Lebensversicherung

  • Der Juli 2014 war für die Lebensversicherung wieder einmal ein schlechter Monat. Der Bundestag verabschiedete das Lebensversicherungsreformgesetz. Das Bündel an beschlossenen Maßnahmen bedeutet nichts Gutes: Die Lebensversicherung ist wieder ein Stück unattraktiver geworden. Verbraucher erhalten weniger Geld, wenn ihr Vertrag ausläuft.

  • Unsicherheiten bei der Höhe der Auszahlung, fallender Garantiezins, weniger Beteiligung an Bewertungsreserven – harte Zeiten für Inhaber von Lebensversicherungen. Kein Wunder, dass mancher seinen Vertrag herausholt und die Bedingungen einmal genauer unter die Lupe nimmt. Oft steht dabei ein Gedanke im Vordergrund: schnell kündigen. Das lohnt sich manchmal – aber keineswegs immer.

  • Bei Inhabern von Lebensversicherungen herrscht derzeit große Verunsicherung. Denn die Regierung plant einschneidende Veränderungen zur Auszahlungspraxis von Bewertungsreserven. Das bedeutet für Verbraucher: Bei einer vorzeitigen Kündigung könnten sie jetzt viele Tausend Euro mehr erhalten als nach der Gesetzesänderung. Sicher ist das aber nicht – jeder Fall muss individuell beurteilt werden.

  • Die Verbraucherzentrale Hamburg hat einen weiteren Sieg errungen: Die HDI Lebensversicherung muss auf beanstandete Klauseln in den Vertragsbedingungen verzichten. Dabei geht es vor allem um Beitragsfreistellung, Kündigung und Stornoabzug. Schon seit Jahren kämpfen Verbraucherschützer gegen intransparente und vor allem für Neukunden nachteilige Versicherungsbedingungen.

  • Ein Lebensversicherer muss unter Umständen in voller Höhe haften, wenn ein Vertrag mit falscher Beratung verkauft wurde. In einem Rechtsstreit vor dem OLG Nürnberg/ Fürth ging es um eine fondsgebundene Versicherung. Das Gericht betrachtete die Police in erster Linie als Kapitalanlage. Der Anbieter stand deshalb gemäß dem Urteil besonders in der Pflicht (Az.: 8 U 12 54/13).

  • Der Bundesgerichtshof hat einmal mehr ein Urteil im Sinne von Versicherungskunden gefällt: Diesmal wurde die Generali Lebensversicherungen zurückgepfiffen. Sie musste erfahren, dass bestimmte, bereits früher verwendete Versicherungs-Bedingungen ungültig sind. Nun können Betroffene sogar eine Nachberechnung ihrer Rückkaufswerte verlangen.

  • Der Bundesgerichtshof hat ein wichtiges Urteil für Kunden von Lebensversicherungen gefällt: Bestimmte Klauseln in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen, die den Verbraucher benachteiligen, sind ungültig. Das betrifft insbesondere die Berechnungen von Rückkaufswerten. Verbraucher können nun eine Nachberechnung fordern und mit Erstattungen rechnen (Az.: IV ZR 201/10).

  • Lebensversicherungen haben es heute nicht einfach, müssen sie doch ihre Garantieversprechen in einem schwierigen Zinsumfeld erwirtschaften. Logisch, dass hohe Erträge eher die Ausnahme als die Regel sind. Umso bedeutsamer werden aussagekräftige Ratings. Auf diese Weise bekommen Kunden Anhaltspunkte, bei welchem Anbieter sich ihr Geld am zuverlässigsten vermehrt. In einer aktuellen Analyse schaffte es die Allianz auf den ersten Platz.

  • Rund 900.000 Verträge hat die Allianz Lebensversicherung falsch abgerechnet. Betroffene Kunden sollten Entschädigung einfordern – Richter haben per Urteil grünes Licht gegeben. Die Allianz reagierte: 117 Millionen Euro stehen schon bereit.

