Verbraucherzentrale zu Berufsunfähigkeit - Risiko und Ursachen

Verbraucherzentrale weist auf Risiko und Ursachen der Berufsunfähigkeit hin

Über ihre Versorgung im Falle einer Berufsunfähigkeit haben sich bislang nur wenige Bürger Gedanken gemacht. Darauf weist die Verbraucherzentrale Bremen hin. Als Alarmsignal bezeichnet sie die Zunahme psychischer Erkrankungen und das immer geringere Alter des krankheitsbedingten beruflichen Ausstiegs.

Die Bremer Verbraucherschützer sehen ein erhebliches Risiko einer Berufsunfähigkeit: „Nach der Statistik der gesetzlichen Rentenversicherungsträger müssen vier von zehn Erwerbstätigen damit rechnen, vor Erreichen der Altersrente erwerbsunfähig zu werden. Je nachdem, welcher Beruf ausgeübt wird, liegt das Risiko teils niedriger, teils aber erheblich höher.“ Vorherrschend seien nach wie vor Verschleißkrankheiten bei körperlich anstrengenden Tätigkeiten. So nehmen die Berufe Dachdecker, Möbelpacker, Elektriker und Klempner traurige Spitzenpositionen ein.

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Berufsunfähigkeit: Nicht alle Krankheiten sind körperlicher Art

Ein weiterer Trend: Psychisch bedingte Beeinträchtigungen als Ursache für Berufsunfähigkeit verzeichnen die größten Zuwachsraten. Aktuellen Erhebungen zufolge sind bereits über 20 Prozent des unfreiwilligen Ausstiegs auf psychische Ursachen zurückzuführen. Nur orthopädische Gründe sind mit gut 25 Prozent gewichtiger. Jeweils knapp 15 Prozent der Ursachen sind Tumore sowie Herz- / Kreislauferkrankungen. Sonstige Erkrankungen kommen auf 14 Prozent. Der Anteil der Arbeitsunfälle liegt überraschend niedrig: bei unter 10 Prozent.

„Ausstiegsalter“ wegen Krankheit immer niedriger

Und ein dritter, erschreckender Trend lässt sich aus aktuellen Erhebungen ableiten: Das durchschnittliche Eintrittsalter für den unfreiwilligen Ausstieg aus dem Beruf sinkt – ein Alarmsignal! Fast jeder Zehnte ist noch nicht einmal 40 Jahre alt. Zwischen 40 und 49 Jahren sind 17,1, zwischen 50 und 54 Jahren 20,7 Prozent. Das Gros der Berufsunfähigen ist zwischen 55 und 59 Jahren alt: 47,1 Prozent. Noch älter sind nur 9,5 Prozent. Der Grund hierfür liegt sicher auch darin, dass viele Kollegen in dieser Altersgruppe nicht mehr erwerbstätig sind.

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