Private Krankenversicherung

  • Diese Rechnung ist für Alleinstehende einfach: Ein Wechsel in die PKV bringt in der Regel günstigere Beiträge und bessere Leistungen mit sich. Wer gesund ist, der kann die Angebote der PKV nahezu bedenkenlos annehmen. Nicht ganz so einfach ist die Rechnung hingegen für jene, die eine Familie gründen wollen oder bereits Familienvater oder -mutter sind.

  • Privat Versicherte kennen das zur Genüge: Regelmäßig flattert ihnen eine Beitragserhöhung ins Haus. Auch wenn sie gute Leistungen von der PKV erhalten, so reißen die Preisanhebungen doch oft ein tiefes Loch in den Geldbeutel – vor allem im Alter. Der Ausweg: ein Tarifwechsel.

  • Die Kölner Rating-Agentur Assekurata bewertete die HUK-Coburg mit sehr gut. In einem Rating von Krankenversicherungen überzeugte die Personenversicherung in allen Bereichen und bekam zum achten Mal in Folge die Spitzennote A+. In einigen Bereichen erzielte das Unternehmen sogar ein „exzellent“.

  • Privat versicherte Ärzte können bei der Steuer kräftig einsparen: Wenn sie Beiträge für die private Krankenversicherung vorauszahlen, können sie relativ hohe Summen als Sonderausgaben absetzen. Das lohnt sich vor allem für Ärzte, die unerwartet hohe Praxiseinnahmen haben.

  • Um allzu starke Beitragserhöhungen im Alter vermeiden zu können, werden in der PKV so genannte Altersrückstellungen gebildet. Diese können – seit 2009 – bei einem Anbieterwechsel teilweise übertragen werden. Davon scheinen einige Unternehmen kräftig zu profitieren, andere haben beim Gesamtübertrag ein Minus in der Rechnung.

  • Wer in jungen Jahren vor Gesundheit nur so strotzt, kann jeder Gesundheitsprüfung gelassen entgegen sehen. Für den Abschluss eines hochwertigen Angebots in der PKV fehlt allerdings oft noch das Geld. Der Continentale Optionstarif bietet einen Ausweg aus diesem Dilemma.

  • Die Vielfalt der Tarifangebote lässt manchen Verbraucher erst einmal verwirrt dreinschauen. Ohne gute Beratung ist ein neuer PKV-Vertrag ein riskantes Unterfangen. Verbraucher sollten auch die Ergebnisse von Rating-Agenturen vergleichen, bevor sie einzelne Angebote in die engere Auswahl nehmen.

  • Das Bundeskabinett hat neue Rechengrößen für die Sozialversicherung im Jahre 2012 beschlossen. Die Versicherungspflichtgrenze steigt demnach von 49.500 Euro im Jahr 2011 auf nunmehr 50.850 Euro. Umgerechnet auf den Monat sind dies 4.237,50 Euro.

  • Fast 25 private Krankenversicherer sind mittlerweile auf den Zug aufgesprungen, der da „Beitragsentlastung im Alter“ heißt. Damit bietet fast die Hälfte der PKV-Unternehmen Kunden die Möglichkeit, ihre Beiträge im Alter nicht explodieren zu lassen. „Beitragsentlastungskomponenten“ oder kurz BEK heißt das im Versicherungsdeutsch.

  • Für psychisch Kranke ist eine neue Offensive der HUK-Coburg Krankenversicherung interessant. Das Unternehmen peilt eine integrierte Versorgung für psychisch erkrankte Patienten an. Zum Paket gehört ein Pool an Kliniken mit speziellen Leistungsangeboten. Die HUK-Coburg, Nummer neun im PKV-Markt, erhofft sich davon eine bessere und schnellere Versorgung.

  • Weg von großen, zentralen Einrichtungen, hin zu individuellen Angeboten und Pflegeleistungen: das ist der neue Weg, den die Deutsche Krankenversicherung (DKV) eingeschlagen hat. Nach dem Ausbaustopp der goMedus-Zentren geht es jetzt den goDentis-Aktivitäten an den Kragen: Die zahnärztlichen Zentren der DKV geraten nun ebenfalls in die Sackgasse.

  • Familien kennen häufig das Problem: Der eine Ehepartner ist gesetzlich versichert, der andere (besser Verdienende) in der PKV. Die Kinder dürfen aber nicht in der Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkasse mitversichert werden. Ungerecht, sagte eine betroffene Ehefrau und erhob Verfassungsbeschwerde. Das Bundesverfassungsgericht aber ließ die Beschwerde nicht zu.

  • Eine Krankenversicherung, die Patienten im eigenen Netzwerk behandelt? Ungewöhnlich, finden viele Versicherte. Deshalb halten sich wohl viele dem Angebot fern. Die vor einigen Jahren eingeführten „Gesundheitszentren“ der DKV erfreuen sich nur eines geringen Zuspruchs. Sie werden nicht weiter ausgebaut.

  • Wer sich privat versichern möchte, muss beim Antrag Gesundheitsfragen beantworten. Gibt er dabei eine zurückliegende Drogentherapie nicht an, muss mit dem Rücktritt des Versicherers vom PKV-Vertrag rechnen. Das Landgericht Dortmund gab deshalb der privaten Krankenversicherung des Klägers recht.

