Versicherungen zur Berufsunfähigkeit (BU) stehen nicht hoch im Kurs

BU-Versicherungen: Hohe Prämien bilden eine Abschluss-Hürde

Versicherungen für den Fall der Berufsunfähigkeit – kurz BU – sind eine teure Sache und damit einer der Gründe, warum nicht einmal die Hälfte aller Berufstätigen dieses Risiko absichert. Wer diese wichtige Versicherung abzuschließen gedenkt, sollte einige Tipps beachten, um optimale Leistungen zu besten Konditionen zu bekommen.

Berufsunfähigkeit, das klingt irgendwie nach gebrochenen Knochen nach einem Sturz vom Gerüst und nach kaputten Bandscheiben von 25 Jahren Maloche bei der Müllabfuhr. Ein weit verbreiteter Irrglaube, denn die häufigsten Ursachen einer BU sind Krebs- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und in zunehmendem Maße psychische Störungen. Jeder dritte Arbeiter und immerhin 20 Prozent aller Angestellten werden vor Renteneintritt berufsunfähig. Schwere Unfälle, die einen Menschen mit Gewalt und in Bruchteilen von Sekunden aus dem Berufsleben zerren, sind gar nicht so häufig wie man annehmen möchte.

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Die staatliche Erwerbsminderungsrente reicht bei weitem nicht aus

Wer nicht mehr als 50 Prozent seiner vorherigen Arbeitsleistung erbringen kann, gilt als berufsunfähig. Längst hat sich Vater Staat seiner Pflicht zur Hilfe – zumindest teilweise – entledigt. Wer nach 1961 geboren ist, bekommt im schlimmsten anzunehmenden Unfall eine so genannte Erwerbsminderungsrente, die bei knapp einem Drittel des letzten Bruttolohns liegt. Die Zahlen sind beeindruckend, im negativen Sinne: 68 Prozent aller Männer, die diese Rente beziehen, müssen mit gerade mal 750 Euro im Monat auskommen. Da lässt sich die Miete überweisen, aber dann? Bei den Frauen liegt der Wert sogar bei 77 Prozent. Selbstständige, die um die Rentenversicherung einen Bogen gemacht haben, gehen ganz leer aus. Gute Gründe also, um über BU-Versicherungen nachzudenken.

Gute BU-Versicherungen sind teuer

Eine vermeintlich gute Gesundheit bis zur Lebensmitte, ein eher risikoarmer Job und nicht zuletzt hohe Prämien bilden ein Gemisch, das die Gedanken an BU-Versicherungen in weite Ferne schiebt. Gerade im hohen Preis der Policen liegt der Grund, warum nur 44 Prozent aller Deutschen gegen Berufsunfähigkeit abgesichert sind. Dies ergab eine Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag von HDI-Gerling. Eine gute Berufsunfähigkeits-Versicherung, die eine Rente von 1.500 Euro vorsieht, kostet immerhin 70 Euro – und das jeden Monat.

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In Sachen Berufsunfähigkeit haben die Versicherungen ein Imageproblem

Nicht zuletzt haben die Versicherungen auch ein Imageproblem. Viele potenzielle Kunden befürchten, dass die Assekuranzen sich vor Zahlungen drücken oder diese erst nach langen Prozessen ausführen. Ein Indikator für eine gute Versicherung ist die Prozessquote. Aus der ist abzulesen, wie oft eine Versicherung vor Gericht gezerrt wurde. Je niedriger diese Quote, desto besser die Versicherung.

Vor dem Abschluss einer BU-Versicherung ist ein genauer Blick in die Bedingungen erforderlich. Findet sich da etwa der Verzicht auf die so genannte abstrakte Verweisung, spricht dies für eine gute Police. Fehlt dieser Verzicht, können sich Versicherungen um ihre Zahlungen drücken, wenn der Versicherungsnehmer noch in einem vergleichbaren Beruf arbeiten könnte.