Berufsunfähigkeitsversicherung

  • Im Ratgeberbuch „Berufsunfähigkeit gezielt absichern“ gibt die Verbraucherzentrale NRW zahlreiche Tipps zum Thema Berufsunfähigkeitsschutz. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die vertragliche Ausgestaltung von Berufsunfähigkeitsversicherungen gelegt. Damit wollen die Autoren des Ratgebers Verbrauchern einen Leitfaden in die Hand geben, der sie zielsicher durch das Vertragsdickicht der Berufsunfähigkeitsversicherung führt.

  • Ärzte sollten schon frühzeitig an die Absicherung ihrer Arbeitskraft denken. Schutz finden sie in den berufsständischen Versorgungswerken. Allerdings hinterlässt die berufsständische Absicherung oftmals Lücken – die mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll geschlossen werden können. Für einen optimalen Schutz sind bei der Ausgestaltung der privaten Versicherungspolice einige Punkte zu beachten.

  • Im Streit um die abstrakte Verweisung hat ein Berufungskläger auch vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf (OLG) eine Schlappe einstecken müssen. Damit wird das Urteil des Landgerichts Düsseldorf vom 16. März 2010 bestätigt. Die Verweisung des berufsunfähigen Tischlermeisters auf den bereits ausgeübten Beruf eines Fachverkäufers ist somit zulässig.

  • Da hatte sich die Berufsunfähigkeitsversicherung selbst ein Bein gestellt: Aus Kulanz verzichtete sie darauf, einen berufsunfähigen Auszubildenden auf einen anderen Ausbildungsberuf zu verweisen. Stattdessen vereinbarte sie mit ihm eine Beendigung der Leistungen nach Umschulungsende. Die BU-Versicherung machte die Rechnung aber ohne die BGH-Richter: Sie muss auch nach Umschulungsende weiterzahlen.

  • Einsteiger-Tarife locken Berufsanfänger mit günstigen Prämien für einen Berufsunfähigkeitsschutz. Im Zeitverlauf nehmen die Beiträge zu und übersteigen dann das Preisniveau herkömmlicher Berufsunfähigkeitsversicherungen. Gerade für Berufseinsteiger kann das aber eine interessante Option zur Absicherung der Arbeitskraft sein. Im Beratungsgespräch sollte ein besonderes Augenmerk auf das Leistungsspektrum gelegt werden.

  • Das Risiko von Berufsunfähigkeit ist unübersehbar: 1,5 Millionen Deutsche sind betroffen. Wer verantwortlich an seine Familie und sich denkt, kommt um einen privaten Schutz gegen Berufsunfähigkeit nicht herum. Die Qualität der angebotenen BU-Versicherungen ist allerdings sehr unterschiedlich.

  • Ein Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt (Az. 3 U 286/07) sorgt für Kopfnicken bei Verbraucherschützern. Im Streit mit der Berufsunfähigkeitsversicherung erhält eine Klägerin Recht, obwohl sie ihr Asthma bei Vertragsabschluss unter den Tisch fallen ließ. Entscheidend für den Ausgang des Urteils: Ihr konnte keine arglistige Täuschung angelastet werden.

  • Abgenommen hat die Zahl der von Morgen & Morgen mit „ausgezeichnet“ bewerteten Berufsunfähigkeitsversicherungen: Beim aktuellen Rating fand das Analysehaus rund 15 Prozent weniger Tarife mit dieser Bestnote als noch im Vorjahr. Die Gründe für dieses etwas überraschende Testergebnis dürften vor allem in verschärften Ratinganforderungen liegen.

  • Die Mitwirkungspflicht ist das A und O bei Berufsunfähigkeitsversicherungen. Ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg bestätigte einmal mehr, dass diese Verpflichtung sehr weitreichend ist. In dem Fall ging es um eine Justizbeamtin, die Leistungen aufgrund einer Depression beanspruchte.

  • Jeder, der privat eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, versichert das Wichtigste, was er zur Sicherung des Lebensunterhalts besitzt: seine Arbeitskraft. Wer beispielsweise aufgrund von Krankheit, Unfall oder Kräfteschwund nicht mehr wie bisher arbeiten kann, muss mit dem Wegfall seiner Einkünfte rechnen. Nur eine private Berufsunfähigkeitsrente kann ihn dann schützen.