  • Die private Krankenversicherung braucht jedes Jahr höhere Beiträge. Die Steigerungen betreffen Männer mehr als Frauen. Wer privat versichert sein möchte, muss in den sauren Apfel beißen. Vor Wechseln oder Neuabschlüssen lohnt sich aber ein genauer Vergleich.

  • Auch Studenten müssen sich krankenversichern. Von dieser Regel gibt es nur wenige Ausnahmen. In jedem Fall haben Studenten ein Wahlrecht zwischen privater und gesetzlicher Versicherung. Die private Krankenversicherung lockt mit besonders günstigen Studententarifen. Dementsprechend sind aber auch die Leistungen geringer.

  • Die private Krankenversicherung steht nicht allen offen. Beamte und Freiberufler dürfen hinein, ebenso gutverdienende Arbeitnehmer mit mindestens 49.900 Euro Jahresbruttoeinkommen. Gegenüber den gesetzlichen Krankenkassen bieten PKV-Unternehmen bessere Leistungen. Vor der Unterschrift unter den Vertrag sollte aber eine scharfe Brille aufgesetzt werden: Fallstricke lauern an verschiedensten Stellen.

  • Jeder möchte nach neuesten medizinischen Standards versorgt werden. Wer dafür auch mehr ausgeben möchte, wählt eine private Krankenversicherung. Die Tarife hängen nicht vom Einkommen ab, sondern werden aufgrund mehrerer Faktoren individuell berechnet. Darüber hinaus unterscheidet sich eine private Krankenversicherung auch bei den Leistungen deutlich von der gesetzlichen.

  • Im Streitfall um die Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung hat das Sozialgericht Kiel zugunsten eines Arbeitslosen entschieden. Ihm war die Aufnahme in die Gesetzliche verweigert worden. Der Beschluss des Gerichts (Aktenzeichen: S 37 AS 437/10 ER) erachtet den Ausschluss als unzulässig und hebt ihn auf.

  • Wer mit Vorerkrankungen in die private Krankenversicherung (PKV) eintritt, zahlt einen Risikozuschlag und somit einen erhöhten Beitrag. Die Frage, ob die Zuschläge wegzufallen haben, wenn die Krankheit ausheilt, beschäftigte mehrere Gerichte. Der Spruch des Oberlandesgerichts Karlsruhe: Das liegt im Ermessen des Versicherers.

  • Vor allem mit Blick auf Finanzierung und Leistung stehen sich in Deutschland zwei unterschiedliche Krankenversicherungssysteme gegenüber. Existenzgründer müssen sich für ein System entscheiden und sollten hierbei sorgfältig abwägen. Neben den Vor- und Nachteilen des jeweiligen Systems sollten auch die Familienplanungen in den Abwägungsprozess eingebunden werden.

  • Private Versicherungen können ihre Tarife individuell gestalten. Um Beiträge und Leistungen exakt auf jeden Kunden abzustimmen, stellen sie vor Vertragsabschluss umfangreiche Gesundheitsfragen. Abhängig vom Ergebnis erheben die PKV-Unternehmen dann häufig einen Risikozuschlag.

  • Ein Albtraum jedes PKV-Versicherten: Unbezahlbare Beiträge im Alter – also gerade dann, wenn das Geld sowieso oft knapper ist. Damit das nicht passiert, rechnen die Privatversicherer Altersrückstellungen in ihre Tarife ein. Die verhindern Tarifexplosionen während der Rente. Bei einem Anbieterwechsel können diese Rückstellungen mitgenommen werden.

  • Eine private Krankenversicherung kann vom Versicherer jederzeit aus wichtigem Grund gekündigt werden. Da nützt auch der Hinweis auf den oft zitierten § 206 Absatz 1 VVG nichts: Der darin enthaltene Kündigungsschutz bezieht sich vorrangig auf Fälle von Beitragsrückständen. Das stellten die Richter am Oberlandesgericht Celle in einem Revisionsverfahren klar.

  • Früher hatten es die PKV-Unternehmen einfach: Zahlte ein Kunde längere Zeit seine private Krankenversicherung nicht mehr, so konnten sie ihn kurzerhand kündigen. Das geht nicht mehr so einfach, seit die gesetzliche Versicherungspflicht vor zwei Jahren eingeführt wurde. Die Allianz Private Krankenversicherung zieht die Konsequenzen und überprüft die Bonität von Neukunden.

  • Der Basistarif der PKV ist für viele Privatversicherte ein Notanker, wenn die Beiträge sonst unbezahlbar wären. Eine Gefahr ist dabei aber vorhanden: Aufgrund fehlender Verträge mit den kassenärztlichen Vereinigungen muss derzeit nicht jeder Arzt jeden Basisversicherten behandeln. Die Bundesregierung sieht allerdings keinen Handlungsbedarf.

  • Ein Student kann zu Beginn des Studiums eine Befreiung von seiner Krankenversicherungspflicht beantragen und sich privat versichern. Er muss aber wissen: Während der Studienzeit kann er seine Entscheidung nicht mehr rückgängig machen. Ein Urteil bestätigt, dass dies auch bei Studienabbruch und späterem Studienneubeginn gilt.

  • Super Leistungen gibt es – das sagt schon der gesunde Menschenverstand – nicht zu Billigpreisen. Keine Versicherung kann – vor allem auf Dauer – Tarife anbieten, die laut Finanztest bei der Konkurrenz oft ein Mehrfaches kosten. Und im anspruchsvollen Leistungssegment der PKV geht das schon gar nicht.