Krankenversicherung
Die Grundsätze, nach denen die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) die Beitragsbemessung bei freiwilligen Mitgliedern regelt, sind durchaus umstritten. Experten schätzen die Rechtmäßigkeit der Bestimmungen ganz unterschiedlich ein. Auch Gerichtsurteile spiegeln verschiedene Auffassungen wider.
Die Beitragsbemessungsgrenze ist im Jahr 2013 deutlich angestiegen. Betrug sie im Vorjahr noch 45.900 Euro, so liegt sie jetzt bei 47.250 Euro pro Jahr. Im Monat beläuft sie sich somit auf 3.937,50 Euro (Vorjahr 3.825 Euro). Der Gesetzgeber trägt damit den steigenden Löhnen und Gehältern Rechnung. Kehrseite: Die Beiträge zur Krankenversicherung steigen ebenfalls.
Über den genauen Beginn eines vereinbarten Krankenversicherungsschutzes musste das Landgericht Dortmund urteilen. Die Richter entschieden dabei zugunsten einer klagenden Kundin. Sie hatte eine Rückwärtsversicherung abgeschlossen und dementsprechend auch rückwirkend Leistungen eingefordert, worauf sich die Versicherung allerdings nicht einlassen wollte – bis das Unternehmen vor Gericht eines Besseren belehrt wurde (Az.: 2 O 457/09).
Reisende mit Zielen außerhalb von Deutschland sind mit dem Abschluss einer Auslandsreise-Krankenversicherung bestens beraten. Sie gehört genauso wie die Zahnbürste in jedes Reisegepäck. Sowohl innerhalb als auch außerhalb von Europa bietet sie dem Kunden wichtige Vorteile. Finanztest schaute sich Langzeitversicherungen genauer an.
Für gesetzlich Versicherte ist sie häufig ein Muss, für privat Versicherte empfehlenswert: die Auslandsreisekrankenversicherung. Im Krankheitsfall springt sie unterwegs auf Reisen im Ausland ein. Notfalls übernimmt sie – je nach Tarif – auch die Kosten für einen Ambulanzflug in die Heimat.
Sie ist für jeden sinnvoll, den es öfters einmal in die Ferne zieht: die Auslandskrankenversicherung. Die Police sorgt nicht nur für Übernahme von Behandlungskosten, sondern auch für einen eventuell notwendigen Rücktransport nach Deutschland. Die Zeitschrift „Finanztest“ prüfte 47 Angebote. Ergebnis: Von „sehr gut“ bis „mangelhaft“ war alles vertreten.
Die neue Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) ist durch: Am 21. September 2011 hat das Bundeskabinett die GOZ-Novelle beschlossen. In den Augen der Zahnärzte und zahnärztlichen Verbände war sie längst überfällig. Für den Patienten indes wird der Besuch beim Dentisten teurer – zumindest in vielen Fällen.
Bei Reisevorbereitungen geht es mitunter hektisch zu. Doch niemand sollte auf die Prüfung seiner Auslands-Krankenversicherung verzichten. Die gesetzlichen Kassen bieten zwar in vielen Ländern einen Grundschutz. Doch der gilt weder weltweit noch bei speziellen Leistungen, etwa einem notwendigen Rücktransport.
Das freut die Versicherten: Die Continentale Krankenversicherung zahlte laut einer Mitteilung vom August 2011 genau 55,3 Millionen Euro an Beitragsrückerstattungen aus. Im Gesamtjahr erhielten die leistungsfrei Versicherten sogar über 101 Millionen Euro zurück. Darin sind garantierte Pauschalleistungen enthalten, die bereits im April ausgezahlt wurden.
Kostenbewusstes Verhalten lohnt sich für Versicherte: So zahlt die Debeka Krankenversicherung 335 Millionen Euro an Versicherungsnehmer zurück. Damit belohnt das Unternehmen all jene Kunden, die im vergangenen Jahr keine Rechnungen eingereicht haben. Alljährlich im Herbst werden die Beitragsrückerstattungen an Berechtigte überwiesen.
