Weniger Steuer zahlen? Die Rürup-Rente kann helfen

Mit der Rürup-Rente lässt sich der Steueraufwand gering halten

Die so genannte Rürup-Rente (auch Basisrente genannt) ist vor allem für Selbständige ein wichtiges Vorsorgeinstrument fürs Alter. Sie kann auch für Angestellte oder Beamte eine Überlegung wert sein. Bei steuerlichen Fragen gibt es allerdings zwei Seiten der Medaille.

Mit der Rürup-Rente lässt sich der Steueraufwand gering haltenRürup + Steuern: Wer scharf rechnet, kann Gewinn machen.

Ihre Schokoladenseite zeigt die Rürup-Rente während der Einzahlphase: Hier können kräftig Steuern gespart werden. Doch was der Staat gibt, nimmt er sich irgendwann zurück – nämlich in der Auszahlungsphase. Dann wird die Rürup-Rente genauso besteuert wie die gesetzliche Rente. Unterm Strich ist es für viele also ein Rechenmodell, ob sich der Vertrag lohnt. Bei Selbständigen kommt allerdings Eines hinzu: Sie haben oft kaum Alternativen. Betriebliche Altersvorsorge und gesetzliche Rentenversicherung entfallen in der Regel – da bleibt oft nur die Basisrente.

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Einzahlungen können die Steuerlast mindern

Vom System her ermöglicht die Rürup-Rente eine Steuerminderung von bis zu 20.000 Euro jährlich. Allerdings wird dieser Höchstbetrag nur allmählich – in Zwei-Prozent-Schritten – erreicht. Im Jahr 2011 können 72 Prozent dieser Summe als Einzahlungen steuerlich geltend gemacht werden. Das sind 14.400 Euro. Im Jahr 2025 werden die vollen 20.000 Euro erreicht. Verheiratete können die jeweiligen Beträge verdoppeln. Einzahlungen in gesetzliche und Rürup-Rente werden generell zusammengerechnet.

Selbständige können von einer Sonderregelung profitieren. Haben sie vor 2005 bereits mit der Altersvorsorge begonnen – etwa per Kapitallebensversicherung – , so können sie außer den Altverträgen zusätzlich Rürup-Beiträge absetzen. Sie kommen also in den Genuss weitreichender steuerlicher Vergünstigungen.

Rürup-Rente wird erst im Alter besteuert

Die bittere Pille müssen Rürup-Sparer erst im Alter schlucken: Dann geht’s an die Besteuerung der ausgezahlten Rente. Das folgt im Prinzip der „Salamitaktik“ bei den Einzahlungen: Scheibchenweise wird es immer ein bisschen mehr. Lag der Besteuerungsanteil im Jahr 2005 bei genau 50 Prozent, so steigt er dann pro Jahr um 2 Prozent an – bis 2020. Dann werden die Scheibchen dünner: Bis 2040 beträgt der Anstieg jährlich nur noch ein Prozent – bis die vollen hundert Prozent erreicht sind.

Selbst bei einem hohen Steueranteil aber machen Rürup-Sparer in der Regel Gewinn. Der Grund: Im Alter ist der Steuersatz meist niedriger als in Zeiten der Berufstätigkeit. So kommt es sogar vor, dass die Rürup-Rente komplett steuerfrei ist. Für Gutverdiener kann es sich durchaus lohnen, einmal gründlich nachzurechnen. Unabhängige Experten können helfen, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Sie weisen dabei auch auf die Einschränkungen hin, denen Riester-Renten unterliegen: zum Beispiel Ausschluss des Kapitalwahlrechts.

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