Versicherung gegen Berufsunfähigkeit und die ärztliche Schweigepflicht

Versicherung gegen Berufsunfähigkeit: Bei der Wahrheit bleiben

Wer eine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit abschließt, der muss seine Krankengeschichte offenlegen. Ansonsten läuft er Gefahr, dass er im Falle einer Berufsunfähigkeit leer ausgeht. Denn Versicherungen dürfen im Falle eines Falles recherchieren und der Arzt muss Auskunft geben.

Es ist ein klassischer Fall: Da eine Berufsunfähigkeitsversicherung bekanntermaßen unabdingbar ist, entschließt sich ein 40-jähriger angestellter Familienvater, eine solche Versicherung abzuschließen. Schließlich muss er für den Fall einer Berufsunfähigkeit gerüstet sein. Da alles sehr schnell gehen muss, werden die Gesundheitsfragen nur so nebenbei beantwortet. „Nicht so wichtig“, so die Aussage des Versicherungsvertreters, der im Übrigen ganz gut an einem solchen Abschluss verdient.

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Berufsunfähigkeit: Rente nur bei korrekt abgeschlossenem Vertrag

Was möglicherweise bei der Beantwortung der Gesundheitsfragen vergessen wurde: der Arztbesuch wegen eines zeitweiligen Rückenleidens oder ein einmaliger Besuch beim Psychologen, der schon ein paar Jahre zurück liegt. Was dem vermeintlich Versicherten dann nicht bewusst ist: Diese Versäumnisse sind später für die Versicherung recherchierbar. Tritt der Fall einer Berufsunfähigkeit für o. g. Familienvater ein, dann wird der Versicherer Kontakt mit dem Hausarzt aufnehmen. Und das natürlich bevor eine mögliche Rentenzusage gemacht wird. Den Arzt hat der Versicherte nämlich in der Regel beim Abschluss des Vertrages von seiner ärztlichen Schweigepflicht entbunden.

Versicherung muss bei fehlenden Angaben nicht zahlen

Auf diese Weise kommen auch Besuche beim Facharzt ans Tageslicht, die beim Abschluss der Versicherung gegen Berufsunfähigkeit verschwiegen wurden. Die Konsequenzen sind klar: Bei eindeutiger Faktenlage dürfte kein Versicherer eine Rente zahlen. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Versäumnis mit Absicht oder ohne erfolgte. Auch dass der Versicherungsvertreter möglicherweise „Druck gemacht“ hat, ist zweitrangig. Für die Unterschrift unter den Vertrag ist jeder Versicherte schließlich selbst verantwortlich.

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