  • Versicherungen recherchieren genau, wenn Leistungen für eine Berufsunfähigkeit (BU) beantragt werden. Das Vorgehen überschreitet dabei oft verfassungsrechtliche Grundsätze, insbesondere was den Datenschutz anbelangt. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts sind damit aber keineswegs jene Kunden aus dem Schneider, die Vorerkrankungen nicht angegeben haben. (Az.: IV ZR 140/08 vom 28.10.2009)

  • Noch vor der privaten Vorsorge für das Alter steht immer der „nackte“ Existenzschutz. Hierzu gehört auch die Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie zahlt eine Rente, wenn der Versicherte seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann. Die Zeitschrift Finanztest zeigt, worauf es bei dieser Versicherung ankommt.

  • Die Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) der Lebensversicherung von 1871 (LV 1871) schneiden in Tests regelmäßig gut ab. Das Urteil bestätigt die Ratingagentur Franke & Bornberg: Sie bewertet die Angebote insgesamt als „sehr gut“. Die Bestnote „hervorragend“ bekam der Versicherer für seine Kundenorientierung. Die Verbraucherfreundlichkeit der Bayern überzeugte die Tester auch in anderen Bereichen.

  • Dass Versicherungen eine vorgetragene Berufsunfähigkeit pingelig überprüfen, ist allgemein bekannt. Ein Urteil zeigte aber jetzt auch Grenzen auf: Danach hat der Versicherungsnehmer zwar generell vor Vertragsabschluss eine Anzeigepflicht für Vorerkrankungen; die Versicherung selbst ist aber mit dieser Klausel nicht unbedingt aus dem Schneider.

  • Mit einem speziellen Fall zu Berufsunfähigkeitsrenten hatte sich der Bundesgerichtshof (BGH) zu befassen. Es ging um die Frage, ob BU-Renten auch dann dem Pfändungsschutz unterliegen, wenn die Versicherten ehemals Selbständige sind mit einem Anspruch auf zeitlich begrenzte BU-Rente. In seinem Urteil bejahte der BGH diese Auffassung (Aktenzeichen: XI ZR 132/09).

  • Immer mehr Assekuranzen bieten Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) speziell für Auszubildende und Berufseinsteiger an. Nun kommt auch der Direktversicherer Ergo mit einem solchen BU-Schutz auf den Markt. Die Besonderheit der neuen Police: Junge Leute zahlen dank Staffelprämien zehn Jahre lang niedrigere Prämien als bei herkömmlichen Produkten.

  • Über 70 Prozent der Erwerbstätigen halten die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) für sinnvoll. Aber nicht jeder bekommt einen Versicherungsschutz für den Fall, dass er wegen Krankheit oder Unfall nicht mehr arbeiten kann. Oft lehnen Versicherer Menschen mit Vorerkrankungen ab. Das soll sich ändern: Einige Assekuranzen bieten neuerdings kombinierte Unfall-BU-Versicherungen an.

  • Die Versicherungsbranche will eine neue Tarifstruktur bei Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) durchsetzen: Bildung, Position und Alter werden verstärkt bei der Einschätzung des Risikos berücksichtigt. Ziel ist es, über eine differenziertere Einstufung die Beiträge risikogerechter zu gestalten. Von den Neuerungen profitieren insbesondere besser ausgebildete Erwerbstätige und junge Menschen in der Ausbildung.

  • Leider sind manche gesetzlichen Regelungen ungenau und lassen Fragen offen. Wenn es sich dabei um Versicherungen handelt, geht es oft um viel Geld. Ein solcher Fall führte jetzt dazu, dass eine Klägerin – trotz ihres Einspruchs – keine Rente aus ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung erhielt. Sie hatte die Klagefrist überschritten.

  • Immer wieder verweigern Versicherer ihren Kunden die vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente. Das Argument: Der Versicherte sei noch in der Lage, einen anderen Beruf auszuüben. Diese Verweisbarkeit, geregelt in den jeweiligen Vertragsbedingungen, darf aber nicht wahllos erfolgen.

  • Leistungen aus Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) Selbstständiger sind in Insolvenzverfahren nicht immer als private Rente geschützt. Unternehmer sollten ihre BU daher so auswählen, dass sie den rechtlichen Anforderungen an die Unpfändbarkeit genügt. Sicherheit bieten Versicherungen ohne Laufzeitbegrenzung. Eine Alternative dazu sind Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen (BUZ), wie sie etwa im Rahmen kapitalgedeckter Lebensversicherungen angeboten werden.

  • Wer berufsunfähig wird, muss dem Versicherer nachweisen, dass er der zuletzt konkret ausgeübten Tätigkeit nicht mehr nachgehen kann. Nur wem dieser Nachweis gelingt, erhält die private Berufsunfähigkeitsrente. Hat der Versicherte einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben, aber den Job noch nicht angetreten, reicht dies für die Annahme eines Berufswechsels nicht aus.

