bereits jeden vierten Arbeitnehmer. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung ist der einzig wirksame Schutz.

  • Wenn Ärzte für längere Zeit erkranken, stehen sie manchmal vor unerwarteten finanziellen Problemen. Oft haben sie für den Krankheitsfall eine Krankentagegeld- und eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen. Tritt eine Berufsunfähigkeit (BU) ein, kann es aber zu Lücken zwischen beiden Versicherungen kommen.

  • Erwerbsunfähigkeitsversicherungen sind ein neuer Trend. Sie versprechen niedrige Tarife und eine Police ohne große Gesundheitsprüfung. Aber Vorsicht: Die echte Berufsunfähigkeitsversicherung können sie nicht ersetzen. Die BU-Police springt nämlich meist schon ein, wenn man seinen bisherigen Beruf nicht mehr ausüben kann.

  • Jeder vierte bis fünfte Berufstätige muss aus gesundheitlichen Gründen seinen Job vorzeitig an den Nagel hängen. Nur eine Berufsunfähigkeitsversicherung schützt dann effektiv vor existenziellen Nöten. Die Vorsorge&Finanzen-Checklisten klären auf, worauf man beim Abschluss achten muss.

  • Wichtig, fast lebenswichtig ist sie, die Berufsunfähigkeitsversicherung; aber es ist nicht leicht, die richtige zu finden. Die Zahl der Anbieter ist groß und jeder hat meist etliche BU-Produkte im Rennen. Es gibt einige zuverlässige Kriterien, die bei der Entscheidung helfen können.

  • Die Möglichkeit zur Verweisung auf andere Berufe wird manchmal von Gerichten sehr weit gefasst. In einem neuen Urteil wurde sogar die Verweisung eines öffentlich Bediensteten auf eine Saisontätigkeit gestattet. Laut dem Landgericht Aurich muss der Versicherer folglich keine Berufsunfähigkeits-Rente zahlen (Az.: 3 O 724/10).

  • Eine Berufsunfähigkeitsversicherung darf ihre Kunden nicht durch besondere „Vereinbarungen“ unangemessen benachteiligen. Sie muss über mögliche Nachteile genau aufklären. Das entschied das OLG Koblenz in einem Urteil (Az.: 10 U 469/10). Kläger war ein ehemaliger Schreiner, der zwei Lebensversicherungen mit Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen (BUZ) abgeschlossen hatte.

  • Wer sich für den Fall einer Krankheit materiell absichern will, kann sowohl eine Krankentagegeldversicherung als auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Ein solcher Schutz scheint perfekt zu sein. Aber Vorsicht: In manchen Fällen können Deckungslücken entstehen. Eine Gefahr, die man kennen sollte.

  • Hört sich zwar gut an, ist es aber nicht: Verbraucher finden zunehmend Angebote mit einer Kombination von BU-Schutz und Pflegeversicherung. Beide Produkte passen aber nicht zwingend zusammen und unterscheiden sich in ihrer Priorität für den Versicherungsnehmer.

  • Gegen das Risiko einer Berufsunfähigkeit sollte jeder geschützt sein. Die BU-Versicherung zählt zu den so genannten existentiellen Versicherungen, die grundsätzlich zu einer dauerhaften Absicherung des Lebensstandards dazugehören. Die beste BU-Police herauszufiltern ist nicht ganz einfach: Je nach den konkreten Lebensumständen kommen verschiedene gute Produkte in Frage.

  • Immer mehr Menschen greifen zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie dient der Sicherung des Lebensstandards, wenn das wichtigste Kapital – die Arbeitskraft – aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund eines Unfalls wegfällt. Allerdings landen auch immer mehr Fälle vor Gericht: Nicht jede Versicherung zahlt bei Berufsunfähigkeit anstandslos die vereinbarte Rente. Kunden können sich aber wehren.

  • Das wurde Zeit: Immer mehr Versicherungen passen ihre BU-Policen den sich ändernden Berufsbildern an. Vor allem Akademiker mit Personalverantwortung profitieren von Neueinstufungen vieler Berufsgruppen. Aber auch Angehörige anderer Berufe erhalten günstigere Tarife, wenn sie sich gegen Berufsunfähigkeit versichern möchten.

  • Die klassische Berufsunfähigkeitsversicherung kennt vier bis fünf Berufsgruppen. Bei der neu eingeführten Körperschutzversicherung der Allianz dagegen sind es nur noch ganze zwei. Sie versichert gezielt den Verlust einer oder mehrerer körperlicher oder geistiger Fähigkeiten. Dieser Verlust kann zweitweise oder dauerhaft sein.

  • Junge Berufseinsteiger denken erst einmal ans Geldverdienen. Vor lauter Glücksgefühlen vergessen sie leicht, ihre Arbeitskraft für die Zukunft abzusichern. Das ist aber wichtig, weil die Arbeitskraft ihr Hauptkapital ist. Junge Berufstätige, aber auch Azubis sind gut beraten, wenn sie frühzeitig eine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit abschließen.

