Private Krankenversicherung

  • Manchmal lassen sich Versicherungen viel Zeit bei ihrer Kostenzusage für eine geplante Heilbehandlung. Für betroffene Privatpatienten ist das sehr ärgerlich. Besserung ist aber in Sicht: Eine Änderung des Versicherungsvertragsgesetzes soll die Anbieter stärker in die Pflicht nehmen.

  • Krankenversicherer aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) dürfen ihre Policen auch auf dem deutschen Markt anbieten. Das kann für Menschen, die sonst unversichert bleiben würden, ein echter Ausweg sein. Interessenten sollten sich allerdings zunächst mit den nötigen Informationen eindecken.

  • Jeder privat Versicherte hat das Recht, sich im Basistarif zu versichern. Der Anteil der dort Versicherten ist allerdings geringer als mancher vermutet: Im Vergleich zur Zahl der Vollversicherten liegt er bei nur 0,29 Prozent (Stand Ende 2011). Die meisten Basistarif-Versicherten hat der Debeka Krankenversicherungs-Verein a.G.

  • Die kommenden Unisex-Tarife werden vielen Versicherungen eine Menge Arbeit bescheren. Zahlreiche Tarife müssen neu berechnet werden. Viele Anbieter werden bei der Gelegenheit auch gleich ihre allgemeinen Versicherungsbedingungen überarbeiten. Die Gothaer Krankenversicherung ist bereits vorzeitig einen Schritt in diese Richtung gegangen.

  • Ein entscheidender Vorteil der privaten im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) besteht im hochwertigeren Leistungsangebot. Um die Wettbewerbsposition zu sichern, hat der PKV-Verband Mindestkriterien erarbeitet. Diese Standards sollen von den einzelnen Anbietern nicht unterboten werden. Verpflichtend sind sie allerdings nicht.

  • Steigende Tarife machen vielen PKV-Kunden vor allem im Alter schwer zu schaffen. Mancher denkt darüber nach, in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln; in der Regel ist das bis zum 55. Lebensjahr möglich. Nach neueren Analysen ist aber in dem meisten Fällen eine andere Alternative günstiger: der Wechsel in den so genannten Standardtarif.

  • Eigentlich sind Firmen und Verbände bei Versicherungen beliebt, schwemmen sie doch mit einem Schlag eine Menge Kundschaft ins Haus. Die Deutsche Krankenversicherung (DKV) scheint andere Erfahrungen gemacht zu haben: Sie macht das Neugeschäft mit Gruppen dicht. Außerdem will sie ab 2013 die bereits bestehenden Verträge neu organisieren.

  • Nicht jedem öffnet die private Krankenversicherung ihre Türen. Wer aber eintreten darf, sollte eine Mitgliedschaft in Erwägung ziehen. Die Leistungen sind in vielen Bereichen deutlich besser als bei den gesetzlichen Kassen. Der Umfang der gebotenen Leistungen hängt naturgemäß sehr stark vom gewählten Tarif ab.

  • Wer eine private Krankenversicherung besitzt, kann den leider immer wieder auftretenden Beitragserhöhungen mit verschiedenen Mitteln begegnen. Eines der Mittel heißt Selbstbehalt. Dabei verpflichtet sich der Kunde vertraglich, einen bestimmten Teil der Behandlungskosten aus der eigenen Tasche zu zahlen. Das kann sich lohnen.

  • Für Beamte ist eine private Krankenversicherung die erste Wahl. In den meisten Fällen ist sie sehr günstig zu erwerben. Dies liegt vor allem an der Beihilfe, die Beamten zusteht. Dieser Zuschuss des Dienstherrn stemmt bereits einen erheblichen Teil der Krankheitskosten und mindert die Beiträge in der PKV.

  • Das Thema sorgt immer wieder für Unruhe unter Privat-Versicherten: Beitragserhöhungen in der PKV. Vor allem ältere Versicherte müssen mit Steigerungen rechnen, die je nach Tarifstruktur drastisch sein können. In manchen Fällen – aber keineswegs immer – ist ein Tarifwechsel die passende Lösung.

  • Wer mehr als den gesetzlichen Rundumschutz möchte, kann sich privat versichern. Die Beiträge liegen oft höher als bei den gesetzlichen Kassen. Dafür haben die Versicherten einen höherwertigen, dauerhaft garantierten Schutz. Für manche Personengruppen ist eine private Krankenversicherung auch aus anderen Gründen vorteilhaft. Hierzu zählen insbesondere Beamte, Singles und Kinderlose.

  • Private Krankenversicherer müssen den Kunden bei einer Beitragserhöhung darauf hinweisen, dass er den Tarif wechseln darf. Allen über 60-jährigen Kunden müssen sogar explizit Tarife genannt werden, die für einen Wechsel geeignet sind. Soweit die gesetzlichen Fakten! – In der Realität unterlaufen aber viele Anbieter in der PKV immer wieder die gesetzlichen Regelungen zum Tarifwechsel, wie „Finanztest“ belegen kann.

  • Steigt der durchschnittliche Jahresbeitrag in der PKV zu stark an – vor allem gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)? Das Thema ist mittlerweile zu einem öffentlichen Zankapfel geworden; an der Beantwortung der Frage beißen sich die verschiedensten Interessengruppen die Zähne aus.

  • Nicht jedem schmeckt die gesetzliche Krankenversicherung. Trotz zeitweiliger Milliarden-Überschüsse zeigt sie sich in manchen Bereichen knauserig, etwa beim Zahnersatz oder bei Hilfsmitteln. Die PKV kann eine Alternative sein! Ein Wechsel in die private Krankenversicherung gelingt dann, wenn man einige Regeln beachtet.

