Trotz hoher Beiträge liegt die private Krankenversicherung oft vorne

Oft höhere Beiträge und mehr Leistung: Wann ist die private Krankenversicherung erste Wahl?

Wer mehr als den gesetzlichen Rundumschutz möchte, kann sich privat versichern. Die Beiträge liegen oft höher als bei den gesetzlichen Kassen. Dafür haben die Versicherten einen höherwertigen, dauerhaft garantierten Schutz. Für manche Personengruppen ist eine private Krankenversicherung auch aus anderen Gründen vorteilhaft. Hierzu zählen insbesondere Beamte, Singles und Kinderlose.

Keiner sollte sich allerdings durch extrem niedrige Beiträge in eine private Krankenversicherung locken lassen. Die Gefahr ist immens, dass die Beiträge im Alter nach oben schnellen. Auf Dauer können gute Leistungen nur durch ausreichende Beiträge gewährleistet werden. Experten empfehlen deshalb, einen Tarif zu wählen, der Leistungen deutlich über dem Kassen-Niveau bietet und ausreichende Altersrückstellungen bildet. Billige Einsteigertarife gehören in der Regel nicht in diese Gruppe.

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Private Krankenversicherung bietet Extras

Wer über ein anständiges, sicheres Einkommen verfügt und sich bei den Leistungen nicht mit den Attributen „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“ begnügen will, greift gern zur privaten Krankenversicherung. Die genannten Attribute charakterisieren laut Sozialgesetzbuch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) – wobei außerdem deren Leistungen „das Maß des Notwendigen nicht überschreiten“ dürfen (§ 12 Absatz 1 SGB V). Darüberhinaus können die Krankenkassen ihre Leistungen jederzeit einschränken.

Die private Krankenversicherung punktet dagegen mit einer zugesagten Leistungsgarantie. Außerdem bietet sie generell freie Arzt- und Krankenhauswahl – auch die teure Fachklinik kann also aufgesucht werden. Bestimmte Extras lassen sich im Vertrag vereinbaren, zum Beispiel Chefarztbehandlung oder Einbett-Zimmer. Bei teuren Zahnbehandlungen zahlt die private Krankenversicherung generell deutlich mehr als die GKV.

Bezahlbare Beiträge vor allem für Junge und Gesunde ohne Kinder

Nicht für jeden ist eine private Krankenversicherung bedingungslos geeignet. Anders als bei der GKV sind die Beiträge oft schwer berechenbar und können im Alter auch dann drastisch ansteigen, wenn das Einkommen stagniert. In der GKV hingegen berechnen sich die Beiträge exakt nach dem jeweiligen Einkommen.

Es gibt aber einige Personengruppen, für die eine private Krankenversicherung eine gute Alternative zur GKV ist. Dazu zählen zum Beispiel Singles oder Kinderlose (jeweils mit gutem Einkommen). Sie müssen keine zusätzlichen Beiträge für Kinder bezahlen. Der Mitversicherungsvorteil der GKV für Kinder und nicht erwerbstätige Ehepartner entfällt bei ihnen. Somit versichern sie ausschließlich sich selbst mit einem von ihnen exakt definierten Leistungspaket. Schließen sie den Vertrag in jungen Jahren und bei guter Gesundheit ab, sind in der Regel auch die Beiträge problemlos bezahlbar.

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Für Beamte ist PKV oft die günstigste Alternative

Für Beamte ist eine private Krankenversicherung meist die erste Wahl. Sie profitieren besonders von der staatlichen Beihilfe. Diese bezahlt aktiven Beamten meist die Hälfte ihrer Behandlungskosten, Pensionären sogar 70 Prozent. Ehepartner und Kinder werden in einer ähnlichen Größenordnung bezuschusst. Die Beiträge für die private Krankenversicherung sind für Beamte meist sehr günstig und stiegen in den letzten Jahren weitaus geringer als die Durchschnittstarife.

In der GKV hingegen müssen Beamte – als freiwillige Mitglieder – den vollen Beitrag selbst bezahlen. Die Berechnung geschieht einkommensunabhängig; einen Arbeitgeberzuschuss erhalten sie nicht.

Wer grundsätzlich den Abschluss einer privaten Krankenversicherung erwägt, sollte sich zuvor eingehend beraten lassen. Experten erstellen gerne individuelle Analysen und geben Tipps zum Abschluss der richtigen Versicherung – zugeschnitten auf die persönliche und berufliche Situation des Einzelnen.

 
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