Pfiffige Tipps zum Antrag auf Berufsunfähigkeitsversicherung

Manchmal sind Tricks nötig, wenn der Antrag auf Berufsunfähigkeitsversicherung gelingen soll

Jeder vierte deutsche Berufstätige wird berufsunfähig, gibt Stiftung Warentest zu bedenken – und das im Durchschnitt schon mit 43 Jahren. Fachleute weisen deshalb immer wieder darauf hin: Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zu den wichtigsten Policen überhaupt. Manchmal ist es allerdings schwierig sie zu bekommen; dann hilft die richtige Strategie beim Antrag.

In der Broschüre „Berufsunfähigkeit gezielt absichern“ (2011) geben Stiftung Warentest und die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen Tipps für die Antragstellung bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Zunächst sollte der aktuelle Stand der Absicherung geprüft werden. Gesetzliche Rentenversicherung, Betriebsrente und/oder weitere Versorgungsansprüche werden addiert; ein Vergleich mit dem derzeitigen Nettoeinkommen gibt Aufschluss über eine eventuelle Versorgungslücke.

Bestehen keine Vorerkrankungen und arbeitet man in keinem Risikoberuf, lässt sich eine solche Lücke relativ leicht schließen: Dann klappt der Antrag meist problemlos, sogar bei einem preiswerten Anbieter. Die notwendige Qualität eines Angebots sollte mittels einer Internet-Beratung überprüft werden.

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Berufsunfähigkeitsversicherung – „Plan B“

Liegen Vorerkrankungen oder ein Risikoberuf vor (oder sogar beides), dann tritt Plan B in Kraft. Der entscheidende Tipp lautet hierbei: mehrere Anträge auf Berufsunfähigkeitsversicherung gleichzeitig stellen! Die Ablehnung eines Antrags wird nämlich von den Versicherungen zentral gespeichert – und alle Unternehmen haben Zugriff auf diese Datei. Wer bereits einmal abgelehnt wurde, hat dann schlechtere Chancen auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Wer aber gleich beim ersten Mal mehrere Anträge stellt, kann wahrheitsgemäß angeben, noch nie abgelehnt worden zu sein. Das erhöht die Chancen auf Annahme – vor allem in schwierigen Fällen.

Invitatioverfahren verhindert Chaos

Wer viele Anträge stellt, kann allerdings über kurz oder lang auf einem Berg von Verträgen sitzen. Normalerweise kommt eine Berufsunfähigkeitsversicherung nämlich schon zustande, sobald das Unternehmen dem Kunden die Police zugeschickt hat. Widerspricht er nicht innerhalb der Frist (meist 30 Tage), so ist der Vertrag rechtsgültig. Wer nun mehrere gültige Policen besitzt, muss also darauf achten, sich für eine zu entscheiden und die anderen zu stornieren. Ein zu später Versuch zum Ausstieg sorgt meistens für viel Ärger.

Beim so genannten Invitatioverfahren entfallen solche Risiken. Nach Antragstellung erhält der Kunde im positiven Falle vom Versicherer ein verbindliches Angebot. Nur wenn er es unterschrieben zurückschickt, gilt der Vertrag. Somit entfällt der Widerruf der überzähligen Verträge. Kunden sollten schon bei Antragstellung den Wunsch nach dem Invitatioverfahren äußern.

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Worauf sollten Kunden bei der Antragstellung noch achten?

Ehrlichkeit zählt – vor allem bei den Gesundheitsfragen. Wer bei seinem Antrag hier schummelt, stellt sich eventuell selbst ein Bein. Kann der Versicherer später Unwahrheiten oder Ungenauigkeiten nachweisen, kann es zur Leistungsverweigerung kommen – auch die Beiträge sind dann umsonst gezahlt worden.

Bei schweren Vorerkrankungen kann man versuchen, zunächst eine anonyme Risikovorabfrage zu stellen. Dabei werden keine Daten gespeichert. Es genügt, die Voranfrage einfach per E-Mail zu schicken. Allerdings unterstützen nicht alle Anbieter von Berufsunfähigkeitsversicherungen solche Voranfragen.

Weitere Tipps zum richtigen Vorgehen bei Berufsunfähigkeitsversicherungen lassen sich jederzeit über das Internet abrufen. Experten beraten unabhängig über Vorteile wie auch über Tücken dieser wichtigen Versicherung.