  • Ein häufiger Streitpunkt vor Gericht: die Gesundheitsfragen beim Antrag auf Berufsunfähigkeitsversicherung. Findet der Versicherer später heraus, dass der Antragsteller die Fragen falsch oder unvollständig beantwortet hat, ist das oft ein Kündigungsgrund. Der Schwarze Peter liegt meist beim Kunden: Der muss nachweisen, dass er alles richtig gemacht hat. Manchmal gelingt das.

  • Die Nürnberger Lebensversicherung AG scheint Top-Ergebnisse in Ratings gepachtet zu haben. Für ihre Berufsunfähigkeitsversicherung erhielt die Nürnberger jetzt die Best-Wertung „hervorragend“ von der Ratingagentur Franke & Bornberg – wieder einmal: Nach Angaben des Unternehmens gab es zum achten Mal in Folge ein „hervorragend“ für das BU-Angebot.

  • Immer wieder landen Streithähne in Sachen Berufsunfähigkeitsversicherung vor Gericht. Auslöser sind meist falsche oder unterlassene Angaben von Vorerkrankungen. Mit einem besonders kniffligen Fall musste sich der Bundesgerichtshof befassen – der sich dann allerdings nicht zu einer endgültigen Entscheidung durchringen konnte. Das zeigt, wie kompliziert dieses Thema sowohl für Versicherer als auch für Versicherte ist.

  • Bei der Beantragung einer Berufsunfähigkeitsversicherung gilt immer Alarmstufe eins. Wer bei der Beantwortung der Gesundheitsfragen schludert, tut sich selbst keinen Gefallen. Nur wenn er alle Beschwerden und Behandlungen angibt, kann er im Leistungsfall wirklich mit Zahlungen rechnen. Das musste beim Landgericht Coburg auch ein klagendes Ehepaar erfahren.

  • Das werden Versicherte gerne hören: Bei der Volkswohl Bund Lebensversicherung a.G. können viele jetzt eine günstigere Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen als bisher. Das Unternehmen nahm eine Feinjustierung der verschiedenen Berufsgruppen vor. Ergebnis: Nach Angaben des Versicherers zahlen Kunden bis zu 17 Prozent weniger als zu den früheren Bedingungen.

  • Ein Dauerbrenner bei Berufsunfähigkeitsversicherungen ist das Thema „Verweisung“. Versicherer können Berufsunfähige auf andere Tätigkeiten „verweisen“ und brauchen dann keine Zahlungen zu leisten. Das Oberlandesgericht Karlsruhe stoppte allerdings einen solchen Versuch. Das Urteil macht Kunden Hoffnung, die „Verweisungsprobleme“ mit ihrem Versicherer haben (Az.: 12 U 45/11).

  • Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung müssen Kunden sorgfältig auf die Beantwortung der Gesundheitsfragen achten. Sonst laufen sie Gefahr, im Ernstfall keine Leistungen zu beziehen. Enttäuschte Kunden versuchen ihr Glück oft vor Gericht – erhalten aber häufig eine Abfuhr. So geschah es auch einer 50-jährigen Beamtin.

  • Nicht jeder bekommt immer die Versicherung, die er will. Das betrifft vor allem BU-Versicherungen: Vorerkrankungen bringen manchen Abschlusswilligen in eine schwierige Position. Glücklicherweise gibt es dennoch Chancen auf einen erfolgreichen Abschluss. Dabei muss der Kunde aber Abstriche hinnehmen. Meist handelt es sich dabei um Leistungsausschlüsse.

  • Nicht jeder kann von seinen Ersparnissen leben, wenn er berufsunfähig wird. Für Berufstätige ist in vielen Fällen eine Berufsunfähigkeitsversicherung notwendig. Sowohl die Preis- als auch die Qualitätsunterschiede sind allerdings enorm groß, wie ein Test von Finanztest ergab.

  • BU-Versicherungen neigen zur Gründlichkeit – vor allem wenn es um Vorerkrankungen geht. Im Leistungsfall pflegen sie zunächst die Krankengeschichte des Kunden eingehend unter die Lupe zu nehmen. Pech für die Versicherung, wenn ein Vermittler die Vorerkrankungen aufgenommen hat: Im Zweifelsfall hat die Versicherung dann nämlich die Beweispflicht für dessen Korrektheit.

  • Jeder vierte deutsche Berufstätige wird berufsunfähig, gibt Stiftung Warentest zu bedenken – und das im Durchschnitt schon mit 43 Jahren. Fachleute weisen deshalb immer wieder darauf hin: Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zu den wichtigsten Policen überhaupt. Manchmal ist es allerdings schwierig sie zu bekommen; dann hilft die richtige Strategie beim Antrag.

  • Die Absicherung des Berufsunfähigkeitsrisikos ist der grundlegende Baustein einer jeden tragfähigen Vorsorgeplanung. Mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung (BU-Versicherung) können Verbraucher sich vor den finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit schützen. Um für den Fall der Fälle optimal abgesichert zu sein, sollten Verbraucher beim Abschluss einer privaten BU-Versicherung einige wichtige Punkte beachten.

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