Private Krankenversicherung

  • Ein Urteil macht Beamten Mut, die in einer misslichen Lebenssituation stecken und unvorhergesehene Krankheitsausgaben haben. Das Verwaltungsgericht Koblenz gab einem klagenden Beamten recht, der auf Beihilfefähigkeit sämtliche Aufwendungen für ein Hörgerät pochte; die Beihilfe hatte die Berücksichtigung der Gesamtkosten abgelehnt, weil der Kostenrahmen überschritten worden sei.

  • Grundsätzlich gilt in der PKV: Ein Tarifwechsel ist jederzeit möglich. Aber hat der Kunde auch ein Recht darauf, von der Versicherung über günstigere Tarife informiert zu werden? Antwort: Ja und Nein. Nur in Einzelfällen muss die Versicherung ihre Kunden tatsächlich auf günstigere Tarife hinweisen.

  • Kunden müssen vor dem Wechsel ihrer privaten Krankenversicherung (PKV) bei der Beratung über mögliche Risiken aufgeklärt werden. Das entschied das Oberlandesgericht Hamm (AZ:18 U 154/09) und stärkt damit die Rechte von Verbrauchern. Versäumt der Makler seine Aufklärungspflichten, haftet er dafür, wenn Kunden bei einem Versicherungswechsel finanzieller Schaden entsteht.

  • Fast 50 Unternehmen bieten in Deutschland private Krankenversicherungen (PKV) an. Entsprechend hart wird um Marktanteile gerungen. Nicht immer nutzt das Konkurrenzverhalten den Verbrauchern. Das gilt etwa bei dem Geschäft mit Neuverträgen zu Niedrigprämien. Der allzu günstige PKV-Einstieg kann teuer werden: Versicherte bekommen weniger Leistungen und später oft saftige Beitragserhöhungen präsentiert.

  • Seit Beginn 2011 ist der Wechsel in eine private Krankenversicherung wieder einfacher. Es genügt, ein Jahr lang beim Einkommen über der so genannten Versicherungspflichtgrenze von derzeit 49.950 Euro brutto zu liegen (bisher drei Jahre). Die Zeitschrift Finanztest warnt allerdings vor übereilten Versicherungsabschlüssen.

  • Zum zwölften Mal veröffentlichte der Map-Report sein jährliches Rating-Ergebnis für die Sparte „Private Krankenversicherung“. Beim Leistungsvermögen der untersuchten PKV-Unternehmen gab es keine Komplettausfälle; drei Anbieter erreichten sogar die Bestnote. Die Beiträge stiegen allerdings noch einmal kräftig an.

  • Der Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) ist seit 2011 wieder einfacher. Es genügt, wenn Arbeitnehmer ein Jahr lang mehr als die Versicherungspflichtgrenze (49.500 Euro) verdienen. Ein Wechsel sollte aber gut überlegt sein: Die Kosten für die PKV können im Alter rasant ansteigen.

  • Ab 2011 haben private Krankenversicherungen (PKV) bei der Medikamentenabrechnung die gleichen Preisvorteile wie Krankenkassen. Für Privatversicherte ändert sich vorerst nichts: Sie zahlen weiter den normalen Apothekenpreis und erhalten ihre bisherige Erstattung. Ab 2012 könnten sie dann direkt sparen: Versicherer müssen die erwarteten 300 Millionen Euro Herstellerrabatte zur Beitragsstabilisierung verwenden.

  • Sozialträger müssen die vollen Beiträge zum Basistarif der privaten Krankenversicherung (PKV) von Hartz-IV-Empfängern bezahlen. Das entschied das Bundessozialgericht (BSG) in letzter Instanz und beseitigt damit eine seit April 2007 bestehende Rechtsunsicherheit. Die Krankenversicherer begrüßten das Urteil: Allein 2010 mussten sie etwa 20 Millionen Euro Beitragsschulden arbeitsloser Versicherungsnehmer verbuchen.

