Versicherungs-Experte: UV unnötig – BUV wichtig

Versicherungs-Experte: UV unnötig – BUV wichtig

Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr – zum Verkauf dieses Produktes schicken viele Assekuranz-Unternehmen derzeit ihre Makler auf die Straße. In Expertenkreisen ist man davon nicht begeistert. Man verweist dagegen auf die Wichtigkeit einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BUV).

"Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr sind der Gipfel des Unnützlichen." Sehr deutlich sagt Manfred Poweleit, Herausgeber des Informationsdienstes "map-report", seine Meinung. Bei diesem Produkt handele es sich um nichts anderes als um eine Kombination aus Risikoschutz und Sparvertrag, die das Kapital schlechter verzinst als eine Lebensversicherung. Zudem müssten die Gewinne seit Beginn des Jahres 2005 auch noch versteuert werden.

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Die Berufsunfähigkeitsversicherung wirkt, hat aber ihren Preis

Poweleit nennt in seinem Statement gegenüber der Tageszeitung DIE WELT aber auch eine Alternative beim Namen: Eine vernünftige Absicherung der Erwerbstätigkeit sei das viel bessere Instrument. Wer beispielsweise in der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung 1000 Euro Rente monatlich kassieren wolle, müsse als 30-Jähriger ca. 600 Euro im Jahr investieren. Die Unfallversicherung (UV) ist da mit jährlich 130 Euro zwar deutlich günstiger, sie zahlt aber nur im Falle eines Unfalles. Der Haken: Nur ein Bruchteil der Fälle von Berufsunfähigkeit kommt tatsächlich durch einen Unfall zustande. Das ist der Grund für die vergleichsweise niedrigen Beiträge.

200.000 Anträge zur BUV werden jährlich abgelehnt

Die Stiftung Warentest sieht dieses Problem auch, ihr Urteil in der Januar-Ausgabe von Finanztest ist aber nicht so vernichtend. Sie sieht bei der UV mit Beitragsrückgewähr durchaus Bedarf: Sie eigne sich nämlich für Erwachsene, die keine Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung erhalten haben. Und in der Tat: Es werden pro Jahr ca. 200.000 Anträge zur Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung in Deutschland zurückgewiesen. Dabei handelt es sich um Fälle, bei denen für die Versicherungsunternehmen das Risiko schlicht zu hoch ist.

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