  • Wie ist es eigentlich um den Garantiezins bei der Lebensversicherung bestellt? Diese Frage treibt immer mehr Menschen um – verunsichert durch Medienberichte. Fachverbände geben eine klare Antwort: Zu Panikmache gibt es keinen Grund. Die Lebensversicherer sind gewappnet, um ihre Verpflichtungen zu erfüllen – notfalls auch mit Unterstützung der Politik.

  • Besser als erwartet: Der Map-Report sieht 2012 zwar weiterhin die Renditen der Lebensversicherer auf Talfahrt, aber die Ergebnisse sind – verglichen etwa mit Banken – trotzdem recht gut. Die Anbieter haben kräftig bei ihren Ausgaben eingespart: Die Verwaltungs- und Abschlusskosten sind durchweg gesunken.

  • Das Assekurata-Rating 2012 führte für die Hannoversche Lebensversicherung zu einem hervorragenden Ergebnis: Erstmals konnte der Lebensversicherer die Bestnote „exzellent“ (A++) erzielen. Dazu trugen insbesondere die Qualitätssprünge bei den Teilfaktoren „Kundenorientierung“ und „Wachstum/Attraktivität im Markt“ bei.

  • Ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) gibt Anlegern neue Hoffnung, die sich vom britischen Lebensversicherer Clerical Medical getäuscht sehen. Das Unternehmen warb mit Renditeversprechungen in Höhe von 8,5 Prozent, konnte diese aber nicht einhalten. Der Bundesgerichtshof stellte fest, dass die betroffenen Kunden Schadenersatz- und Erfüllungsansprüche gegenüber dem Unternehmen besitzen (Verfahren IV ZR 151/11 und 164/11).

  • Viele Kunden haben Anspruch auf mehr Geld und wissen es gar nicht, hat Finanztest festgestellt. Seit 2008 muss jeder Lebensversicherer seine Kunden mit 50 Prozent an den „stillen Reserven“ beteiligen. Entscheidend ist der Zeitpunkt, zu dem die Kapitallebensversicherung abläuft oder die private Rentenversicherung mit den regelmäßigen Rentenzahlungen beginnt.

  • Die Lebensversicherung ist besser als ihr Ruf, stellt der neueste Map-Report fest. Grund für diese Annahme: Die hochgerechneten Ablaufleistungen fallen 2012 häufig besser aus als zunächst vermutet. Untersucht wurden 60 Anbieter von kapitalbildenden gemischten Lebensversicherungen.

  • Die Allianz ist Deutschlands größter Versicherer. Sie hat daher eine Leitbildfunktion für viele kleinere Unternehmen. Folglich dürfte die jüngste Allianz-Maßnahme Signalwirkung haben: Der Versicherer senkte die Zinsen für Lebensversicherungsverträge. Damit erfolgt eine Anpassung an die zurzeit niedrigen Kapitalmarktzinsen.

  • Hinterbliebene haben es doppelt schlecht: Zum einen haben sie einen Schicksalsschlag erlitten, zum anderen sind sie häufig schlecht abgesichert. Ein Spezialheft des „Map-Report“ zeigt klare Lücken im Bereich der Risiko-Lebensversicherung auf. Es gibt viel Nachholbedarf – sowohl für die Anbieter als auch für die Kunden.

  • Bei Wertpapier-Transaktionen muss der Anbieter den Kunden umfassend über Abschlusskosten aufklären. Das gilt aber nur eingeschränkt, wenn fondsgebundene Lebensversicherungen vermittelt werden. Das Oberlandesgericht Köln lehnte deshalb die gewünschte Vertragskündigung eines Klägers ab. Der hatte auf eine umfassende Aufklärungspflicht des Anbieters gepocht.

