Stiftung Warentest: Wenn die Krankenversicherung zur Kostenfalle wird

Stiftung Warentest: Kostenfalle Krankenversicherung?

Ein Urteil des Oberlandesgerichts Celle macht deutlich: Der Wechsel in die private Krankenversicherung will reiflich überlegt sein. Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass dies später finanzielle Nachteile haben kann.

Stiftung Warentest: Kostenfalle Krankenversicherung?Stiftung Warentest: Krankenversicherung wird evtl. zur Kostenfalle

Es gibt Fälle, in denen wird die private Krankenversicherung zur Kostenfalle wird. Das kann nach Angaben der Stiftung Warentest insbesondere dann der Fall sein, wenn sich die Familie vergrößert. Jetzt steht fest: Stellt sich bei Familienzuwachs später heraus, dass die gesetzliche Krankenversicherung doch die bessere Lösung gewesen wäre, dann hat der Versicherte keinen Anspruch auf Schadensersatz. Weder die Versicherung noch der Vermittler muss für eine möglicherweise mangelhafte Beratung finanziell gerade stehen.

Tarif-Check Krankenversicherung

Die besten Tarife von mehr als 40 Versicherern im Vergleich!

Kostenloser Infoservice:
Tarif-Vergleich Krankenversicherung anfordern …

Krankenversicherung: Bei Familiennachwuchs wird’s in der Privaten teurer

In dem von der Stiftung Warentest beschriebenen Fall war ein Familienvater von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung gewechselt. Seine Frau und sein Kind blieben in der gesetzlichen Krankenversicherung. Als Kind Nummer zwei zur Welt kam, änderten sich allerdings die Rahmenbedingungen: Die Ehefrau hörte auf zu arbeiten. Damit musste sie sich neu krankenversichern lassen - und zwar in der privaten Krankenversicherung. Was besonders bitter war: Die beiden Kinder konnten nicht mehr kostenlos in der Familienversicherung versichert sein. Auch für sie waren künftig Beiträge fällig. Insgesamt wurde es erheblich teurer für die betroffene Familie.

Stiftung Warentest: Vertreter muss nicht über GKV informieren

Der Familienvater fühlte sich von dem Versicherungsvertreter hintergangen und schlecht beraten. Vor Gericht wollte er daher Schadensersatz erstreiten. Diese Rechnung ging allerdings nicht auf. Ein privates Versicherungsunternehmen müsse nicht über Unterschiede zur gesetzlichen Krankenversicherung informieren, heißt es in der Urteilsbegründung. Es muss lediglich über die eigenen Leistungen korrekt informieren, zitiert die Stiftung Warentest das Oberlandesgericht Celle.

Vorsorge-News jetzt auch bei
Facebook, Twitter & Google+
+++ Berufsunfähigkeit & Dienstunfähigkeit: Übersicht aller Beiträge – Seit +++ Altersvorsorge: Indexfonds schlagen Rentenversicherung & Co. +++ Berufsunfähigkeitsversicherung: sinnvolle Kriterien für die Auswahl +++