Im Allgemeinen sind die PKV-Leistungen deutlich besser als die Kassenleistungen. Das stimmt aber nicht immer: In einigen Bereichen, etwa bei den Leistungen für Familien, können eher die gesetzlichen Kassen punkten. Die Signal Iduna führt nun einen neuen Krankentagegeld-Tarif ein: Darin ist Krankengeld auch dann enthalten, wenn ein Kind erkrankt.
Jeden Tag rücken Rettungsflugzeuge aus, um krank gewordene Urlauber nach Deutschland zurückzuholen. Wohl dem, der eine gute Auslandsreise-Krankenversicherung besitzt: Dann kostet ihn der Einsatz nämlich nichts. Bei der Wahl der richtigen Police gilt es, auf wichtige Details zu achten – damit im Urlaubsland keine unkalkulierbare Kosten für Arztbehandlungen entstehen.
Die Zeitschrift „Finanztest“ untersucht regelmäßig Auslandsreise-Krankenversicherungen. Erfreuliches Ergebnis des neuesten Tests: Die Angebote sind in den letzten Jahren solider geworden. Viele Versicherer haben ihre Bedingungen mittlerweile nachgebessert, nachdem immer wieder Kritik an unzulänglichen Leistungen laut wurde.
Eine wichtige Versicherung für Reiselustige stand auf dem Prüfstand der Stiftung Warentest: die Auslandskrankenversicherung. Die Ergebnisse reichen von „sehr gut“ bis „mangelhaft“. Ein Vergleich lohnt sich also – nicht nur bei den Leistungen, auch bei den Beiträgen gibt es erhebliche Unterschiede. Mit der Wahl des richtigen Anbieters lassen sich schnell ein paar Hundert Euro sparen.
Nach dem Grundgesetz hat jeder Mensch das Recht auf informelle Selbstbestimmung. Das heißt, jeder kann grundsätzlich frei darüber entscheiden, welche Daten er wem zugänglich machen will. Dieses Recht bezieht sich auch auf sensible Gesundheitsdaten. Verweigert jemand die Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht, kann der private Krankenversicherer aber die Kostenübernahme ablehnen.
Dass Reisen bilden und auch der Erholung und Gesundheit dienen können, steht außer Frage. Ob aber eine private Krankenversicherung durch Bezahlung eines mobilen Sauerstoffgerätes mehrtägige Reisen ermöglichen muss, darf bezweifelt werden. Mit Urteil vom 16. September 2009 (Az. 23 S 41/09) hat das Landgericht Düsseldorf diese Frage negativ beschieden.
Die Rationierung medizinischer Leistungen gehört im deutschen Gesundheitswesen zum Alltag. Das hat eine Studie des Medizinethikers Professor Daniel Strech gezeigt. Betroffen waren bisher hauptsächlich kostenintensive Bereiche wie die Herz- und Intensivmedizin. Mit steigendem Kostendruck könnte sich das ändern. Künftig werden Behandlungsmöglichkeiten möglicherweise auf breiterer Front eingeschränkt, befürchten Experten.
Der aktuelle Arzneimittel-Report der Barmer GEK sorgt für Diskussionsstoff. Er bemängelt, der Maßnahmenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit schöpfe vertretbare Kürzungen von Arzneimittelausgaben nicht konsequent aus. Der Report hält im Gegenzug international gültige Preisbegrenzungen sowie weitaus strengere Regulierungen und Kontrollen für unabdingbar.
Es gibt sie als Ergänzungen in der Labormedizin, als Vorsorgeuntersuchungen oder auch als Impfungen: Die individuellen Gesundheitsleistungen, kurz IGeL. Fast zwei Drittel der Ärzte halten IGeLleistungen für medizinisch sinnvoll und würden sie auch bei höheren Leistungshonorierungen durch die Kassen anbieten. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der CompGROUP.
