Verbraucherzentrale Thüringen / BU-Versicherung: Darauf kommt es an

Verbraucherzentrale Thüringen: Tipps zur BU-Versicherung

Wer im Laufe seines Erwerbslebens berufsunfähig wird, ist nicht zu beneiden. Wohl dem, der sich privat gegen die Folgen der Berufsunfähigkeit (BU) versichert hat. Die Verbraucherzentrale Thüringen gibt Aufschluss darüber, was beim Abschluss einer BU-Versicherung zu beachten ist.

Eines steht fest: Eine durch Krankheit oder Unfall verursachte Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit kann vor allem für Selbstständige und junge Berufstätige hohe Einkommenseinbußen zur Folge haben. Für letztere kommt nach Angaben der Verbraucherzentrale Thüringen erschwerend hinzu, dass die gesetzliche Rentenversicherung seit 2001 nicht mehr zwischen Berufs- und Erwerbsunfähigkeit unterscheidet, sondern nur noch geprüft wird, ob der Betroffene irgendeiner Arbeit nachgehen kann. Der zuletzt ausgeübte Beruf spielt dabei keine Rolle mehr. Da sich die Höhe der Erwerbsminderungsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung nach der Dauer und Höhe der eingezahlten Beiträge richtet und nur etwa 35% des Bruttolohnes beträgt, ist eine private BU-Versicherung unverzichtbar.

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BU-Versicherung sollte auf Verweisungsmöglichkeit verzichten

Allerdings ist Vorsicht geboten: Der Begriff Berufsunfähigkeit wird von Anbieter zu Anbieter höchst unterschiedlich definiert. Um wirklich verlässlichen Schutz zu bieten, muss der Vertrag nach Angabe der Verbraucherzentrale Thüringen mindestens folgende Bedingungen erfüllen: Die vereinbarte Rente wird gezahlt, wenn der Versicherte in seinem bei Eintritt der Berufsunfähigkeit ausgeübten Beruf nicht mehr zu mindestens 50 % tätig sein kann. Auf eine Prüfung, ob der Versicherte eine andere, seinen Fähigkeiten und Kenntnissen entsprechenden Tätigkeit ausüben könnte, verzichtet die Versicherungsgesellschaft (Verweisungsverzicht).

Verbraucherzentrale Thüringen: rückwirkende Rentenzahlung wichtig

Darüber hinaus sollte die Einstufung als dauerhaft berufsunfähig bereits erfolgen, wenn der Versicherte voraussichtlich 6 Monate nicht berufstätig sein kann; die Rente muss dann rückwirkend ab Beginn dieses 6-Monatszeitraums gezahlt werden. Auch bei verspäteter Meldung der Berufsunfähigkeit muss die Rente mindestens 3 Jahre lang rückwirkend gezahlt werden. Bei der regelmäßigen Nachprüfung der Berufsunfähigkeit wird die Rente nicht entzogen, wenn der Versicherte nach Meinung der Versicherungsgesellschaft wieder arbeiten könnte, sondern erst wenn er tatsächlich wieder arbeitet und ein vergleichbares Einkommen erzielt. Und auf einen weiteren Punkt hat die Verbraucherzentrale Thüringen hingewiesen: Die Versicherung sollte auf einen Rücktritt vom Vertrag verzichten, wenn sich herausstellt, dass der Versicherte unter Vorerkrankungen gelitten hat, ohne davon zu wissen.

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