  • Viele Kunden tragen sich mit dem Gedanken, mit ihrer Lebens- oder Rentenversicherung zu einem vermeintlich attraktiveren Anbieter zu wechseln. So ein Wechsel ist kompliziert und lohnt sich oftmals nicht. Allenfalls für Verträge in den ersten Jahren könnte ein Wechsel – also eine Kündigung in Verbindung mit einem Neuabschluss – in Frage kommen.

  • Im Bereich der Lebensversicherung sinkt 2011 die laufende Verzinsung um gut 0,1 Prozent. Trotz der leicht negativen Tendenz muss die Ablaufleistung nicht unbedingt niedriger ausfallen. Wer sich für eine Lebensversicherung interessiert, sollte deshalb nicht nur auf die laufende Verzinsung achten. Ablaufleistung, Rückkaufswert und Kostenbelastung eines Vertrags sollten ebenso berücksichtigt werden.

  • Die Stiftung Warentest hat die Kundenfreundlichkeit von Lebensversicherungen und Rentenpolicen getestet (Finanztest 3/2011). Der Rat der Verbraucherschützer: Schauen Sie bei der Auswahl einer Versicherung ganz genau hin und prüfen Sie die Angebote lieber zweimal. Denn nicht immer geben Versicherer klar verständliche Informationen. Bei vorschnellen Entscheidungen drohen finanzielle Nachteile.

  • Endlich mehr Transparenz beim Thema Lebensversicherung: Die Allianz Leben prescht nun vor und legt einige Karten auf den Tisch. Ab sofort weist sie für Neuverträge eine „Gesamtkostenquote“ aus. Damit sollen die Kosten einer Lebensversicherung für den Verbraucher klarer erkennbar werden; außerdem können Produkte besser miteinander verglichen werden.

  • Die klassische Lebensversicherung verkauft sich derzeit schleppend. Potenzielle Kunden bemängeln die unzureichenden Renditeaussichten. In der Tat dürfen die Rendite-Erwartungen nicht zu hoch geschraubt sein. Nach wie vor ist die Lebensversicherung aber vor ein sicheres Produkt – und deshalb kann es sich lohnen, nach guten Anbietern Ausschau zu halten.

  • Was ist dran an der Lebensversicherung? Lohnt sie sich heutzutage noch oder ist sie ein veraltetes Relikt? Stiftung Warentest untersuchte Angebote und beantwortet die Kernfragen: Wann ist die klassische Lebensversicherung eine Option? Und wann kommt sie überhaupt nicht in Frage?

  • Verbraucher bekommen bei kapitalbildenden Lebensversicherungen zunehmend die Auswirkungen der Niedrigzinsphase zu spüren: Garantiezinsen und Überschussbeteiligungen sinken wegen magerer Renditen der Versicherer. Ob Kunden unter- oder überdurchschnittliche Erträge erwarten dürfen, hängt jedoch maßgeblich von Anlageverhalten und Effizienz des Unternehmens ab. Ein Leistungsvergleich zeigt die Versicherungen mit den höchsten Beitragsrenditen.

  • In wirtschaftlich unsicheren Zeiten ist es besonders wichtig, einen leistungsfähigen Lebensversicherer mit solider Zukunftsperspektive zu haben. Die Agentur Morgen & Morgen erstellt daher jedes Jahr als Orientierungshilfe ein Profil fast aller deutschen Anbieter. In der Spitzengruppe des Ratings 2010 gab es für acht Unternehmen die Bestnote „stark überdurchschnittlich“.

  • Wer eine Lebensversicherung abschließt, kann in Krisenzeiten auf die Finanzkraft der meisten Versicherer vertrauen: Mehr als zwei Drittel der untersuchten Gesellschaften haben den Belastungstest der Ratingagentur Morgen & Morgen bestanden. Für Verbraucher ein beruhigendes Ergebnis. Ein vollständiges Bild lieferte der Test allerdings nicht: Rund ein Drittel der befragten Lebensversicherer konnte nicht beurteilt werden, weil es Daten verweigerte.