Es könnte für Verbraucher künftig teurer werden, eine private Zusatzversicherung über ihre gesetzliche Krankenversicherung (GKV) abzuschließen. Der Grund: Die Krankenkassen dürfen solche Produkte nicht mehr vertreiben, ohne dafür Abgaben an den Fiskus abzuführen. Die Kassen hatten hingegen argumentiert, dass sie als öffentlich-rechtliche Körperschaften nicht verpflichtet seien, Steuern zu zahlen.
Ein neuer Erlass des Finanzministeriums regelt jetzt exakt, inwieweit Krankenkassenbeiträge steuerlich absetzbar sind. Für Arbeitnehmer, die in der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert sind, ist die Sache klar: Sie können zukünftig alle Beiträge steuerlich geltend machen. Privatversicherte hingegen müssen anfangen zu rechnen: In Zukunft lohnt sich eine Beitragsrückerstattung seltener als früher.
Die weitaus meisten Auslandskrankenversicherungen sind empfehlenswert. Zu diesem Ergebnis kommt das Fachmagazin „Finanztest“ in einer aktuellen Vergleichsstudie (Finanztest 05/2010). Insgesamt wurden für den Test 41 Reisekrankenversicherungen kritisch unter die Lupe genommen. Davon schnitten 23 mit der Gesamtnote sehr gut oder gut ab. Nur ein Anbieter fiel im Test durch.
Die Defizite der gesetzlichen Krankenkassen werden größer, und immer mehr Kassen sehen sich angesichts der Milliardenlücke gezwungen, Zusatzbeiträge zu erheben. Doch viele ihrer Kunden wollen das nicht einfach so hinnehmen. Knapp die Hälfte der gesetzlich Versicherten, so eine Marktforschungsstudie von TNS Infratest, will die Krankenkasse wechseln, sollte diese Extrabeiträge fordern.
Gesundheitsminister Rösler legt Eckpunkte für neue Strukturen im Arzneimittelmarkt vor: Das Maßnahmenpaket entlastet die gesetzlichen Krankenkassen in Milliardenhöhe. Der Verband der privaten Krankenversicherung befürchtet nun, dass die Arzneimittelhersteller Einnahmeverluste aus der GKV durch Mehreinnahmen aus der PKV ausgleichen werden.
Millionen gesetzlich Versicherte müssen schon bald tiefer in die Tasche greifen: Einige Krankenkassen wollen demnächst einen Zusatzbeitrag von ihren Mitgliedern erheben. Meist sind acht Euro pro Monat fällig. Die Versicherten müssen diese Preiserhöhung jedoch nicht mitmachen. Sie können mit einem Wechsel der Krankenversicherung reagieren.
Der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) machen steigende Krankenkassen-Ausgaben immer mehr zu schaffen. Während im ersten Quartal viele Kassen noch ein Plus verzeichneten, hat sich die finanzielle Lage der GKV zur Jahresmitte deutlich verschlechtert.
Die Krankenkassen müssen die Kosten der Impfung gegen die so genannte Schweinegrippe für die Versicherten tragen. Das Bundeskabinett hatte kürzlich die Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung bei Schutzimpfungen gegen die neue Influenza A(H1N1) beschlossen. Auch in der privaten Krankenversicherung wollen die Versicherer die Kosten der Impfung übernehmen.
Selbständige, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, haben seit dem 1. August 2009 wieder Anspruch auf Krankengeld. Das kommt allerdings nicht automatisch. Versicherte sollten sich daher möglichst bald mit ihrer Krankenkasse in Verbindung setzen, so der Bund der Versicherten (BdV).
Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass es trotz eines Einheitsbeitrags Unterschiede in der gesetzlichen Krankenversicherung gibt. Ein Wechsel könnte sich somit auch weiterhin lohnen.
Sie ist ein Bestandteil der Gesundheitsreform: die Versicherungspflicht. Jeder Bürger muss heute eine Krankenversicherung nachweisen. Allerdings gibt es weiterhin Zehntausende ohne Schutz.