  • Manchmal möchte ein Privatversicherter wieder zurück in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) wechseln. Ein Grund kann darin liegen, dass er weniger als vorher verdient und ihm die PKV-Beiträge zu hoch werden. Der Wechsel in die GKV funktioniert aber nur dann, wenn sein Einkommen unterhalb einer bestimmten Grenze liegt. Liegt man nur knapp über der Grenze, gibt es einen kleinen Trick: Man kann mit einer betrieblichen Altersvorsorge per Entgeltumwandlung etwas nachhelfen, das Einkommen „formal“ zu vermindern.

  • PKV und Kinder – passt das überhaupt, fragen sich viele. Schließlich sind Kinder in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) kostenlos mitversichert, während sie in der privaten Krankenversicherung (PKV) nur gegen Extra-Beiträge versichert werden können. Tatsächlich scheint es gut zu passen: Die Entwicklung der Mitgliedszahlen in den letzten Jahren belegt es.

  • Wenn eine Pflichtversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung einsetzt, kann ein bestehender PKV-Vertrag gekündigt werden. Diese Kündigung muss aber formell auch deutlich ausgesprochen werden. Ein Kläger hatte es sich da zu leicht gemacht und auf eine ausdrückliche Kündigung verzichtet. Dann sah er auch noch tatenlos zu, wie die private Krankenversicherung weiterhin die Beiträge abbuchte.

  • Um eine Beitragsrückerstattung zu erhalten, können privat Versicherte ihre Arztrechnungen selbst bezahlen. Das lohnt sich oft. Allerdings können PKV-Versicherte ihre Krankheitskosten dann nicht dem Finanzamt einreichen, um sie steuerlich geltend zu machen. Das entschied das Finanzgericht Rheinland-Pfalz.

  • Seit 2009 müssen auch Beamte vollständig krankenversichert sein. Sie haben aber den Vorteil, dass die Beihilfe 50 bis 70 Prozent der Krankheitskosten abdeckt. Staatsdiener müssen also lediglich noch die verbleibenden Restkosten abdecken. Viele PKV-Unternehmen bieten Beamten dafür spezielle Tarife an. Die Zeitschrift Euro am Sonntag untersuchte Preise und Leistungen dieser Policen.

  • Jeder privat versicherte Kunde hat das Recht, bei seinem Unternehmen einen anderen Tarif zu wählen. Viele PKV-Anbieter sperren sich bislang dagegen, ihre Kunden explizit auf diese Möglichkeit hinzuweisen. Jetzt setzt die Deutsche Krankenversicherung (DKV) ein Zeichen: Sie will zukünftig ihren Kunden die Möglichkeiten eines Tarifwechsels transparenter machen.

  • Das passiert nicht oft: Verbraucherverbände empfehlen Unternehmen, die Preise zu erhöhen. Bei den so genannten „Billigtarifen“ in der PKV ist das aber so. Es hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass Billigtarife (oder „Einsteigertarife“, wie sie von den Anbietern gern genannt werden) eine echte Kostenfalle sind.

  • Ein Gerichtsurteil stellt klar: Die Beihilfe muss nicht zahlen, wenn nahe Verwandte Behandlungen durchführen. Beamte, die eine private Krankenversicherung abgeschlossen haben, sollten sich also ihren Arzt außerhalb des Familienkreises suchen. Anderenfalls müssen sie die Unterstützung durch die Beihilfe in den Wind schreiben.

  • Nicht nur Berufsanfänger stehen vor der Frage, wie sie sich am günstigsten krankenversichern. Mehr als 130 gesetzliche Kassen und rund 50 private Krankenversicherer buhlen um die Gunst der Kunden. Die Leistungen der gesetzlichen Kassen unterscheiden sich nur marginal. Die privaten Krankenversicherer bieten in der Regel deutlich mehr, die sogenannte PKV ist aber nicht für jedermann geeignet. Es ist daher hilfreich, die Vor- und Nachteile in Form einer Checkliste gegenüberzustellen.

  • Jahr für Jahr steigen die PKV-Beiträge. Manchem Versicherten wird es da mulmig ums Herz: Wie können so hohe Beiträge eigentlich im Alter finanziert werden? Auch die Versicherer haben das Problem erkannt: Sie bieten so genannte Beitragsentlastungskomponenten (BEK) an. Das Prinzip: Zusätzliche Einzahlungen in jüngeren Jahren reduzieren die Beiträge im Alter.

  • Mit großen Erwartungen waren beide in das Projekt gestartet, nun endet es eher sang- und klanglos: Die Allianz Private Krankenversicherung und die KKH-Allianz beenden ihre Zusammenarbeit zum Ende 2012. Die Kooperation zwischen privatem und gesetzlichem Anbieter hatte erst 2009 begonnen.

  • Eine erfreuliche Entwicklung: Die Verwaltungskosten der PKV-Anbieter sind weiterhin gesunken. Der neueste Map-Report weist einen Rückgang der Verwaltungskostenquote von 2,55 Prozent (2009) auf 2,45 Prozent (2010) auf. Der Schnitt der letzten zwölf Jahre lag immerhin bei 2,88 Prozent. Private Krankenversicherer sparten also kräftig bei den Ausgaben – allerdings mit individuell unterschiedlichen Resultaten.

  • Wer seine private Krankenversicherung kündigen möchte, muss erst einmal den Abschluss eines anderen gültigen Versicherungsvertrages vorweisen. Sonst kommt er aus seiner alten Versicherung nicht heraus. Eventuell kann sich eine Kündigung im Nachhinein sogar als unwirksam erweisen, wie ein Kunde vor Gericht erfahren musste.