  • Erwerbstätige verzichten oft aus Kostengründen auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung, wie Umfragen gezeigt haben. Die Continentale Lebensversicherung AG hat jetzt auf die Marktstudien reagiert und bietet preiswertere Policen an. Die Beiträge sollen um gut ein Drittel niedriger ausfallen als bei anderen Versicherungen dieser Art. Qualitätsbonus und differenzierte Berufsgruppeneinteilung kennzeichnen das neue Tarifmodell.

  • Noch ist nichts endgültig entschieden. Auch wenn sie nach einem Berufungsurteil zunächst keine Berufsunfähigkeitsrente erhält, kann eine Justizvollzugsbeamtin daran noch etwas ändern. Dazu braucht sie lediglich Ärzte, Versicherungen und Krankenkasse von der Schweigepflicht zu entbinden. Aber gerade das will sie nicht.

  • Sie wollte Lehrerin an einer Grundschule werden. Ob nun ihre zunehmenden Beschwerden Lampenfieber waren oder tatsächlich krankheitsbedingt und damit Ursache für eine Berufsunfähigkeit, blieb ungeklärt. Um ihren Anspruch gerichtlich durchsetzen zu können, wollte sie Prozesskostenhilfe, die abgelehnt wurde. Auch das Oberlandesgericht Saarbrücken verweigerte ihr diese.

  • Leichte Nackenbeschwerden wurden mit Massage therapiert, Magenschmerzen mit einem Säureblocker. Saisonal auftretende allergische Symptome des Heuschnupfens sind im Winter wie weggeblasen. Bei ganz harmlosen Erkrankungen wurde vielleicht der Arzt aufgesucht. Bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung müssen viele Gesundheitsfragen beantwortet werden. Hierbei ist auf absolute Richtigkeit und Vollständigkeit zu achten.

  • Wer eine Berufsunfähigkeitszusatzversicherung, also eine Lebens- oder Rentenversicherung inklusive Berufsunfähigkeitsschutz abschließt, erwartet bei Berufsunfähigkeit Leistungen daraus. In den Bedingungen können aber Ausschlussklauseln enthalten sein, die dem Anspruch entgegenstehen. Eine solche Bedingung ist, dass der Anspruch während der Vertragsdauer der Hauptversicherung festgestellt worden sein muss. Diese Regelung hat der Bundesgerichtshof jetzt für unwirksam erklärt.

  • Nur wenige Bundesminister schaffen es, nach ihrem Abgang aus der Politik andauernd in den Medien präsent zu sein. Zu ihnen gehört zweifelsohne Walter Riester, ehemals Minister für Arbeit und Soziales. Dessen Name ist mit einem populären Rentenmodell verknüpft – und ab sofort auch mit weiterer Altervorsorge trotz Berufsunfähigkeit.

  • In einer Berufsunfähigkeitsversicherung sehen gut 71 Prozent aller Beschäftigten eine sinnvolle Vorsorgemaßnahme. Aber nur ein Viertel von ihnen hat tatsächlich eine solche Versicherung abgeschlossen. Diesen paradoxen Befund lieferte eine vom Versicherer Continentale in Auftrag gegebene Studie. Dabei zeigte sich: Verbraucher schätzen Risiken falsch ein, weil es ihnen an Informationen fehlt.

  • Mit der Rentenreform zum 1. Januar 2001 hat der Staat die Leistungen bei der gesetzlichen Berufsunfähigkeitsrente eingeschränkt. Um die Versorgungslücke zu schließen, hätten Erwerbstätige seither eigentlich vermehrt private Berufsunfähigkeitsversicherungen abschließen müssen. Doch der Markt stagniert. Noch immer hat nur knapp ein Viertel der Haushalte in Deutschland eine solche private Absicherung.

  • Die Berufsunfähigkeitsversicherung auf dem Prüfstand: Stiftung Warentest wollte es genau wissen und befragte ihre Leser. 274 Antworten wurden ausgewertet. Ein Viertel davon berichtete Positives: Diese Interessenten erhielten Verträge wie gewünscht. Der Rest versank in einem Dschungel von Ablehnungen oder schlechten Bedingungen. Rund ein Drittel der Antragsteller verzichtete am Ende selbst.

  • Versicherungen für den Fall der Berufsunfähigkeit – kurz BU – sind eine teure Sache und damit einer der Gründe, warum nicht einmal die Hälfte aller Berufstätigen dieses Risiko absichert. Wer diese wichtige Versicherung abzuschließen gedenkt, sollte einige Tipps beachten, um optimale Leistungen zu besten Konditionen zu bekommen.