Wenn wieder neue Azubis in den Unternehmen an den Start gehen, wird sich erneut die Frage stellen: In welcher Krankenversicherung sind sie zu versichern? Müssen sie das selbst tun oder macht das der Betrieb? Können sie in der alten Versicherung bleiben?
Wenn eine private Krankenversicherung dem Versicherten eine Kündigung schreibt, dann müssen schon handfeste Gründe vorliegen. In der Regel gehört der Zahlungsverzug dazu. Nicht aber in einem Fall, den das Landgericht Köln am 22.4.2009 zu entscheiden hatte (Az: 23 O 214/07).
Nun ist es auch durch den Bundesrat: das Bürgerentlastungsgesetz. Danach kann man ab dem Jahr 2010 die Beiträge zur gesetzlichen und privaten Krankenversicherung besser absetzen. Die Entlastung der Bürger wird bei insgesamt 10,6 Mrd. Euro liegen.
Ab dem Jahr 2010 werden die Beiträge für die Krankenversicherung besser steuerlich absetzbar sein. Die momentane Begrenzung auf 2.400 Euro im Jahr wird dann Vergangenheit sein.
Wer Mitglied einer privaten Krankenversicherung (PKV) ist und Hartz IV erhält, der bleibt künftig auch in der PKV. Und das hat einen Nachteil: Er zahlt mehr als ein Hartz-IV-Empfänger in der gesetzlichen Krankenversicherung.
Das Bundesverfassungsgericht hat die Richtung vorgegeben: Die Beiträge zur Krankenversicherung sind Teil des steuerlich zu verschonenden Existenzminimums. Die Konsequenz: Die Regierung muss die steuerliche Absetzbarkeit der Beiträge verbessern.
Die Ausgaben für Gesundheit in Deutschland sind wieder deutlich angestiegen. Das Statistische Bundesamt veröffentlichte im April 2009 die Zahlen für 2007. Danach betrug der Anstieg 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die gesetzliche Krankenversicherung steuert offenbar auf ein Defizit zu. Der zuständige Schätzerkreis fürchtet ein Milliardenloch im Gesundheitsfonds. Grund hierfür sei die Verschlechterung der Lage auf dem Arbeitsmarkt.
Auch im Jahr 2009 werden die Deutschen trotz Krise wieder eifrig verreisen. Rechtzeitig vor der Reise-Saison hat Finanztest schon mal getestet: Wer bietet die günstigste Auslandsreise Krankenversicherung an.
In einigen Regionen Deutschlands gibt es offenbar Probleme mit den Honoraren für Ärzte. Die neuen Regelungen im Rahmen der Gesundheitsreform scheinen zum Teil Probleme zu bereiten.
Es ändert sich etwas bei der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung. Das gilt auch für das Jahr 2010. Ab 1. Januar werden alle Beiträge steuerlich berücksichtigt. Gesetzlich und privat Versicherte werden dann im gleichen Umfang entlastet. So ist es zumindest vorgesehen.
Die FDP hat sich Anfang Februar 2009 bereits für eine erneute Gesundheitsreform stark gemacht: Es soll nach der Bundestagswahl eine private Krankenversicherung für alle geben. Die Reaktionen hierauf sind höchst unterschiedlich ausgefallen.
Geht es nach der FDP, dann wird es nach der Bundestagswahl im Herbst zu einer erneuten Reform der Krankenversicherung kommen. Das gilt zumindest dann, wenn die FDP wieder an der Regierung beteiligt sein sollte.
Es ist ein Problem, das in den letzten Jahren fast ausschließlich die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) kannte. Die Beiträge werden nicht gezahlt. In der privaten Krankenversicherung (PKV) spielte dieses Problem nur eine untergeordnete Rolle. Das könnte sich allerdings mit der Einführung des Basistarifs ändern.
Im Jahr 2009 kommen einige Änderungen auf die Bundesbürger zu. Das betrifft vor allem auch den Bereich der Krankenversicherung. Im Klartext: Die Versicherungspflicht gilt jetzt auch für die private Krankenversicherung (PKV).
