Direktversicherung: Problematische Kombination mit einer BU-Police

Direktversicherung: Vorsicht bei Jobwechsel oder Jobverlust

Eine Direktversicherung ist als Teil der betrieblichen Altersvorsorge sehr beliebt. Meist ist sie renditestark, insbesondere wenn der Chef sich beteiligt. Und sie integriert häufig den wichtigen Schutz für Berufsunfähigkeit. Beim Jobwechsel kann es allerdings Probleme geben. Und die werden noch größer bei allen, die arbeitslos werden oder sich selbstständig machen.

Eine Gesetzesänderung macht aus mancher Direktversicherung einen Problemfall: Seit 2004 wird der gültige Krankenversicherungsbeitrag auf die Auszahlung der Direkt-Renten erhoben. Im Klartext: Kommen 100.000 Euro zur Auszahlung, gehen bei Pflichtversicherten erst einmal rund 17.500 Euro ab (bei einem Krankenversicherungsbeitrag von 15,5 Prozent und Pflegeversicherungsbeitrag von 1,95 Prozent). Wer lebenslang bei demselben Unternehmen arbeitet, kann damit ganz gut leben - dank staatlicher Förderung beim Ansparen. Für alle anderen beginnt das große Rechnen. Die Altersvorsorge kann nämlich kräftig an Wert verlieren.

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Welche betriebliche Altersvorsorge bietet der neue Chef?

Direktversicherungen werden meistens vom Chef abgeschlossen. Der Arbeitnehmer hat da wenig Einfluss drauf. Hat der Chef dabei ein gutes Händchen, ist das Ganze eine prima Altersvorsorge. Einzahlungen sind bis zu einem Höchstsatz steuer- und sozialversicherungsfrei. Zur Lebens- oder Rentenversicherung gibt’s oft noch eine Berufsunfähigkeits- oder Risikolebensversicherung dazu. Dabei entfällt manchmal sogar die Gesundheitsprüfung.

Bei einem Wechsel des Jobs aber kann es Probleme geben. Zwar besteht weiterhin ein Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge, wobei die Betonung auf eine liegt. Wer Pech hat, bekommt vom neuen Chef eine Altersvorsorge ohne Berufsunfähigkeitsschutz. Dann kann der Arbeitnehmer den alten Vertrag höchstens privat weiterführen – aber das lohnt sich seit der erwähnten Gesetzesänderung meist nicht mehr. Der Jobwechsler steckt somit häufig in einem Dilemma.

Direktversicherung zur Not privat fortführen

Wer sich selbstständig macht oder den Job verloren hat, hat dieses Problem in jedem Fall. Zwar können Betroffene den Vertrag beitragsfrei stellen oder privat weiterführen. Ein im Vertrag eingeschlossener Berufsunfähigkeitsschutz kann aber – vor allem für ältere Arbeitnehmer – von besonderer Bedeutung sein. Der Grund: Der Neuabschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist oft schwierig, insbesondere bei Vorliegen einer Vorerkrankung oder Überschreiten einer Altersgrenze, ab der kein Versicherungsschutz mehr erhältlich ist. Experten raten deshalb oft, dann lieber in den sauren Apfel zu beißen – sprich: die Direktversicherung privat fortzuführen.

Allzu viel Zeit lassen sollten sich Betroffene mit ihrer Entscheidung jedoch nicht. Denn nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses setzt die Versicherung eine Frist, innerhalb derer es sich zu entscheiden gilt. Gerade in solchen Fällen ist dann guter Rat teuer.

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