  • Die privaten Krankenversicherungen (PKV) wollen Kunden die Angst vor hohen Altersprämien nehmen. Sie bieten zur Vollversicherung Zusatzkomponenten an: Im Berufsleben zahlt der Versicherte mehr für seine Police. Dafür sinkt der Beitrag im Rentenalter. Der Staat fördert das Modell mit Steuererleichterungen. Verbraucherschützer sind skeptisch und raten zur alternativen Geldanlage.

  • Das deutsche Gesundheitssystem soll sparsamer und effektiver werden. Dazu notwendige Änderungen sind ab dem 01. Januar 2011 in Kraft getreten. Hauptbetroffene sind die rund 70 Millionen Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV): Sie müssen höhere Beiträge an die Kassen zahlen. Zugleich wird es einfacher, zur privaten Krankenversicherung (PKV) zu wechseln.

  • Beamte dürfen zwar zu einer ergänzenden privaten Krankenversicherung verpflichtet werden. Kommen sie dieser Verpflichtung jedoch nicht nach, behalten Sie dennoch Ihren Anspruch auf Beihilfe. Das entschied der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg. Der Klägerin war die zusätzliche private Krankenversicherung zu teuer, da sie mit ihren Versorgungsleistungen auch ihre Familie ernähren musste.

  • Die Bundesregierung plant Veränderungen für Hartz-IV-Empfänger mit privater Krankenversicherung (PKV): Betroffenen könnte ein Zwangswechsel zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bevorstehen. Als Alternative steht die Einführung eines PKV-Niedrigtarifs zur Debatte. Der Verband der Privatversicherer lehnt die Pläne ab. Er plädiert dafür, die Versicherungsbeiträge für Arbeitslose generell aus Steuermitteln zu finanzieren.

  • Die Versicherungsgesellschaft HUK-Coburg will das Tarifsystem der privaten Krankenversicherung (PKV) umstellen: Kostensteigerungen sollen künftig in die Tarifkalkulation einfließen und gerechter auf Bestands- und Neukunden verteilt werden. Zugleich sollen alle Kunden gleiche Zuschläge für Alterungsrückstellungen zahlen. Durch die Maßnahmen würden die PKV-Beiträge zunächst steigen. Langfristig aber spare der Kunde, meint der Versicherer.

  • Nicht allein Mehrausgaben für Arzneimittel belasten die Budgets der privaten Krankenversicherung (PKV): Als Kostentreiber erweisen sich ebenso Laborkosten. Die Ausgaben dafür liegen deutlich über denen der gesetzlichen Krankenkassen. Die Ursache sieht der PKV-Verband im Verhalten von Ärzten. Viele arbeiteten in Eigenlabors und kassierten für Arbeiten, deren medizinischer Nutzen zweifelhaft sei.

  • Die HUK-Coburg stellt ein neues Leistungsmodell in der privaten Krankenversicherung vor: Im Select-Tarif bekommen Kunden mehr Kosten erstattet, wenn sie sich von HUK-Kooperationspartnern behandeln lassen. Partner sind Arzneimittelhersteller, Dentallabore, Augenlaserspezialisten und Fachkliniken. Für die ambulante Versorgung stehen neuerdings medizinische Versorgungszentren (MVZ) mit Fachärzten, Heilpraktikern und anderen Dienstleistern zur Verfügung.

  • Geplante Erhöhung des Beitragssatzes von 14,9 auf 15,5 Prozent, dazu unbegrenzte Zusatzbeiträge: Da fragt sich mancher schon, ob er in der gesetzlichen Kasse bleiben soll. Zumal Wechselwilligen der Übertritt zur PKV demnächst leichter gemacht wird. Experten warnen allerdings: Bei einer solch wichtigen Entscheidung sind Schnellschüsse nicht angeraten.

  • Jüngste Reformbeschlüsse der Regierung könnten den Wechsel zur privaten Krankenversicherung (PKV) attraktiver machen. Nach der Einführung von Arzneimittelrabatten rechnet die Branche zukünftig mit stabileren Beiträgen. Schon jetzt profitieren wechselbereite Kassenpatienten: Für sie verkürzt sich die Wartezeit von drei Jahren auf ein Jahr.

