Urteil: Keine Leistungen aus BU-Vertrag bei Arglist

Urteil: Keine Leistungen aus BU-Vertrag bei Arglist

Wer beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung unvollständige Angaben macht, gefährdet seine Rente im Falle einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Erneut gibt ein aktuelles Gerichtsurteil einem Versicherer Recht, die Rente dann nicht auszuzahlen.

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Es ist der denkbar schlechteste Fall – der worst case. Man zahlt ein Leben lang in eine Versicherung ein, um sich gegen unvorgesehenes Unglück zu schützen. Das Unglück passiert, hat negative körperliche und finanzielle Folgen und die Versicherung verweigert die Zahlung. Man stünde letztlich also ohne Versicherung „besser“ da, weil man dann immerhin keine Beiträge gezahlt hätte. Doch das wäre natürlich nur der zweitbeste – immer noch sehr negative – Fall. Experten meinen: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist unverzichtbar. Und die Erfahrung zeigt: Beim Abschluss unbedingt bei der Wahrheit bleiben.

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Berufsunfähigkeitsversicherung: Krankheiten verschwiegen – keine Zahlung

Im aktuellen Fall hat das Oberlandesgericht Karlsruhe eine Klage abgewiesen – mit der Begründung, die Klägerin hätte ihre Versicherung arglistig getäuscht. Nach Angaben der Deutschen Anwaltsauskunft hatte die klagende Frau – ihrer Meinung nach – eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen. Allerdings verschwieg sie bei Vertragsabschluss einen ärztlich festgestellten Herzklappenfehler, erhöhte Cholesterinwerte und psychische Probleme. Als sie an ihrem Arbeitsplatz in Folge eines Treppensturzes berufsunfähig wurde, verweigerte die Versicherung die Zahlung.

Gericht: Versicherung gegen Berufsunfähigkeit ist nicht zustande gekommen

Dass hier das Oberlandesgericht für die Versicherung entschied, ist für die klagende Frau umso bitterer, da die Berufsunfähigkeit mit den verschwiegenen Krankheiten nichts zu tun hatte, sondern durch einen Unfall zustande kam. Die Begründung der Richter: Die Klägerin habe ihre Krankengeschichte bewusst und damit arglistig verschwiegen. Daher sei überhaupt kein Vertrag zustande gekommen. Und ohne Vertrag sei keine Auszahlung möglich. Wenn die Frau ihre Krankengeschichte wahrheitsgemäß angegeben hätte, hätte die Versicherung keinen Vertrag angeboten oder einen Prämienzuschlag verlangt. Auf den Grund der Arbeitsunfähigkeit musste das Gericht in seiner Urteilsbegründung aufgrund dieser Argumentationskette überhaupt nicht eingehen.

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