  • Junge Erwerbstätige haushalten mit ihrem Geld eher vorsichtig. Oft sparen sie Geld für Anschaffungen oder eine Familiengründung. Da kommen die günstigen Einsteigertarife von privaten Krankenversicherungen gerade recht. Viel Leistung für wenig Geld, denkt mancher. Leider falsch gedacht: Oft sind diese Tarife echte Kostenfallen.

  • Die Continentale Krankenversicherung hat einen Tarif namens „Comfort“ eingeführt. Dabei verzichtet sie zum einen auf den pauschalen jährlichen Selbstbehalt. Zum anderen sollen Versicherte auf Veränderungen ihrer Lebenssituation flexibel reagieren können.

  • Das Bundesverwaltungsgericht hat eine für privat Krankenversicherte bahnbrechende Entscheidung getroffen: Es erteilte einem pauschalen Tarifstrukturzuschlag beim Wechsel eines Bestandskunden in einen neuen Tarif eine klare Absage. Jetzt können langjährige PKV-Kunden auch ohne Risikozuschlag von günstigeren neuen Tarifen profitieren.

  • Scheidung tut weh – Kindern am meisten. Zu emotionalen Problemen kommen oft noch materielle Nachteile: Zum Beispiel der Verlust der Vorzüge, die eine private Krankenversicherung bietet. Vor allem dann, wenn der unterhaltspflichtige Elternteil die Mehrkosten nicht bezahlen will. Das Oberlandesgericht Koblenz entschied nun: Das Kind darf in der privaten Krankenversicherung bleiben.

  • Hat eine private Krankenversicherung nach einem über Jahrzehnte reibungslos verlaufenden Versicherungsverlauf den ungerechtfertigten Verdacht einer unangemeldeten Arbeitsaufnahme des Versicherten und heuert diese zur Beweisbeschaffung eine Detektei an, so ist die daraus resultierende Kündigung nicht rechtens.

  • Kürzlich veröffentlichten wir Analyseergebnisse von Morgen & Morgen. Es ging um die Stabilität der PKV-Beiträge. Ergebnis: Die Unterschiede bei den Anbietern privater Krankenversicherungen sind enorm. Wie bedeutsam das Thema vor allem im Alter ist, zeigt jetzt ein Interview des „Handelsblatt“ mit dem Präsidenten des Verbandes der Versicherungsberater, Stefan Albers.

  • Der Basistarif wurde zum 01.01.2009 einheitlich in der privaten Krankenversicherung eingeführt. Die darin versicherten Leistungen sind mit denen der gesetzlichen Krankenversicherung zu vergleichen. Bezieht ein privat Krankenversicherter Sozialhilfe, muss er unter Umständen in den Basistarif wechseln. Die dann zu zahlenden Beiträge muss der Sozialhilfeträger aber unabhängig von deren Höhe erstatten.

  • Arbeitslose mit einer privaten Krankenversicherung (PKV) können nicht damit rechnen, dass der Staat ihre Versicherungsbeiträge vollständig übernimmt. Bezieher von Arbeitslosengeld müssen gegebenenfalls in den Basistarif wechseln und können lediglich einen Beitragszuschuss in begrenzter Höhe beanspruchen. Maßgebend ist der Betrag, den staatliche Leistungsträger an eine gesetzliche Krankenkasse zu zahlen hätten.

  • Viele privat Versicherte haben es dieses Jahr und auch schon im letzten Jahr gespürt: Die Beiträge der privaten Krankenversicherung sind teilweise drastisch gestiegen. Aber es gibt sie dennoch: günstige Versicherer, die mit geringen Beitragsanpassungen und hochwertigen Leistungen punkten.

  • Ehemals privatversicherte Selbstständige, die in ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis wechseln, dürfen zwangsweise gesetzlich krankenversichert werden. Selbst wenn sie die für private Krankenversicherungen (PKV) definierte Einkommensgrenze überschreiten, gilt für sie keine Versicherungsfreiheit. Erst nach einer Wartezeit von drei Jahren ist eine Rückkehr in die PKV erlaubt. So entschied das Landessozialgericht (LSG) Baden-Württemberg.